Meppen in alten Ansichten Band 3

Meppen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Heeren
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6740-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Meppen in alten Ansichten Band 3'

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39. Festzug zum 5 OO-jährigen Bestehen des "Hölting Bürgerschützenvereins" im [ahre 1910. Im historischen Festzug, an dem sich Abordnungen vieler Schützenvereine beteiligten, wurden 5 verschiedene Ereignisse aus der Meppener Geschichte dargestellt. Eröffnet wurde dieserTeil des Festzuges mit einer Gruppe, die ein Schützencorps aus dem [ahr 1523 darstellte. Es folgte ein Wagen, auf dem eine Höltingfeier im Rathaus gezeigt wurde. Die nächste Gruppe zeigte den Einmarsch französischerTruppen in der Nacht zum 29.9.1761 in Meppen (Foto). Neben dem französischen Marschall Prinz Condé ging ein Bauer aus Teglingen, der dem Feldherrn den Weg zeigen musste. Zur nächsten Gruppe gehörte das Schiff im Hintergrund, ein Emsschiff, umgeben von Meppener Kaufleuten. Den Abschluss bildete ein emsländischer Hochzeitswagen.

40. Meppen liegt direkt an dem frühgeschichtlichen Fernhandelsweg "Friesenstraße". Die Route dieses Handelsweges führte von Münster über Dalum und Rühle bis zur Emsfähre bei Meppen. Von hier aus ging es weiter über Lathen nach Ostfriesland. 1385 ließ der BischofHeydenreich de Wulf eine Emsbrücke erbauen, die in der Folgezeit immer wieder durch Hochwasser und Eisgang zerstört wurde. Die Ansichtskarte aus dem [ahr 1915 zeigt die vom Zimmermeister Heinrich Otten 1854 erbaute Holzbrücke, die bereits 1926 durch einen Neubau von der Firma Bernhard Otten ersetzt wurde. Während der Bauzeit (1925/26) wurde der Verkehr durch einen Fährbetrieb aufrecht erhalten.

41. Alte Treidel-Pünte an der Hasemündung in Meppen. Das typische Emsschiff bis zur Einführung der Dampfschiffahrt war die Harener Pünte, ein Holzschiff mit sehr geringem Tiefgang und einer Länge zwischen 17 und 26 Metern. Der Kahn hatte ein flaches, trapezförmig auslaufendes Vorder- und Achterschiff, so dass fast an allen Ufern angelegt und be- und entladen werden konnte. Die Transportfähigkeit lag bei 40 bis 180 Tonnen. Der umlegbare pfahlmast trug ein Gaffelsegel und ein bis zwei Focksegel. Bei ungünstigen Strom- und Windverhältnissen, wenn ein Segeln nicht möglich war, wurde das Schiff von Land aus mit Hilfe von pferden oder mit menschlicher Muskelkraft getreidelt (gezogen).

42. Die Meppener Hase-Klappbrücke um 1890. Die Hasebrücke wurde erstmals 1399 in einer Urkunde erwähnt, hat aber wahrscheinlich schon vorher an dieser Stelle gestanden. Die hölzerne Jochbrücke mit einer beweglichen Klappe wurde von den Meppener Baumeistern Kessener, Schagemann und Webering erbaut und im [ahre 1894 abgebrochen. Im Hintergrund Pack- und Lagerhäuser (am heutigen Püntkers Patt), die ab 1793 an den Ankerplätzen an Ems und Hase errichtet wurden. Sie dienten der Lagerung von auf dem Wasserweg angekommenen Waren, bevor Sie auf dem Landweg weiter befördert werden konnten.

