Meppen in alten Ansichten Band 1

Meppen in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinrich Heeren und Dieter Stockmann
Gemeente
:   Meppen
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1852-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Meppen in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

EINLEITUNG

Die älteste Ansiedlung, die den Namen Meppen trug, befand sich nördlich der Hasemündung in die Ems, im späteren Überwasser. Am linken Haseufer gab es damals nur ein Bauerngut, den Haupthof Meppen. Als in der Nähe des Haupthofes eine Kirche gebaut wurde, gestattete der Besitzer auch anderen, sich auf seinem Grund und Boden gegen eine jährliche Abgabe anzusiedeln.

So entstand neben dem Dorf 'Olde Meppen' allmählich ein zweites Dorf Meppen. Trotz des ungünstigen Baugrundes gewann das neue Dorf Meppen wegen der Nähe der Kirche und seiner durch den Lauf der Flüsse Ems und Hase geschützten Lage bald den Vorrang. Im Jahre 1360 bewilligte der Bischof Adolf von Münster den Bewohnern Meppens die Befestigung der Stadt, die zu dieser Zeit in etwa die Form eines Rechteckes hatte. Den Hauptschutz bildeten ein 30 bis 40 Meter breiter Wassergraben und ein Erdwall, der auf seiner Krone einen Palisadenzaun trug. Die alte Stadt hatte vier Tore, die Ems-, Hase-, Markt- und Merschporte. An den Toren befanden sich Zugbrücken über dem Außengraben, die allabendlich aufgezogen wurden, so

daß während der Nacht niemand die Stadt verlassen oder betreten konnte. Die alten Befestigungswerke und damit das ursprüngliche Bild Meppens blieben im wesentlichen fast 300 Jahre unverändert.

Als aber die Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1622) von Graf Mansfeld eingenommen wurde, begann nach dem Abzug der feindlichen Truppen eine ausgedehnte Verstärkung der Festung. Nach Abschluß der Arbeiten im Jahre 1660 war das Stadtgebiet, das von den neuen Befestigungsanlagen eingeschlossen wurde, dreimal so groß wie die alte Stadt. Im Siebenjährigen Krieg erwiesen sich jedoch die Befestigungsanlagen als unzulänglich. Die Franzosen schossen 1761 den westlichen Stadtteil in Brand und machten die Stadt wehrlos, so daß die Regierung in Münster Meppen als Festung aufgab. Sie ließ die Schanzen niederlegen, Torhäuser und Pulvertürme auf Abbruch verkaufen, den Wall abtragen und die Außen- und Innengräben auffüllen. So entstanden innerhalb des Walles Gärten, die zum Teil heute noch vorhanden sind.

Bald darauf wuchs die Stadt weiter, und neue Straßen, wie Emsstraße und Lingener Straße, konnten

angelegt werden. Nun siedelte man sich auch im Stadtteil Überwasser an, und in den folgenden Jahren begann Meppens 'Goldene Zeit'. Begünstigt durch den Krieg zwischen Frankreich und England, konnten Handel und Gewerbe aufblühen. Die Bearbeitung und der Versand von Zichorie (Kaffee-Ersatz) auf gewerblicher Grundlage, der Bau von Seifensiedereien und die Gründung des Handelshauses der Familie Frye prägten dieser Zeit ihr Gesicht.

Im Jahre 1803 wurde das Amt Meppen als erbliche und weltliche Besitzung mit voller Landeshoheit dem Herzog von Arenberg als Ersatz für den Verlust linksrheinischer Besitzungen zugeteilt. Nach der Besetzung durch französische Truppen in den Jahren 1810-1813 wurde 1814 das Emsland - somit auch Meppen dem Königreich Hannover eingegliedert.

Eine erste große Wende trat für die Stadt ein, als 1856 die Eisenbahnstrecke Rheine-Emden dem Verkehr übergeben wurde und damit der Anschluß an das deutsche Eisenbahnnetz erfolgte, Ebenso bedeutsam war der Bau des Dortmund-Ems-Kanals in den Jahren 1892-1900. Durch die jetzt recht günstige Verkehrs-

lage wurde die Entwicklung der Stadt beschleunigt, und das stille Agrarstädtchen wurde nach und nach zu einem Verwaltungs-, Verkehrs- und Wirtschaftsschwerpunkt im Zentrum des Emslandes. Trotzdem blieb Meppen ein geruhsames Landstädtchen, in dem für den überwiegenden Teil der Bevölkerung die Landund Torfwirtschaft noch die wesentliche Erwerbsgrundlage bildete.

Ein weiterer entscheidender Wandel trat ein, als die Emslanderschließung nach einem einheitlichen Plan großzügig in Angriff genommen wurde, als die Erdölförderung einsetzte und sich dadurch neue Industriebetriebe - am Rande der Stadt - ansiedelten, so daß dem Stadtkern seine kleinstädtische Atmosphäre belassen wurde. Handel, Gewerbe und Verwaltungen bestimmen noch immer am stärksten den Charakter der Stadt. Aber manche geschlossene Häuserzeile, manches markante Bauwerk, die den früheren Bewohnern für das Stadtbild typisch erschienen, sind leider verschwunden.

