Meppen in alten Ansichten Band 3

Meppen in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Heinrich Heeren
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6740-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Meppen in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Die rechte Seite des noch besandeten Fuller Kirchweges um 1940. Schon 854 gehörten die Bauernschaften Klein- und Großfullen zum Kirchspiel Meppen. Jahrhundertelang gingen die Bewohner zu Fuß nach Meppen zur Kirche. Der Fuller Kirchweg führte von Groß Fullen am Esterhof vorbei durch das heutige Esterfeld an die Ems. Eine Fähre (ab 1385 eine Brücke) ermöglichte den Kirchgängern die Emsüberquerung. Von hier aus ging es durch die Marsch und den Nagelshof zur Propsteikirche. Ein Teil dieses alten Kirchweges zwischen Neelandstraße und Stadtheidestraße erhielt den Straßennamen "Fuller Kirchweg".

70. Blick von der Fullener Straße in den Heckenweg um 1939. Im [ahr 1936 entstand nördlich der Fullener Straße nach den Plänen des Hamburger Architekten Fritz Höger, der zuvor einen Wettbewerb zum Bau des Kreishauses in Meppen gewonnen und ausgeführt hatte, eine Kleinsiedlung für Kriegsversehrte. Die Siedlung entstand auf Grundstücken, die von der Stadt Meppen bereitgestellt und erschlossen wurden. Die örtliche Bauleitung übernahm der Meppener Architekt Heinrich Heilenkötter. Die Siedlung wurde im Norden durch die Torfbahn begrenzt, an deren Stelle heute die Straße" An der Torfbahn" verläuft. Die östliche Begrenzung erfolgte durch die "Bürgermeister-Frye-Straße". Der Heckenweg erschloss als Stichstraße das Innere der Siedlung. Die ersten Bewohner waren rechts Frerker, dahinter Bisdoorf und Sibum, links [anknecht, Probant und Herbers. Das abschließende Haus in der Straßenmitte bewohnte die Familie Precht.

71. Die Esterfelder Notkirche Weihnachten 1948. In den letzten Kriegstagen waren die Ems- und Hasebrücke gesprengt worden, so dass die einzelnen Stadtteile getrennt wurden und die Propsteikirche nicht erreichbar war. Daher wurde am IS. April 1945 im Schießstand bei Kamp der erste Gottesdienst in Esterfeld gefeiert. Da der Raum viel zu klein war, wurde bald der kleine Saal in der Gaststätte Kamp genutzt. Der Zimmermeister Fritz Plöger baute bei Fürstenau eine große Turnhalle in einem Arbeitsdienstlager ab, die von Meppener Firmen nach Esterfeld gebracht wurde. Nach Feierabend wurde die Baracke von vielen Helfern wieder aufgebaut, so dass am 18. August 1946 Propst Karl Meier die Notkirche einweihen konnte. Sie wurde der Friedenskönigin geweiht und erhielt den Namen "Sankt Maria zum Frieden".

72. Spielszene aus dem Schauspiel "Andreas Hofer" auf der Meppener Freilichtbühne im [ahr 1952. Der Stadtdirektor Doktor Kraneburg lud 1946 zu einerVersammlung in das Café Lerch ein. Es ging um die Errichtung und Unterhaltung einer Freilichtbühne in Meppen. Unter Leitung des Studiendirektors Doktor Knapstein wurde 1950 der "Verein Emsländische Freilichtspiele e.v." gegründet. Bereits am 23. Februar 1951 konnte am alten Kleinkaliberschießstand im Esterfelder Forst in der Nähe der Gastwirtschaft WinkeIer der erste Spatenstich erfolgen. Nach unglaublich kurzer Zeit konnte die Bühne am 14. Mai 1951 mit dem Ritterspiel "Das Käthchen von Heilbronn" von Heinrich Kleist eröffnet werden.

