Merzig in alten Ansichten Band 1

Merzig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Diwersy
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2407-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 1'

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19. Am Bildrand dieser Postkarte aus der Zeit um 1895 erkennt man das Haus BeckerSeiler (heute Schuhhaus Flammersfeld). Die beiden Häuser daneben gehörten Oswald Jaeger (später Hawaco-Jaeger, heuteSaarbank). An der Ecke stand die Metzgerei und Wirtschaft der Witwe Gottdang. Die Wirtschaft hatte auch einen Zugang von der heutigen Friedrichstraße her, die damals noch 'Klutschensgasse' oder 'Deusters Gäßchen' hieß. Da man einige Stufen hinabgehen mußte, nannte man sie 'Kaul'. 1906/1907 wurde das Haus, das in die Straße hineinragte und sie dort zur schmalen Gasse verengte, abgerissen. In dem hinter ihrem Haus liegenden Garten baute die Witwe Gottdang als Ersatz den heute noch existierenden 'Lothringer Hof. Der Volksmund übertrug den alten Namen 'Kaul' auch auf den Neubau.

20. Auf diesem Foto von Peter Wagner aus der Zeit um 1890 erkennt man die Verengung der oberen Trierer Straße kurz vor ihrer Einmündung in die Poststraße vor dem Stadthaus. Links das 1895 zur Verbreiterung der Straße abgerissene alte Spitälchen, daneben die beiden Vorgängerbauten des spateren Hauses JaegerWerner und am Bildrand das Haus Friedrich. Straße und Bürgersteig waren - wie damals üblich - mit dieken Kieselsteinen 'gepflastert'. Das Foto macht deutlich, wie erst durch den Abriß des alten Spitälchens das Portal des Stadthauses in die Mittelachse der Trierer Straße zu liegen kam. Der damalige Abriß verbesserte also das Stadtbild wesentlich.

21. Dieses Foto der Poststraße mit dem Stadthaus stammt aus der gleichen Zeit wie das vorherige. Das Haus der Witwe Gottdang (frühere 'Kaul'), das in die Straße hineinragte und sie zu einem schmalen Gäßchen verengte (Deusters Gäßchen), wurde wie das alte Spitälchen im Jahre 1895 abgerissen. Damit schuf man den noch heute wichtigen Durchgang von der Friedrichstraße über die Poststraße in die Trierer Straße. Am rechten Bildrand, neben dem Staadt-Marx'chen Barockhaus, damals schon Verwaltungsgebäude der Aktienbrauerei, das 'Schuhlager von J. Seiwert'. Der Eingang war über eine ähnliche Freitreppe wie die des Brauereiverwaltungsgebäudes zu erreichen. Links die Metzgerei Maringer und die Drogerie Welter.

22. In derersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde von der Gemeinde Merzig an der Ecke Trierer StraßejPoststraße ein Spital gebaut, das als Krankenhaus, Armen- und Altersheim sowie Pilgerherberge diente. Später waren die oberen Räume auch Arrest- und Gerichtshaus. Erstmals im Dreißigjährigen Krieg um 1634 von einer Söldnerschar niedergebrannt, fiel es 1677 im zweiten Raubkrieg Ludwigs XIV. wiederum den Flammen zum Opfer. Das Anfang des 18. Jahrhunderts wiederaufgebaute alte Spitälchen wurde 1895 abgerissen. Sein Aussehen ist uns in diesem Foto von Peter Wagner aus dem Jahre 1892 überliefert.

23. Anstelle des 1895 abgerissenen alten Spitä1chens wurde ein zierlicher, stilvoller neugotischer Bau mit Geschäftsräumen im Erdgeschoß und einer Kapelle im ersten Stock errichtet. In den dreißiger und vierziger Jahren war die Städtische Bibliothek darin untergebracht, nach dem Zweiten Weltkrieg die Marienapotheke, dann ein Schuhgeschäft. In der seit 1938 als Jugendraum genutzten Elisabethen-Kapelle fanden ab Mai 1949 die Gottesdienste der französischen katholischen Gemeinde statt. Ans Spitälchen angrenzend das Haus Jaeger-Werner und bis zur Straße vorspringend - das Friseurgeschäft Friedrich. Mit dem Abriß dieses Spitä1chens zur Straßenverbreiterung 1964 wurde dem Stadtbild eine kaum mehr zu heilende Wunde zugefügt.

Post trasse mit Rathaus

(Irüher ötern'sches Jagdschloss),

24. Die Poststraße, von der Ecke Schankstraße aus gesehen. Links das Konfektionsgeschäft Benny Kahn, später Eisenhandlung Walt er Römer, heute Deutsche-Bank-Saar, Daneben Wirtschaft und Metzgerei Maringer, Drogerie Weiter und das Eisenwarengeschäft Schuppenhausen. Rechts das Haus des Uhrmachers Johann-Peter Hartfuß. Daneben Schuhmacher Berty (später Büttgens), Schuhe-Wahlen (Textil Jakob Eichner), Schreiner, Seiwert (Röer), Brauerei, Beuriger und Otto Jaeger. Das neue Geschäftshaus von Oswald Jaeger (Mirte), nach dem Abriß der Wirtschaft Gottdang 1905 gebaut, trägt noch seinen Namen. Da er das Geschäft bis 1908 führte, kann das Foto in die Zeit zwischen 1905 und 1908 datiert werden.

JIerzig

Post trasse.

25. Dieses Foto, in Höhe der Einmündung der Friedrichstraße aufgenommen, zeigt einen Bliek in die Poststraße in der Zeit um 1910. Die Bildmitte beherrscht der Bau des 1647/1650 erbauten Stadthauses. An der Freitreppe erkennt man das schöne balustradenartige Geländer aus Sandstein, das wahrscheinlich bei der Renovierung 1932/1933 entfernt wurde. Links sieht man das Haus von Reeps & Deuster. Die 1850 von Josef Deuster gegründete Kolonialwarengroßhandlung wurde 1887, als Martin Reeps in das Unternehmen eintrat, um den Geschäftszweig Textilien und Manufakturwaren erweitert und in Reeps & Deuster umfirmiert. In dem letzten Haus rechts befand sich die Buchhandlung Sonnenburg, die 1895 von Michael Regler übernommen wurde, daneben die Metzgerei Römer.

yosls:rasse

26. Ein Teil der Häuser, die auf diesern Foto aus der Zeit zwischen 1910 und 1920 zu sehen sind, steht heute noch, während die Metzgerei und Wirtschaft Frisch (links) einem mehrstöckigen Bau weichen mußte, in dem der Gottliebmarkt untergebracht ist. Daneben war die Bäckerei Rauner (jetzt Zimmer). Im Knick der Poststraße zur Engelstraße, wo früher Bäckerei Christiani und Metzgerei KIeser (rechts daneben) standen, wurde ein neues Geschäftshaus errichtet (Radio Leinen). An der Ecke Poststraße-Wagnerstraße (heute Gierten) war das Geschäft von Jakob Eichner (früher Regler). Links daneben das Stoffgeschäft Sulzbacher (später Gottliebfiliale, dann Restegeschäft). Daran anschließend:

Gernüseladen, Tierarzt, Uhrmacher Weiter und Sattler Kewenig.

27. Diese Ansicht der Schankstraße ist auf den ersten Bliek leicht mit dem nebenseitigen Bild zu verwechseln. Das Haus rechts (heute Buchhandlung Haffner) war zur Zeit der Aufnahme um 1910 von dem Fahrradgeschäft Ludwig Christnach gemietet. Sein Vorgänger, Julius Blum (Textilien und Spielwaren), errichtete wenig später anstelle der Klempnerei Landri einen Neubau, der jetzt Sport-Ewen gehört. Daneben Café Schmohl, Zigarrengeschäft Hirsch (später Kahn, heute Johannes) und (nicht zu sehen) Metzgerei Rieff sowie Baltes. Links Friseur Rudolf, Lederwaren-Kohn und das Stoff- und Textilgeschäft Felsenthal. In Bildmitte Pasquay-Lindner (Feinkost), wo Johannes Tinnes 1912 eine Bäckerei mit Café einrichtete.

28. Als Reminiszenz an ein in früheren Jahren Ende des Winters häufig auftretendes Übel, das Hochwasser, sei auch dieses Bild in die Sammlung alter Ansichten aufgenommen. Es ist ein Bliek vom Rathaus in die überschwemmte Trierer Straße. Rechts kann man den Obstkiosk auf dem 'Wertchen' erkennen, der bis etwa 1957 dort stand. Von den städtischen Arbeitern wurden Notstege errichtet, damit die vom Hochwasser betroffenen Bürger nicht vollkommen abgeschnitten waren. Seit dem Bau des Hochwasserpumpwerks um 1960 bleibt Merzig von dem Hochwasser der rückstauenden Saar und des Seffersbaches verschont.

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