Meppen in alten Ansichten Band 3

Meppen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Heeren
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6740-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Meppen in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Meppen. Staatlidier Bauhof

49. Beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals wurde das letzte Stück der Hase begradigt, so dass sie sich ab der Höltingmühle mit dem neuen Kanal vereinigte. So entstand ein Altarm, an dem die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung 1897 einen Bauhof errichtete. Die Kosten für den Bau betrugen 104.000 Reichsmark. Der Bauhof hatte die Aufgabe, den Betrieb aller Anlagen am Dortmund-Ems-Kanal und am Küstenkanal wie Schleusen, Brücken, Wehre und andere Bauten instandzuhalten. Dazu kam die Wartung der eigenen Fahrzeuge - Schlepper, Prähme, Bagger, Kähne usw. Im Durchschnitt waren auf dem Bauhof 150 Personen beschäftigt.

SO. Da ein neuer Hafen dringend erforderlich war, wurde beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals ein Emshafen mit Bahnanschluss, Krananlage und Lagerschuppen angelegt. Seit 1924 wurde der Hafenumschlag von der Meppener Umschlags-, Schifffahrts- und Handelsgesellschaft durchgeführt. Beim Kanalausbau 1955 wurde auch der Hafen ausgebaut, so dass 1.000-TonnenSchiffe gelöscht werden konnten. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal war anfangs die Schlepperschifffahrt vorherrschend, später nahm die Zahl der Schiffe mit eigenem Antrieb ständig zu.

51. Bootstaufe am Bootshaus an der Hasemündung in den Kanal. Der 1922 gegründete Wassersportverein Meppen errichtete anfangs an der Koppelschleuse einen Bootsschupen, in dem die ersten Ruderboote "Iirns" und "Hase" untergebracht wurden. 1927 erfolgte der Umzug in das vom Hotel Germania erbaute Bootshaus an der Hasebrücke. Im Iahr 1938 wurde auf einem 1.940 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber der Schülerwiese an Hase und Kanal für 20.000 Reichsmark ein eigenes Bootshaus errichtet. Den feierlichen Akt der Bootstaufe verfolgt vom Balkon aus die Familie des Kastellans (Hauswart) Meinhard Antons. M. Antons war von 1954 bis 1979 Mieter der im Obergeschoss gelegenen Wohnung und führte während dieser Zeit den Restaurationsbetrieb.

52. Aufbau der Hölting-Mühle auf der Landzunge zwischen Hasemündung und dem DortmundEms-Kanal in den [ahren 1959/60. Bis zum [ahre 1898 hatte am rechten Haseufer direkt an der Einmündung zur Ems eine alte Windmühle gestanden. Zur Erinnerung daran erwarb der Meppener Hölting-Bürgerschützenverein von einem Müller aus Bockhorn in Ostfriesland eine Holländerwindmühle etwa aus dem [ahr 1639. Diese wurde dann am Nachtigallenwäldchen in Meppen wiederaufgebaut. Die Höltingmühle, die inzwischen zu einem Wahrzeichen der Stadt Meppen geworden ist, ging 1984 in den Besitz des "Heimatvereins für die Stadt Meppen" über.

53. Aufmarsch des Reichsarbeitsdienstes (RAD) in Meppen. Der RAD hatte seine Wurzeln im "Freiwilligen Arbeitsdienst", der 1931 durch die Regierung Brüning gesetzlich geregelt wurde. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten galt der RAD als Gliederung der NSDAP. Am 26. Juni 1935 führte das NS-Regime eine Arbeitspflicht für männliche Jugendliche ein, die bei Kriegsbeginn am 4. September 1939 auch auf alle weiblichen Jugendlichen ausgedehnt wurde. Im Oktober 1933 wurde in Meppen auf dem Gelände gegenüber der Gastwirtschaft Kamp am Schullendamm ein großes RAD-Lager eingerichtet.

54. Marschkolonne kriegsgefangener Soldaten in Richtung Hasebrücke an der Einmündung der Straße" Am Haseufer" um 1 940. Ende September 1939 wurde in Neuversen das Stammlager für kriegsgefangene Unteroffiziere und Mannschaften VI B (Stalag VI B) mit Zweiglagern in Fullen, überlangen und Wesuwe eingerichtet. In der Anfangszeit waren fast nur polnische Kriegsgefangene untergebracht. Im Mai und Juni 1940 kam eine große Zahl belgischer, französischer und britischer Kriegsgefangener hinzu. Kurz vor Kriegsende im April 1945 wurden die Lager befreit.

