Melsungen in alten Ansichten

Melsungen in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Wiegand
Gemeente
:   Melsungen
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6488-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Melsungen in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49 Die sehr alte Bachmühle nutzte die Wasserkraft des Kehrenbachs Jahrhunderte hindurch als Antriebskraft. Als letzte heimische Mühle wurde die Bachmühle erst vor wenigen [ahren stillgelegt. Das Heimatmuseum präsentiert einen Walzenstuhl aus dieser Mühle mit allem Zubehör. Außerdem wurde noch ein Videoband vom Mühlenbetrieb vor der Geschäftsaufgabe hergestellt, das ebenfalls den Museumsbesuchern gezeigt werden kann. Rechts im Bild das Wohnhaus des früheren Sägewerks Schüffler.

SO Aus einer Apotheke wurde ein Unternehmen mit Weltgeltung entwickelt. Apotheker Carl Braun tritt 1894 in die väterliche Apotheke ein und übernimmt 1897 die Geschäftsführung. Er gliedert seiner Apotheke eine Produktionsstätte an und erkennt bald, daß die Zukunft bei der Pharmazeutischen Industrie liegt. 1918 verläßt er die Rosen-Apotheke in der Brückenstraße und geht in den Spangerweg. Er errichtet dort ein Betriebsgebäude, erwirbt ein Sägewerk und integriert es ebenfalls in seine Produktionsstätte. Als Carl Braun überraschend in 1928 stirbt, beschäftigt sein Betrieb bereits 300 Mitarbeiter. Seine Söhne Otto und Bernd führen

das Unternehmen fort, entwickeln es zu Größe und Ansehen in Europa und Übersee. Der nächsten Generation mit Ludwig Georg Braun und Dr. Joachim Schnell als Vorstandsvorsitzende bleibt es

vorbehalten, eine weltweit operierende Familien-AG mit rund 27000 Beschäftigten zu entwickeln. Hergestellt und vertrieben wird Krankenhausbedarf.

5 1 Melsungen war früher Tuchmacherstadt. Tuchmacher aus Flandern hatten das Handwerk nach Nordhessen gebracht. Aus handwerklicher Tuchfertigung entwickelte sich im ersten Drittel des vorigen [ahrhunderts die industrielle Produktion. Tuchfabrikanten kamen van Bad Hersfeld und Eschwege nach Melsungen. Mit der Tuchweberei einher gingen Zulieferbetriebe wie Wollspinnereien und Färbereien. Unser Bild zeigt die untere Schneidemühle, genannt bereits im 17. [ahrhundert, später Katzmühle, nach ihrem jüdischen Besitzer. In den siebziger [ahren des vorigen Jahrhunderts war dort eine Darnpfwäscherei untergebracht. 1932 zog

ein Freiwilliger Arbeitsdienst in die Gebäude ein, und von 1935 bis 1939 dienten sie der Reichsarbeitsdienst - Abteilung 7/220 als Unterkunft.

52 Ehemalige Tuchfabrik Rehn auf dem Eisfeld. In 1925 gab sie den Betrieb auf. Ihr Eigentümer August Gleim war bei einem ]agdunfall im Stadtwald, wo ihm ein Denkmal errichtet ist, ums Leben gekommen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen auch die beiden letzten MelsungerTuchfabriken, Salzmann & Camp. und M. Steinbach. Darüber hinaus noch die letzte Wollspinnerei August Hesse. Veränderte Marktbedingungen waren wohl in erster Linie die Ursache für die Stillegung der Betriebe.

53 Mitarbeiter einer Wollspinnerei um 1923.

S4 Zunftfahne der MelsungerTuchmacherzunft (WT.M.Z.) von 1820. Das kostbare Enblem, van Motten halb zerfressen, befindet sich im Heimatmuseum und kann leider nicht mehr restauriert werden. Das Museum besitzt außerdem noch die alten Fahnen der Schmiede-, Schlosserund Bäckerzunft.

SS Die Gegend um Melsungen ist eine geologisch interessante Mittelgebirgslandschaft. 45 Prozent seiner Fläche sind mit Mischwald bedeckt. Bodenschätze sind Braunkohle, Kies, Sand, Sandstein, Basalt, Gips und Kalk. Abbauwürdige Kohlevorkommen sind allerdings nicht mehr vorhanden. Das Bild zeigt einen Tagebaubetrieb mit gleichzeitigen Schrägstollen zum Untertagebau.

S6 DieArbeit in einem Steinbruch ist keine leichte Sache. Schon gar nicht mit unzulänglichen Werkzeugen und dem heute üblichen technischen Gerät.

57 Mittels Kleinlok und auf Schmalspur wird das Basaltgestein vom Steinbruch zur Verladestation des größeren Bruders Eisenbahn oder zum Brecherwerk gebracht.

58 Vor fünfzig [ahren, am 8. September 1947, in einer Zeit, wo außer Lebensmitteln auch alle Bedarfsgüter des täglichen Lebens Mangelware waren, eröffnete das CentralKaufhaus im Saal einer Gaststätte seine Plorten. Auf 240 qm Verkaufsfläche und 60 m Tresen wurde ein fast friedensmäßiges Angebot gemacht in Haushaltwaren, Textilien, Elektroartikeln, Öfen, Herden, Polstermöbeln - alles Kostbarkeiten. Die drei Firmeninhaber hatten die Ware auf mühevollen Einkaufsfahrten herangeschafft. Zur Eröffnung standen die Menschen schon sehr früh in Schlangen an. Allein 10 000

Einkochgläser mit Ringen fanden sich im Angebot. Aus den bescheidenen Anfängen von 1947 hat sich das Central-Kaufhaus, heute im Besitz

der Edeka Hessenring Melsungen, zu beachtlicher Größe entwickelt. Es führte in Melsungen auch als erstes eine Rolltreppe ein.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek