Memmelsdorf in alten Ansichten

Memmelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Müller
Gemeente
:   Memmelsdorf
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1814-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Memmelsdorf in alten Ansichten'

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47. In Memmelsdorf, Weichendorf und Drosendorf dreht sich kein Mühlrad mehr. Drosendorf besaß sogar zwei Mühlen, die eine davon sehen wir auf dem Bilde von 1925. Das Haus wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

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48. Schon 1327 wird eine Mühle in Memmelsdorf urkundlich erwähnt ('Pergamenturkunde der Äbtissin Kunegunt zu St. Theodor zu Babenberg für ihren Müller Conrad Goldener zu Memmelsdorf vom 22. Februar 1327'). Sie lag außerhalb der Dorfbefestigung und war über Jahrhunderte in Betrieb. 1911 brannte sie nieder - ebenso die danebenstehende Schneidsäge - und wurde höher und breiter wieder aufgebaut. Diese Gebäude wiederum mußten 1981 der geplanten Dreifachturnhalle weichen. Ein Stück Alt-Memmelsdorf ging damit verloren.

49. Diese Holzlege gehörte zu der im vorigen Bild gezeigten Mühle. Im Winter wurde im Staatsforst Holz 'gemacht'. Waldbesitzer gab es im alten Ort Memmelsdorf kaum, weil die Wälder der Umgebung fast ausnahmslos zum Schloß Seehof gehörten. In den Holzlegen wurde der Holzvorrat für den nächsten Winter getrocknet und aufbewahrt. Viele Minderbemittelte sägten 'Dürre' um, wurden gelegentlich auch beim Holzfrevel ertappt. Dann mußten sie beim Tütenkleben oder Fedemschleißen im Café 'Sandbad' (Bamberger Gefängnis in der Sandstraße) ihre Schuld sühnen. Den Platz der einstigen Holzlegen nehmen bei den meisten Neubauten unserer Zeit die Garagen ein.

50. Oben: Häuser dieser Art - Wohnungen von Arbeiterfamilien - waren einst typisch für Memmelsdorf. Viele Memmelsdorfer arbeiteten als Maurer, Zimmerleute oder Bauarbeiter in Bamberg, manche aber auch in Nürnberg, München und sogar in Berlin, Sie lebten oft wochenlang von ihren Familien getrennt, um die bessere Verdienstmöglichkeit in den Großstädten wahrnehmen zu können. Dieses Haus lag 1,50 Meter unter der Straßenoberfläche.

Unten: 'Zu Kämpfen' (der Kampfgeist) war offenbar schon vor Hitler große Mode, so die Fahne des 'Krieger- und Kampfgenossenverein Memmelsdorf 1884'. Die Rückseite 'mit Gott für König und Vaterland' (dieses Bild) erinnert an die Kriege 1813, 1849, 1866, 1870/71 und 1914/1918.

51. Im Jahre 1840 wurde die erste Saugspritze erfunden. 1850 bereits kaufte die Gemeinde Merurnelsdorf eine auf diesem Prinzip beruhende Löschrnaschine und baute ein Feuerwehrhaus in der Filzgasse. Beim Abbruch dieses Spritzehauses 1953 verschwand die alte Löschmaschine. Das zweite Gerät aus dem Jahre 1911 (unser Bild) war eine Handdruckspritze für Pferdegespann. Die heute in Memmelsdorf und seinen Ortsteilen tätigen Feuerwehren - trotz Eingerneindung gab es hier keine Zentralisierung sind modern ausgerüstet.

52. Viele Steinmartern, einst als Sühnezeichen für Verbrechen oder an UnfallsteIlen errichtet, mußten im Zuge der Flurbereinigung ihren ursprünglichen Standort wechseln. Heute hat man sie, zusamrnengefaßt an wenigen Orten, wieder aufgestellt. Diese 5-WundenMarter stand im Ortsteil Laubend.

53. Ehe der elektrische Strom die Motoren der landwirtschaftlichen Maschinen antrieb, gab es die Göpel. An einem großen Zahnrad wurde eine Deichsel befestigt sowie ein Waagscheit für das Zugtier. Die Kuh oder auch das Pferd lief nun im Kreis herum und setzte das Zahnrad in Bewegung. Nach entsprechender Übersetzung durch weitere Zahnräder wurde damit in der Scheune die Futterschneidmaschine zum Zerkleinern von Heu und Stroh betrieben. Kleinere Landwirte mußten mit der Hand ein großes Schwungrad drehen und so das Futter für's Vieh schneiden. Unser Foto von 1935 zeigt den letzten Göpel in Weichendorf.

54. Wenn nach Stürmen und Gewitterregen das Getreide am Boden lag, konnte man mit der Mähmaschine nicht viel ausrichten und das Getreide mußte - wie zu alten Zeiten - mit der Hand gemäht werden. Die Sense mit dem Sensenwurf schnitt die Halme und schob sie zur Seite. Mit der Sichel wurden die Halme zusammengerafft und auf ein Garbband gelegt. War die Garbe etwa 1/2 Meter hoch, so wurde sie gebunden und nachher zu·'Kornmännla' zusammengestellt. Das Bild aus Weichendorf vom Jahre 1933 zeigt das Mähen mit der Sense.

55. Das Kuhgespann war in Memmelsdorf und Umgebung das gebräuchliche Fahrzeug. Nur einige wohlhabendere Bauern besaßen Ochsen. Pferde hielten sich nur die Metzger und einige Brauereien. Auf diesem Foto aus Weichendorf sehen wir den üblichen Mistwagen, mit dem man auch Futter holte, zum Hacken fuhr oder im Herbst Kartoffeln und Rüben einfuhr. Aufnahme von 1935.

56. Mit vielen PS und einem Mann bearbeiten heute die Bauern ihre Grundstücke. Früher waren es ein PS und viele Leute, wie hier auf diesem Bild aus Memmelsdorf vom Jahre 1948. Der Leiterwagen - ein umgebauter Mistwagen wie auf dem vorhergehenden Bild - hatte vorn und hinten Streugitter. War die Fuhre aufgeladen, wurde der Heubaum obenauf gelegt, mit Seilen und Winden befestigt. So wurde Heu, Getreide oder Stroh befördert. Doch auf schönes Wetter sind auch die heutigen, modern ausgestatteten Bauern noch immer angewiesen.

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