SS. Reit- und Fahrverein Meppen. Im [ahr 1923 beschlossen einige Männer aus Meppen und Umgebung, einen Reitsportverein zu gründen. Sprecher der Gruppe wurde der Gastwirt Hermann Kamp aus Groß Fullen. 1924 wurde der Reitverein Fullen gegründet. Einmal in der Woche traf man sich zum Reiten in Fullen, ab 1926 in Meppen bei Kamp. Hier wurde zwischen der Vers ener Straße und dem Schießstand ein Reitplatz eingerichtet. Ab 1927 trug man den Namen "Reiterverein Meppen". Vorsitzender wurde der Oberlandwirtschaftsrat Gilbers, den 1930 der Tierzuchtinspektor August Prieshoff ablöste. Im Iahr 1948 erfolgte eine Neugründung unter dem Namen "Reit-und Fahrverein Meppen". Vorsitzender wurde Alfons Kamp. Das Foto zeigt auf dem Schimmel August Prieshoff, daneben den Reitlehrer Dietrich und dahinter den Gastwirt Hermann Kamp, Groß Fullen.

56. Bis zum [ahr 1818 befanden sich die Dienstgebäude der Postspedition Meppen im Hause Theodor Book am Markt 4. Am 2.6.1863 wurde die Postspedition in ein Gebäude an der Herzogstraße (Eckgrundstück Bahnhofstraße) verlegt, welches der Postspediteur und spätere Postmeister Reinecke auf Veranlassung der Postverwaltung in Hannover hatte bauen lassen. In einer Beschreibung dieses Gebäudes heißt es: "Dasselbe ist einstöckig und massiverbaut, hat eine Front von 64 Fuß Länge und ist 35 Fuß breit. Es enthält 4 Dienstlocale, eine Passagierstube und einen Kohlen- undWagenschuppen".Am 1.5.1896 fand der nächste Umzug in ein neu errichtetes Postdienstgebäude an der Herzog-Arenberg-Straße statt.

57. Die Seitenansicht der Villa des jüdischen Kaufmanns und Synagogenvorstehers Isaac Visser (1857 -1932) an der Bahnhofstraße 29, von den Bahngleisen her gesehen. Im Hintergrund rechts der Turm der evangelischen Kirche. Isaac Visser starb 1932 und seine Ehefrau Rosalchen, geb. Alexander, 1938. Ihre Tochter Amalie wurde mit ihrem Ehemann deportiert und im Konzentrationslager Stutthof (bei Danzig) umgebracht. Der Sohn Kurt konnte 1938 über die Niederlande und England nach Palästina fliehen. Das Grundstück wurde im Mai 1938 zum Kaufpreis von 42.000 Reichsmark von der Reichspost angekauft. In den [ahren 1955/56 wurde hier ein Postdienstgebäude errichtet. Der Weg zwischen den Bahngleisen und dem Postamt heißt heute "Isaac- Visser- Weg".

58. Das in den [ahren 1955/56 in der Bahnhofstraße errichtete und am 25.9.1956 eingeweihte Postgebäude. Die Baukosten für das zweigeschossige Haus betrugen 438.000 DM. 1967 wurde das dem Postamt benachbarte Schulgrundstück (alte evangelische Schule) zur Erweiterung der Postdiensträume übernommen. Wegen Platzmangels zogen 1975 die Verwaltungsdienststellen des Postamtes wieder in das frühere Postgebäude an der Herzog-Arenberg-Straße 7 um, das 1967 von der Stadt Meppen erworben war. 1983 konnten die Grundstücke Morick und Otten in der HerzogArenberg-Straße gekauft werden, die an das posteigene Grundstück angrenzten und für einen Neubau des Postgebäudes erforderlich waren. In den [ahren 1985 bis 1988 wurde auf dem Grundstück in zwei Bauabschnitten ein neues Postgebäude errichtet und am 10.6.1988 eingeweiht.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek