Memmelsdorf in alten Ansichten

Memmelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Müller
Gemeente
:   Memmelsdorf
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1814-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Memmelsdorf in alten Ansichten'

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27. Aus dem Radfahrerverein 'Windthorst' bildete sich 1924 der Gesangverein 'Liederkranz". Seit 1926 wandert man alljährlich zum Gügel. Dieses Bild von 1928 ist auf der nahen Giechburg aufgenommen. Der Gesangverein pflegt, neben dem Lied, noch heute das "Theaterspielen'. Die Aufführungen, oft in heimiseher Mundart vorgetragen, bereichern das kulturelle Leben des Ortes und locken jung und alt von der Flimmerkiste weg.

28. Mit ihren Ehrenjungfrauen nahmen die Burschen des Jungmännervereins St. Michael anläßlich des Bezirksturnfestes 1929 vor der Kaskade von Seehof Aufstellung. Die meisten der Mitglieder wohnten in den Ortsteilen Drosendorf, Meedensdorf, Weichendorf und Gundelsheim. In der ersten Reihe von rechts: Lehrer Behr und Biirgermeister Meinhardt, Drosendorf; Hans Fink und Biirgermeister Söllner, Meedensdorf; Bürgerrneister Hofmann, Weichendorf und ein Vereinsmitglied aus Gundelsheim.

29. Für die große Zahl von Ehrenjungfrauen - deutlicher Beweis für das Ansehen des Jungmännervereins - war eine eigene Gruppenaufnahme notwendig, weil sie zusammen mit allen Mitgliedern nicht auf einem Foto unterzubringen waren. Die Madehen sind heute 60 bis 70jährig. Rechts außen, der letzte Bürgermeister von Weichendorf, Georg Pfister. Das Foto, vor der Kaskade von Seehof, ist am 29. Juni 1929 aufgenommen.

30. Das Vereins1eben war in den zwanziger Jahren in Memmelsdorf besonders stark ausgeprägt. Alle Vereine wetteiferten darin, durch Theaterspielen Abwechslung in die langen Winterabende zu bringen. Der Jungfrauenverein kam 1928 bei der 'Mühle im heimlichen Grund' offenbar ohne Männer aus. Beratend fungierte - wie bei allen Vereinen - der als Theaterfachmann anerkannte Hans Fink, Poststraße 6.

31. Auf dieser Aufnahme von 1890 sehen wir den Hohensteinberg vom Höhnskeller aus, mit großen Hecken, die bis zur Hauptstraße führten und eine alte Föhre, die 1937 einer Siedlung weichen mußte. Der Berg war früher sehr steil, denn oberhalb des Höhnskellers ist ja noch der Steinbruch zu sehen. Ganz früher führte die Straße nach Meedensdorf übers 'Löchla' - Baugebiet Süd - denn dieser Weg hat auch heute noch die geringste Steigung. Die Marter vor Meedensdorf, mit der Jahreszahl 1653, bezeugt, daß hier drei Fuhrleute steckenblieben und nach Anrufung der Gottesmutter ihre Fahrt nach Bamberg fortsetzen konnten.

32. Aus der Barockzeit stammte das Haus Poststraße 6. Dort war das ehemalige Zentgefängnis untergebracht - unter dem Fenster ganz rechts. Das Haus wurde durch mehrfache Umbauten stark verändert - Fenster und Fensterläden sind verschwunden. Die Aufnahme aus dem Jahre 1909 zeigt Frauen in Arbeitskleidung, sie tragen Mutzen und Schürzen darüber. Die älteste Frau (dritte von links) ist die 1817 geborene und 1917 verstorbene Frau Rotter, Poststraße 6. Sie war damals 92 Jahre alt. Die anderen Frauen sind 59, 29 und 18 Jahre alt.

33. Das Haus der Metzgerei Müller, Poststraße 3, in einem Foto aus dem Jahre 1928. Um in den Laden zu gelangen, mußte man durch die Haustür, dem Hausflur entlang, und in dem hinteren - kühleren Teil des Hauses war der Laden. Rechts neben dem Haus die Viehstallung. Auf dem Bild Heinrich Müller mit Sohn und seiner Mutter, der 'Fraa Lies', seiner Schwester und seiner Ehefrau. Gab es um 1900 gleich acht Metzger in Memmelsdorf, so waren es 1928 noch fünf, die wegen der geringen Einwohnerzahl und deren mäßigen Einkommensverhältnissen ihre Ware meist in der Fleischbank in Bamberg umsetzten.

34. Die Firmeninschrift am Haus der heutigen Bäckerei Loch lautete 'Melber und Bäckerei von Josef Friedmann'. 'Melber' ist die alte Bezeichnung für Mehlhändler. Das Haus wurde 1934 abgerissen. Die Aufnahme von 1917 zeigt die beiden Töchter der Bäckersfrau Friedmann und ihre Schwiegermutter.

35. Die Erstkornmunion des ersten Sohnes 1891 war der Anlaß für dieses Familienfoto der Metzgerfamilie Konrad Müller. Der Kommunikant mit dem Zylinder fühlt sich auch offensichtlich als die Hauptperson. Deutlich erkennt man die genagelten Stiefel des jüngeren Bruders. Die Mutter (geboren 1846) trägt Rock und Kittel, darüber ein Halsband. Das Haar ist streng zurückgekämmt. Der Vater (geboren 1843) hat den festlichen Stehkragen angelegt, die Jacke bleibt offen - wohl um die goldene Uhrkette sehen zu lassen. Die Kleidung der Tochter ähnelt der ihrer Mutter.

36. Das Ehepaar Schick, Kleinbauern in Weichendorf, in einer Aufnahme von 1910. Johann Schick war 1845 geboren. Er zeigt sich im Sonntagsstaat mit Anzug und Weste. Seine Frau hat das Kopftuch zum 'Meigela' gebunden. Zu ihrem Festtagsgewand gehört die 'Mutze', ein Kittel mit Schürze darüber. Kittel, Rock und Schürze sowie das fest gebundene Kopftuch waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Kleidung der Bauersfrauen.

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