Memmelsdorf in alten Ansichten

Memmelsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Müller
Gemeente
:   Memmelsdorf
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1814-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Memmelsdorf in alten Ansichten'

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67. Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die wertvollen Barockmöbel in Schloß Seehof noch in solcher Vollständigkeit erhalten. Stühle, Kanapee, Ofen und Lüster wurden von den letzten Besitzern 'versilbert' und fanden Käufer aus aller Herren Ländern.

68. Diese herrlichen Rokokomöbel, von Ferdinand Dietz entworfen und von heimisehen Meistern geschaffen, gehörten ursprünglich zur Ausstattung des Franckensteinschlößchens in Seehof. Über einen Münchner Antiquitätenhändler gelangten sie nach New Vork. Mr. Schäfer in New Vork richtete damit ein Wohnzimmer ein.

69. Dieses Rokokomöbel, das 'zu den bedeutendsten und kostbarsten Schöpfungen des deutschen Rokoko gehörte, ist eigens für Seehof geschaffen worden. Diese, nicht mehr in dieser Art und Qualität vorkommende einmalige Raumausstattung ist mit ihrem Verkauf in alle Welt zu einem schrecklichen und unwiederbringlichen Verlust der Heimat geworden' (Hch, Kreisel). Unser Bild: Die Seehofer Möbel als Wohnzimmer-Einrichtung von Mr. Schäfer in New York. In seinern Testament vermachte er alles dem Metropolitan Museum seiner Heimatstadt.

70. Ferdinand Dietz hatte für die Würzburger Residenz einen ähnlichen reich geschmückten Treppenaufgang geplant, der aber nicht zur Ausführung kam. In Seehof konnte er seine Pläne verwirklichen. Die einst so prächtige Kaskade ist heute ihres plastischen Schmuckes beraubt und baufällig. Unsere Aufnahme stammt aus dem Jahre 1953.

71. Bis 1960 wurde alljährlich zur Fronleichnarnsprozession in Drosendorf ein wahrscheinlich aus Seehof stammender Rokokoaltar aufgebaut. Er dürfte der Seinsheimzeit (1757-1779) zuzurechnen sein. Heute steht er im Bamberger Diözesan-Museum, allerdings nicht mehr mit diesem Aufbau,

72. Der Husarenmajor Freiherr Walther von Zandt, geboren 1823, verstorben 1913, erbte Schloß Seehof von seinem Onkel Friedrich von Zandt, der mit der reichen Engländerin Elizabeth Deyer verheiratet war. Beide hatten das Schloß 1840 vom Bayerischen Staat für 92 000 Gulden mit 568 Tagwerk Grundbesitz erworben. Walther von Zandt ließ nach dem Tod seiner britischen Tante viele Umbauten im Schloß durchführen. Georg Rudel erinnert sich noch: Der Freiherr war ein stattlicher hochgewachsener Mann. Jeden Tag fuhr er zu einem Ausflug mit der Kutsche durch Memmelsdorf, lenkte selbst die Pferde. Der Kutscher saß neben ihm, der Diener Heinrich hinten auf einem Extra-Sitz, immer in Livree. Aus respektvoller Entfernung 1890 fotografiert: Walther von Zandt mit einer Tochter und einem Sohn beim Spaziergang.

73. Auf der 'Terrasse' - so nannten die von Zandt's die Kaskade von Seehof - sehen wir Baron Walther von Zandt (rechts mit weißem Backenbart) mit dreien seiner vier Töchter - links vielleicht ein Sohn. Es waren wohl weniger ökumenische Bestrebungen, als vielmehr erbrechtliche Überlegungen dafür maßgebend, daß die Töchter der Familie evangelisch, die Söhne aber katholisch waren. (Foto aus dem Jahre 1890.)

74. Eigens aus Bamberg kam 1918 Erzbischof Dr. Jacobus von Hauck nach Seehof, um dem zweitältesten Sohn Max von Zandt die Erstkommunion und die Firmung zu spenden. Der junge Baron verstarb 1935 irn Alter von 26 Jahren.

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