Meersburg in alten Ansichten

Meersburg in alten Ansichten

Auteur
:   Suzanne Satzer-Spree
Gemeente
:   Meersburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5409-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meersburg in alten Ansichten'

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49. Seit 1806 ist die ehemalige Schaffnerei der Prämonstratenserabtei Rot an der Rot im Besitz der Kaufmannsfamilie Zimmermann. 1807 ließ Franz Josef Zimmermann das Gebäude am Marktplatz zu einem Geschäftshaus mit Laden und Schreibstube umbauen. Erst 1960 wurde das Einzelhandelsgeschäft aus dem Handelsregister gelöscht. Die Aufnahme aus den 1880er Jahren zeigt den Kaufmann Richard Zimmermann auf der Treppe vor seinem Haus.

50. Auch schon 1891 feierten die Meersburger die Fasnacht auf dem Marktplatz. Zu sehen sind hier freilich nicht die traditionellen Schnabelgiere, sondern moderne Verkleidungen ganz im Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Rechts im Bild sehen wir die Kaufhandlung von Leonhard Freytag.

MEERSBURG A. BODENSEE '

RITHIUS U D SPITIL

51. Am Marktplatz liegt auch das Rathaus aus dern 16. Jahrhundert. Durch das 12 m lange sogenannte Falbentor , das die Grenze zwischen den Stadtteilen 'Vorburg' und 'Usserstadt' bildet, gelangen wir zur Rathaustreppe, die an der Süd-Ost-Seite ins Innere des Rathauses führt. Oberhalb des Eingangs befindet sich das Stadtwappen von Meersburg, die alte Burg - umrahmt vom Wilden Mann und von der Wilden Frau.

52. Im ersten Stock des Rathauses befindet sich der Ratssaal. Hier tagt nicht nur der Gemeinderat. der neben dem Bürgermeister Anfang des 20. Jahrhunderts acht Mitgliedcr zählte, auch der jährliche Neujahrstrunk der WIer findet hier seit 1912/13 regelmäßig statt. Das Foto zeigt den Ratssaal, der für die alljährliche Zusammenkunft der Bürgergesellschaft vorbereitet ist. Auf dem Pflegschaftstisch, rechts im Bild, stehen der holzgeschnitzte, fünfarmige Totenleuchter, die zinnerne Weinstize und der Apfelbär, der zum Sammeln von Spenden für die Gesellschaftskasse dient. In den Apfel steeken die Gesellen ihre gespendeten Münzen.

53. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Rathaus mehrfach umgebaut. Seit 1912 befindet sich im zweiten Stock der Amtssitz des Bürgermeisters, daneben wurde die Ratsschreiberei eingerichtet. Von hier aus wurde die Stadt, in der um 1910 ungefähr 1 800 Einwohner lebten, verwaltet. Im Treppenhaus und in den Fluren war ein Museum mit den Kunstschätzen aus der Meersburger Vergangenheit eingerichtet. Das Foto entstand gleich nach dem Umbau 1912.

Meersburg

R.th.u. und Spit. I.

54. Gleieli hinter dem Rathaus steht der Obere Schussenrieder Hof, auch Tray genannt. 1860 kaufte der Spitalfond Meersburg das Gebäude und richtete hier ein Krankenhaus ein, das erst 1983 wieder aufgelöst wurde. Auf der Postkarte von 1909 sehen wir links das Rathaus und in der Mitte das Spital, davor steht noch das städtische Backhaus.

55. Unser Rundgang führt uns nun durch die Höllgasse in der sogenannten Vorburg, dem ältesten Stadtteil Meersburgs. Hier treffen wir auf die 'Winzerstube Zum Becher' . In deren Vorgängerbau brach 1605 eine große Brandkatastrophe aus, durch die zahlreiche Häuser in der Oberstadt zerstört wurden. Um 1700 wurde an dieser Stelle ein neues Haus gebaut. 1885 richtete der Gründer des Winzervereins, der Spitalbuchhalter Karl Benz, den 'Becher' ein, der bis 1923 als Winzervereinslokal diente.

56. Drei Häuser weiter steht ein stattliches Gebäude, das seit 1604 ununterbrochen bis heute eine Apotheke beherbergt. Ab 1474 soll sich in diesem Haus eine weitere Niederlassung des Heilig-Geist-Spitals Meersburg befunden haben. Als Hofapotheke befand es sich bis 1803 im Eigentum der Fürstbischöfe und die bei den Meersburger Bürgern hoch angesehenen Apotheker standen im Dienst des jeweiligen Bischofs. Das Foto zeigt die Apotheke in den 1920er Jahren.

57. Nun erreichen wir das Wahrzeichen der Stadt: die Meersburg. Ihr wirkliches Alter kann nur geschätzt werden, ihre Anfänge reichen aber weit ins 7. Jahrhundert n. eh. zurück. Seit 1210 nutzten die Bischöfe von Konstanz die Meersburg als Sornmerresidenz, seit 1215 wurden hier regelmäßig Urkunden ausgestellt. Vor uns liegt die Brücke über den 14 m tiefen Burggraben, dahinter erhebt sich der Torbau, dessen Bau Fürstbischof Hugo von Hohenlandenberg veranlaßte. Es war derselbe Fürstbischof, der auf Grund der Reformationswirren im Jahre 1526 den Bischofssitz des Bistums Konstanz nach Meersburg verlegte. Fast dreihundert Jahre lang residierten von nun an die Bischöfe in Meersburg.

~ MEERSBURG A. BODE SEE EINGANG ZUR SCHLOSSKIPELLE.

58. Wie in jeder mittelalterlichen Burg befindet sich auch in der Meersburg eine Kapelle. Auf der Postkarte von 1913 sehen wir die runde Turmkapelle aus dem 17. Jahrhundert, in der noch heute private Gottesdienste stattfinden.

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