Meersburg in alten Ansichten

Meersburg in alten Ansichten

Auteur
:   Suzanne Satzer-Spree
Gemeente
:   Meersburg
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5409-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meersburg in alten Ansichten'

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59. Beim Verlassen der alten Burg fällt unser Bliek sogleich auf das Neue Schloß. Der Grundstein zu diesem neuen Gebäude wurde 1712 von Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg gelegt. es sollte aber in seiner jetzigen Form erst in den frühen sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts unter Kardinal Franz Conrad von Rodt fertiggestellt werden. Aber schon ca. vierzig Jahre später stand das Schloß wieder leer. Im Zuge des Friedens von Lunéville 1801 wurde das Hochstift Konstanz, und damit auch die fürstbischöflichen Besitztümer in Meersburg. dem Markgrafen Kar! Friedrich von Baden, dem späteren Großherzog, zugesprochen. Aus der fürstbischöflich -kons tanzischen Residenzstad t Meersburg wurde eine unbedeutende badische Landstadt.

60. Nach dem Auszug der Fürstbischöfe fand der neue Besitzer, der badische Staat, keine Verwendung für das neue Schloß. 1806 zogen französische Truppen ein, 1808 wohnte hier einige Wochen die spätere Großherzogin Stefanie von Baden. Danach stand das Gebäude lange leer. 1838 wurde im Schloß ein Gefängnis cingcrichet, zusätzlich wurde 1841-1842 ein Mädchenpensionat untergebracht. 1850 zogen abermals Truppen, diesmal preußische, ein. Endlich 1865 fand sich eine Lösung: Die großherzoglich badische Taubstummenanstalt wurde von Pforzheim nach Meersburg verlegt. 1936 wurde die Taubstummenanstalt von der nationalsozialistischen Regierung geschlossen und die Reichsfinanzschule eingerichtet. Unser Foto zeigt die Zöglinge der Taubstummenanstalt um 1910.

61. Vor dem Neuen Schloß auf dem Schloßplatz stand bis in die 1950er Jahre ein Denkmal zu Ehren der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Zu ihrem 50. Todestag, am 24. Mai 1898, wurde das Denkmal feierlich enthüllt. Die Bronzebüste auf einem steinernen Sockel wurde von dem Münchéner Bildhauer und Erzgießer Ferdinand von Miller geschaffen. Ganz links auf dem Foto ist die Schloßkirche zu sehen. 1741-1743 unter Kardinal Damian Hugo von Schönborn haben der Stukkateur Josef Anton Feuchtmayer und der Freskomaler Gottfried Bernhard Göz die Kapelle gestaltet. Seit 1868 ist sie evangelische Gemeindekirche.

62. Am Schloßplatz befand sich um 1900, als unser Foto entstand, die Buch- und Schreibwarenhandlung mit Druckerei des Zacharias Marschall. Sein Vater Ernst kaufte 1853 irn Geburtsjahr Zacharias' das große Anwesen am Schloßplatz und 1871 richtete Zacharias hier sein Geschäft ein. Marschall verdanken wir unzählige Ansichtskarten von Meersburg. gernaltc oder fotografierte, die in seiner Werkstatt entstanden und von ihm auch vertrieben wurden.

63. Der Schloßplatz wurde immer gerne als Fest- und Aufmarschplatz genützt. 1896 feierten die Meersburger auf dem Schloßplatz das 25jährige Bestehen der Errichtung des Deutschen Reiches 1871.

64. Gegenüber dem Neuen Schloß befindet sich das ehernalige Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert, das bis zur Auflösung des Hochstifts Sitz verschiedener fürstbischöflicher Hofräte war. Hier ließ sich, nachdem ein neues Pfarrhaus gebaut wurde, 1928 der Leipziger Verleger F.W. Hendel nieder. Auf Grund wirtschaftlicher Probleme konnte der Verlag mit seiner Arbeit erst 1935 beginnen. Ab 1932 stellte Hendel das Gebäude am Schloßplatz dem 'Deutschen Frauenbund für das Buch' zur Verfügung, der hier bis 1935 verschiedene Gemäldeausstellungen, vor allem Bodenseernalerei, veranstaltete.

)r1eersburg Vorburggasse

65. Verlassen wir nun den Schloßplatz und wenden wir uns der Vorburggasse mit ihren stattlichen Gebäuden zu. Das Haus Ne. 11 in der Vorburggasse gehörte bis 1905 dem Meersburger Heilig-Geist-Spital. Hier im Sterbehaus von F.A. Mesmer , dem heutigen Weinbaumuseum, steht heute der Heilig-GeistTorkel von 1607 und das 50 000 Liter fassende Türkenfaß.

66. Zurück durch den Wolfenbogen. erreichen wir den ehemaligen Reithof der Fürstbischöfe aus dem 18. Jahrhundert. Seit 1907 befindet sich in diesem Gebäude die Verwaltung der 1802/03 gegründeten Weinbaudomäne Meersburg. die in den 1930er Jahren offiziell in Staatsweingut urnbenannt wurde.

Meersburg. Grossherzogl. Lehrerserninar.

67. Nun kommen wir zum dritten der großen fürstbischöflichen Barockbauten in Meersburg. zum Priesterseminar. Der Bau wurde vom Architekten Christoph Gessinger zwischen 1725 und 1734 errichet. Ab 1735 nahm das Priesterseminar der Diözese Konstanz hier seinen Unterricht auf. Im Zuge des Residenzverlustes wurde das Priesterseminar 1827 nach Freiburg in Bayern verlegt und das Gebäude stand einige Jahre leer. Erst 1839 hatte der badische Staat eine neue Verwendungsmöglichkeit für das Gebäude gefunden: Ein katholisches Schullehrerserninar wurde eingerichtet, in dem bis 1924 Volksschullehrer ausgebildet wurden. Heute befindet sich das Droste-Hülshoff-Gymnasium in diesern Gebäude. Auf der Postkarte von 1914 sehen wir rechts das Seminar, links daneben die Turnhalle.

68. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde vom Meersburger Frauenverein ein Vereinslazarett gegründet, das bis 1919 im Seminargebäude untergebracht war. Die damalige Großherzogin Luise von Baden besuchte am 16. September 1915 die Opfer des Krieges. Die Gruppenaufnahme zeigt die Großherzogin inmitten von Verwundeter und Krankenschwestern.

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