Dieses verlorengegangene 'Möppske Miljö' versucht dieser Bildband zu dokumentieren.

1. Das Meppener Rathaus in seiner Form seit 1809. Keller und Untergeschoß stammen aus dem Jahr 1408. Ende des 16. Jahrhunderts beschloß der Rat der Stadt eine Vergrößerung des Hauses. Mit dem Bau wurde 1601 begonnen. Für die Errichtung einer neuen Ratskammer wurde das Rathaus erhöht, und die Bogenstellungen der Vorhalle wurden geändert. Der Turm wurde im Jahre 1611 zur Aufnahme der bis dahin freistehenden Wendeltreppe erbaut.

2. Im Laufe der Jahre wurde das Rathaus so baufällig, daß der obere Teil des Turmes 1885 abgebrochen werden mußte. Die Pläne zur Wiederherstellung gelangten erst im Jahre 1909 zur Ausführung. 1910 konnte das Gebäude dem Magistrat in seiner verjüngten, bis heute erhaltenen Form übergeben werden. Das jetzige Stadthaus hinter dem Rathaus (rechts im Bild) entstand 1816 als Haus des Arztes N. Vagedes.

3. Der schönste Schmuck des Rathauses ist der im Renaissancestil gehaltene Erker an der Westseite. Im Giebelfeld des Erkers befindet sich ein Bildnis des heiligen Paulus, des Patrons des Bistums Münster. Unter den Fenstern ist der Spruch Es blühe das erweiterte Haus den Bürgern, es bleibe verschont von Sorgen der neue Rathaussaal. Es gedeihe der Friede des Rechtes, die Liebe zur Religion. Die vor dem Erker stehende Wasserpumpe gehörte um die Jahrhundertwende zum typischen Bild der Stadt.

.)rteppen. I(athaus neos Cellans/cm vom j'ffar7{t.

4. Die Ostseite des Rathauses um 1920 von der Gymnasialkirche aus gesehen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Hauses des Kaufmannes Alexander (vorn links) befindet sich heute das Wohnhaus der Familie B. Jakobs. In dem früheren Haus des Ackermannes F. Keller (zweites von links) ist heute die Gastwirtschaft Menke untergebracht, daneben befindet sich heute der Parkplatz der Stadtverwaltung,

5. Der Marktplatz mit dern alten Marktbrunnen. Das Haus mit dem Walmdach links gehörte dem Amtsvogt Bernhard Schäpenberg (heute wohnt dort der Zahnarzt DL Kamp), rechts daneben haben wir heute die Wein- und Spirituosenhandlung Menne. Auf den Grundstücken des früheren Kaufmannes B. Högemann (rechts irn Bild) und des Branntweinbrenners H. Fischer (daneben) befindet sich heute das Textilgeschäft Gebr. Leffers, Im dritten Haus von rechts befindet sich die Alte Stadtapotheke, eines der wenigen Häuser, die in ihrer ursprünglichen Bauweise erhalten geblieben sind.

6. Die Westseite des Marktplatzes, links die Haushaltswarenhandlung Augustin - heute Firma Thormann. In dem Haus daneben befindet sich seit 1886 das Textilgeschäft Löning. Die Buchhandlung Heinrich Meyer (rechts daneben) besteht seit dem 1. August 1865. Auf dem Grundstück steht heute das Einkaufszentrum Jute. Zum Kriegsende 1945 wurden diese Häuser völlig zerstört und in den Jahren 1947/48 neu aufgebaut.

7. Lieferwagen der Firma Heydt aus Haselünne am Meppener Markt. Die Gaststätte Johann Muke (im Bild links) gehört zu den ältesten Gaststätten Meppens und wird seit dem Jahre 1931 von der Familie Schmidt betrieben. In dem Haus des Kaufmannes Joseph Augustin (im Bild rechts) befindet sich seit 1935 das Schuhhaus Harmeling, gegründet 1891.

8. Nordseite des Marktplatzes vor dem großen Flächenbrand im Jahre 1897, bei dem die gesamte Nordseite des Marktplatzes und ein Teil der Obergerichtsstraße Opfer der Flammen wurden. In dem Eckhaus Marktplatz/Obergerichtsstraße befand sich bis zum Jahre 1937 das Schuhhaus Altmeppen. Nach der Umsiedlung in das Nachbarhaus links davon wurde das Eckhaus von dem Fahrradgeschäft Sommer übernommen. Die Arenbergsche Rentei im Hintergrund entstand 1805 als Wohnhaus des Kaufmannes Ferdinand Frye. 1835 wurde das Haus von der Herzoglich Arenbergsehen Verwaltung angekauft und als Amtshaus und Wohnung des Rentmeisters eingerichtet.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2018 Uitgeverij Europese Bibliotheek