73. Wagen der Heseper- Torfbahn am Kabelkran in Meppen. Am 2. Juni 1913 gründete Georg Klasmann die Heseper Torfwerk GmbH, die im Heseper Moor mit der Ballenproduktion von Torfstreu begann. DieTorfballen wurden mit derWerkbahn über eine Strecke von 6,5 Kilometern zum Süd-Nord-Kanal befördert und dort in Schiffe verladen. Nach zweieinhalb Tagen (53 Kilometer) erreichten die Torfballen über Rütenbrock und Haren den Emshafen in Meppen und wurden hier auf die Bahn umgeschlagen. In den [ahren 1921/22 wurde eine Werkbahn, mit der auch Personen- und Gütertransport möglich war, zwischen dem Torfwerk und Meppen erbaut. Hier wurden die Wagen mit einem Kabelkran zum Bahnanschluss über die Ems befördert. In den 50er [ahren kam der Personen- und Gütertransport mit der "HeseperTorfbahn" durch den Ausbau des öffentlichen Busverkehrs zum Erliegen.

Torf-Kraftwerk Hakengraben b. Meppen

74. Torf-Kraftwerk Rühle/Hakengraben im Iahre 1928. Aus der Idee, den in Hesepe gewonnenen Schwarztorf gleich an Ort und Stelle zur Erzeugung von elektrischer Energie zu verwenden, entstand in den [ahren 1924 bis 1926 das Torfkraftwerk Hakengraben, welches bis 1943 von der Heseper Torfwerk GmbH selbst betrieben wurde. Damals wurden mit zwei Turbinen je 3.300 Kilowatt Strom erzeugt. Nach der Übernahme des Kraftwerkes durch die RWE wurde durch den Einbau einer dritten und vierten Turbine die Leistung auf insgesamt 32.000 Kilowatt erhöht. Der Brenntorfbedarf betrug etwa 1 1 5.000 Tonnen pro [ahr.

75. Die Kirche in Bakeloh auf einem Foto aus dem [ahre 191 O. Die Bokeloher Kirche wurde zwischen 919 und 948 von Bischof Dada I eingeweiht. Von diesem Bauwerk ist der mittlere Teil des Kirchenschiffes mit seinen 1,40 Meter starken Wänden erhalten geblieben. 1462 erfolgte der Anbau des Chores und der Sakristei. Der 1512 erbaute Turm wurde 1673 von einem Blitz zerstört und 1682 von einem Sturm endgültig vernichtet. Ein daraufhin erfolgter Neubau stürzte 1811 ein. DerTurm wurde in der heutigen Höhe wieder aufgebaut. Rechts neben der Kirche steht das im [ahr 1863 errichtete einklassige Schulgebäude. Der Dechant Bernhard Pennemann (Pfarrer in Bakeloh von 1888 bis 1918) leistete auch für die wirtschaftliche Entwicklung Bakelohs Großes. Sein größter Erfolg war der Bau der Hasebrücke 1907 (Pennemann-Brücke), die die alte Fähre ersetzte (im Bild rechts). Auch die Einrichtung einer Postagentur in dem Gasthof Giese (links im Bild) ging auf seine Bemühungen zurück.

76. Das Gasthaus Röckers in Helte. Der Landwirt Wilhelm Vehn erwarb 1870 am Helter Damm Heideland und errichtete darauf ein Fachwerkhaus mit Strohdach. Er war nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch noch als Zimmermann tätig und wurde daher "Timmer Will'm" genannt. 1 872 erwarb er die Konzession für einen Gasthof. Eine kleine Nische in der Küche diente als Schankraum. Nach der Heirat der ältesten Tochter Helena mit Wilhelm Röckers (1901) übernahmen die beiden Hofstelle und Gastwirtschaft und richteten 1923 zwei Gasträume für 30 bis 40 Gäste und 3 Fremdenzimmer ein. Der Sohn Karl heiratete 1948 und übernahm Hof und Gastwirtschaft. Da die Gastwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewann, wurde 1968 ein Saal angebaut. 1973 übernahm der Sohn Wilhelm mit seiner Frau Marlies den Betrieb. Das nun in der dritten Generation geführte Haus gehört heute zu den schönsten und beliebtesten Ausflugszielen in der Meppener Umgebung.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek