Memmelsdorf in alten Ansichten

Memmelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Müller
Gemeente
:   Memmelsdorf
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1814-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Memmelsdorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

57. Brotzeit auf dem Feld. Die Aufnahme von 1940 zeigt das Ehepaar Martin Pfister aus Weichendorf bei der Getreidemahd, mit zwei Soldaten als Erntehelfem. Der kleine Sohn brachte das Essen im Korb, der Soldat links hält den 'Schlötterleskrug' (Steinkrug mit Bügelverschluß) in dem sich das Bier länger kühl hielt.

58. Bis 1960 (60 Jahre lang) schnitten bei uns die Bauern Heu und Getreide mit dieser Mähmaschine. Meist von zwei Kühen gezogen, fuhr sie langsam, Runde um Runde, um das Feld; ein zweiter Mann mußte beim Getreide ablegen, zwei Frauen legten das Getreide auf Garbbänder, die von Kindern vorher ausgelegt waren. Die Garben wurden gebunden, jeweils fünf zu einer Puppe zusammengestellt und - bei günstigem Wetter - nach zwei bis drei Tagen in die Scheune gefahren und bis zum Dreschen gelagert. Auf diesem Bild aus Drosendorf (um 1945) sind Pferde eingespannt - bei uns eine seltene Ausnahme.

59. Die schwerste Arbeit beim Dreschen leisteten die Sackträger. Von früh fünf Uhr bis spat abends schleppten sie Sack um Sack, anderthalb Zentner (75 Kilo) Getreide über zwei Stockwerke in den Getreideboden. Es stand ihnen deswegen aber auch mehr Bier als allen anderen zu. Die Aufnahme von 1953 entstand in Weichendorf.

60. Um den Kirchweihtag (15. August) begann die Dreschzeit mit der Aufstellung der Dreschmaschine auf der alten Straße Memmelsdorf-Seehof, Die vielen Kleinstbauern, die oft nicht einmal ein Tagwerk (0,33 Hektar) Grund besaßen, und durch Abgrasen der Raine ihre zwei bis drei Ziegen ernährten, fuhren das Getreide vom Feld zur Dreschmaschine und mit dem Handwagen zog man die Körner nach Hause. Nach ein bis zwei Wochen begann die Drescharbeit im Dorf. Die Maschine wurde von Haus zu Haus gefahren. Die wichtigsten Leute waren dabei der Maschinenführer und der Einleger. Die übrige Arbeit wurde durch Nachbarschaftshilfe bewältigt. Auf dem Foto eine zwar erschöpfte, aber fröhliche Runde nach getaner Arbeit in Memmelsdorf.

61. In der Zeit des Dritten Reiches entstand als einziger wesentlicher Neubau die neue Volksschule. Sie war durch die ansteigenden Kinderzahlen und die Einführung des 8. Schuljahres notwendig geworden. Die Schüler wurden in der nun vierklassigen Schule zu je zwei Jahrgängen unterrichtet. Unser Foto von der Einweihung am 2. Dezember 1934 zeigt Memmelsdorfer SA-Leute in ihren neuen Uniformen, dahinter in feierlichem Zivil - mit Zylinder - die Vertreter des Ortsteiles Meedensdorf.

62. Auf die Feier des Erntedankfestes legte man in der Nazizeit besonderen Wert. Die Aufnahme von 1935 zeigt einen Bändertanz der Mädchen vor der Brauerei 'Drei Kronen'. Die Menge wurde sicher mehr von der farbenprächtigen Darbietung als von der offiziellen Festrede begeistert.

63. Fast jedes Haus in Memmelsdorf stellte eine kleine Abordnung für den Erntedankfestzug (1935). Die in ländlicher Tracht kostümierten Kinder stellten sich mit ihren Eltern und Großeltern dem Fotografen.

64. Die Aufnahme von 1890 zeigt den 'langen Weg' mit jungen Bäumchen. Es ist die spätere Allee zwischen HWKW und dem Stocksee die in den sechziger Jahren beim Bau der 505 weichen mußte. In der Zeit des Rokoko war dieser Weg einer der drei Schneisen die durch den Hauptsmoorwald geschlagen waren und gab hier den Bliek frei von Seehof auf die Figurengruppe im Breitenau-Weiher.

65. Das Altarblatt der Schloßkapelle von Seehof, eine 'Anbetung der heiligen drei Könige' - hier in einem Foto von 1935 - wurde nach Amerika verkauft. Auch die sechs Rokoko-Spiegelleuchter, die Altarleuchter und das Altarkreuz sind verschwunden.

66. Den großen Schreibschrank (links im Bild) hatte Fürstbischof Friedrich Kar! von Schönborn für Schloß Seehof in Auftrag gegeben. Die letzte Schloßbesitzerin hat ihn nach Frankreich verkauft. Der Bayerische Staat konnte ihn zurückerwerben - er ist nun im Mainfränkischen Museum in Würzburg zu bewundern. Tische, Stühle und selbst der Kachelofen sind verschwunden, Leuchter und Bilder in alle Himmelsrichtungen verkauft.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek