Merzig in alten Ansichten Band 1

Merzig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Diwersy
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2407-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 1'

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9. Der Friedensplatz (später auch Dienstagsmarkt, heute Kirchplatz) mit der Bebauung der Westseite. Über die Rückfront der Häuser sieht man Dach und Türmchen des Hauses der Gebrüder Gottdang (heute Renzel) ragen. Wenn auch die zahlreichen auf dem Platz stehenden Merziger bei den noch langen Belichtungszeiten teils unscharf geraten sind, vermittelt das Bild doch etwas von dem geruhsamen Leben um die Iahrhundertwende. Der Fotograf weckte solche Neugier, daß die Passanten stehenblieben und die Bewohner vor ihre Häuser traten, um auf das Foto zu kommen.

10. Dieses Foto aus der Zeit um 1905 zeigt die spätromanische Peterskirche in Nordansicht. Im Vordergrund der Kirchplatz, der damals Friedensplatz hieß und der alte Friedhof der Waldpurgiskirche war, die früher einmal hier gestanden hatte. Am unteren Teil des Kirchturms (zwischen den beiden Baumstämmen in der Mitte des Bildes) erkennt man die Kreuzigungsgruppe, die bis in die dreißiger Jahre dort angebracht war. Am rechten Bildrand die westseitige Bebauung des Friedensplatzes.

11. Prämonstratensermönche aus der Abtei Wadgassen erbauten im 12. Jahrhundert St. Peter als Klosterkirche neben der älteren Waldpurgiskirche. Das Foto aus dem Jahre 1898 vermittelt einen Eindruck von der architektonisch gut gegliederten und mit Bauschmuck reich verzierten Ostansicht des spätromanischen Bauwerks. Bei der Renovierung in den sechziger Jahren mußte der angegriffene Sandstein mit einem Putzanstrich versehen werden. Dadurch wirkt die mit der Zeit etwas düster gewordene Fassade heute wieder heller und die architektonische Gestaltung kommt besser zum Ausdruck.

Kathol. Kirche.

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MERZIG. - Kath. Pfarrkirche, Haupteineang,

12. Bis zur Renovierung 1961/1966 war der Haupteingang der Kirche St. Peter an der Westseite des Turmes. Den Tympanon des Hauptportales zierte ein Relief des Lammes mit der Siegesfahne. Anläßlich der Renovierung wurde dieses Tor zugemauert; stattdessen wurde das sogenannte 'historische Tor' (an der Nordseite), bis damals apsisartig vermauert, wieder geöffnet.

13. Früher war St. Peter prächtig ausgemalt. Die Bilder des Chores, von dem Merziger Maler Heinrich Klein 1890 nach Vorlagen Eduard von Steinles geschaffen, zeigten den auf dem Himmelsbogen thronenden Heiland, umgeben von den vier Evangelisten. Auf dem Bogenfeld darüber war die Schlüsselübergabe an Petrus, den Patron der Kirche, dargestellt. Der 1888 von Eugen von Boch gestiftete Mosaikbelag des Hauptchores ist heute von grauen Marmorplatten überdeckt. Die beiden Chorbänke befinden sich unter der Empore, die barocken Engel der Blendarkaden im Fellenbergschlößchen; die Kommunionbank fand Verwendung in der Kreuzbergkapelle.

14. Der Fotograf hat diese Fronleichnahmsprozession aus der Zeit um die Jahrhundertwende von der Ecke Kirchplatz/Poststraße (früher Dienstagsmarkt/Engelstraße) aufgenommen. Der Bliek geht auf die 1910/1911 abgerissene Häuserzeile, die auf dem heutigen Kirchplatz stand. Den Altar hatte man vor der Gastwirtschaft Maringer aufgebaut. Vor den girlandengeschmückten Häusern standen 'Maien'. Links (am Bildrand) erkennt man einen Teil des Beuriger'schen Hauses (Hutgeschäf't), das heute der Stadt gehört, daneben die Wirtschaft Fox (heute Daum). Es folgen die Häuser Klaes, Leistenschneider- Tauscheck und Schwindling. Rechts das Haus des Friseursalons Rudolf (in dem damals wahrscheinlich ein Sattler namens Kewenig wohnte) und die Bäckerei Leistenschneider-Schütz (später Bauer).

15. Als ein Beispiel dafür, wie M erzigs Geschäftsstraßen im 19. Jahrhundert aussahen und welcher Wandel sich in den auslaufenden Gründerjahren auch in Merzig vollzog, sei dieses Foto in die Bildsammlung aufgenommen. Hier hatte Nikolaus Diwersy, Lehrer a.D. und Großvater des Verfassers, 1894 sein Textilgeschäft eröffnet. Zehn Jahre später konnte er einen Neubau errichten, wie um 1905, ein Zeichen des Wohlstandes der damaligen Zeit, am Friedensplatz überall größere Bauten mit repräsentativen Sandsteinfassaden gebaut wurden. Damit änderte sich schlagartig das Gesicht des Platzes. Dies macht der Vergleich mit dem nächstfolgenden Foto deutlich.

Merzig (Sear) - Dlnsttaçsrnarktptatz

16. Nach dem Abriß der Maringer'schen Häuserzeile (1910) nutzte Johann Schreiner die Gelegenheit, zum erstenmal eine Gesamtaufnahme des Dienstagsmarktplatzes zu fotografieren. Von rechts nach links erkennt man das Gasthaus 'Zur Sonne', daneben (klein) die Häuser Kewenig und Porz, dann das Manufakturwaren- und Konfektionsgeschäft Nikolaus Diwersy, das Stoffgeschäft Herz-Weil (später Ortskrankenkasse), die Eisenwarenhandlung Schommer und den Stoff-, Konfektions- und Schuhladen A. Kahn, sowie die Lebensmittel- und Samenhandlung von Nik. Schwindling. Die gute Ensemblewirkung leidet heute etwas unter dem nicht stilentsprechenden Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kahn'schen Hauses.

17. Auch in der Poststraße wurden in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts repräsentative Wohnund Geschäftshäuser erbaut, wie 1903 das Haus Nr. 44/46. Aus der Metzgerei Becker wurde schon bald das Hotel-Restaurant 'Kaiserhof" mit seinem Festsaal. Noch in der Stummfilmzeit konnte Anfang der zwanziger Jahre das erste Merziger Kino, das Scala-Theater, dort eingerichtet werden. Den Laden daneben, später Gottlieb, heute die Rosenapotheke, hatte D. Stern (Textilien) gemietet. Das vorstehende Haus gehörte Familie Bannweg, daneben war die Sattlerei von Josef Schmitt. Auf der linken Seite standen die Buchhandlung Bliek, die Metzgerei Frisch (etwas vorstehend), daneben die Schnapsbrennerei Cattany. Die Postkarte stammt aus dem Jahre 1918.

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Poststraûe

Gruss aus )Vlerzig

Poststra,ze.

18. Dieser 'Gruss aus Merzig' ist ein Bliek in die Poststraße um 1895. Am Hause des Bierverlegers Donnevert (heute Regler) liegen Fässer und die Bierkutsche steht malerisch davor. Das Haus links daneben gehörte dem Pferdehändler Kaufmann und auf dem Nachbargrundstück Bonnem (heute Autohaus Johannes) waren seit Ende der zwanziger Jahre die Geschäftsräume der RWE untergebracht. Auf der anderen Seite des Hauses Donnevert das Stoff- und Textilgeschäft der Geschwister Hoffmann (heute RoneJlenfitsch). Rechts am Bildrand das Haus des jüdischen Artzes Dr. Simon (heute Diwersy), daneben die Adler-Apotheke. Das (damals übliche) Weitwinkelobjektiv läßt auf dem Foto die Poststraße tiefer und das Stadthaus kleiner erscheinen.

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