~eppen

Hasebrücke

43. Die hölzerne Hase-Klappbrücke entsprach beim Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals nicht mehr den Anforderungen und wurde in den [ahren 1894 bis 1896 durch eine Drehbrücke mit zwei Durchfahrten von je 13 Metern beidseits des Mittelpfeilers ersetzt. Die Brücke war 35 Meter lang und 6,90 Meter breit und konnte in 1112 Minuten geöffnet werden. Die von der Meppener Eisenhütte hergestellte Brücke wurde im Februar 1896 für den Verkehr freigegeben. Die im Hintergrund zu sehende hochgelegene Fußgängerbrücke wurde im [ahr 1905 gebaut.

44.1930 wurde ein Neubau der Hasebrücke erforderlich. Man entschied sich für eine Hubbrücke, die mit Gewichten und Elektromotoren 2,7 5 Meter über die Konstruktionskante angehoben werden konnte. Bei einer Brückenlänge von 38 Metern und einer Breite von 10,60 Metern betrug die Durchfahrtsbreite 34 Meter. Während der achtmonatigen Bauzeit wurde der Verkehr über eine hölzerne Notbrücke 20 Meter unterhalb der Baustelle geleitet. 1955 wurde eine separate Fußgängerbrücke errichtet, um Fußgängern und Radfahrern längere Wartezeiten zu ersparen.

45. In den [ahren 1827 bis 1835 baute das Königreich Hannover den Hanekenkanal für Schiffe bis zu 85 Tonnen Tragfähigkeit. Dieser Kanal mit einer Länge von 38 Kilometern hatte zwischen Hanekenfähr und Meppen drei einfache Schleusen und in Meppen die heute noch intakte Koppelschleuse (mit zwei hintereinander liegenden Schleusenkammern) für den Abstieg zur Ems. Mit den Schleusen wurde ein Gefälle von circa 1 1 Metern überwunden. Im Hintergrund links ist ein Bootsschuppen des 1922 gegründeten Wassersportvereins Meppen zu sehen.

46. Baustelle des Dortmund-Ems-Kanals bei Meppen mit der Eisenhütte im Hintergrund. Um das Ruhrgebiet durch eine Wasserstraße mit der Nordsee zu verbinden, wurde 1891 mit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals begonnen. Zwischen Hanekenfähr und Meppen wurde für den neuen Wasserweg, etwa bis zur heutigen Teglinger Schleuse, der alte Hanekenkanal genutzt. Von dort verlief die Trasse in gerader Richtung nach Norden bis zur Hasemündung. Am 16. August 1899 wurde der Kanal in Anwesenheit des deutschen Kaisers Wilhelm II eingeweiht und in den [ahren 1952 bis 1956 für l.OOO-Tonnen-Schiffe ausgebaut. Hierbei wurden die Schleusen Meppen und Teglingen zu einer Schleusenstufe zusammengefasst. Die Meppener Schleuse wurde abgebrochen.

47. Beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals wurden zur Überwindung des Gefälles die Meppener und die Teglinger Schleuse gebaut. Die Meppener Schleuse befand sich in Höhe des Wasser- und Schiffahrtsamtes in der Nähe der in den fünfziger [ahren erbauten Helter Brücke. Die Schleuse hatte - wie auch die Teglinger - eine Länge von 165 Metern und eine Breite von 10Metern. Das Gefälle betrug 3,30 Meter. Ein Unglück im [ahre 1904 und der steigende Schiffsverkehr führten zum Bau einer zweiten Schleusenkammer neben der bisherigen, die im November 1908 in Betrieb genommen werden konnte.

48. Die Teglinger Schleuse wurde südlich des alten Haneken-Ems-Kanals erbaut. Die Schleppzugschleuse hatte die Ausmaße wie die Meppener Schleuse, nur das Gefälle war größer und betrug 4,20 Meter. Beim Ausbau des Kanals in den fünfziger [ahren wurde eine neue Schleusengruppe gebaut. Diese besteht aus zwei Schleusenkammern mit Stahlspundwänden von 16S bzw. 10S Metern Länge und einer Breite von 12 Metern. Das äußere Bild der neuen Schleusenanlage wird durch die Türme geprägt, die zur Bedienung der Hubtore erforderlich sind.

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