Merzig in alten Ansichten Band 1

Merzig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Diwersy
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2407-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 1'

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29. Diese Aufnahme vermittelt einen Eindruck der mittleren Trierer Straße um 1908. Links die heutige Gastwirtschaft Geimer, rechts (gegenüber der Einmündung der J osefsstraße) die Bäckerei Herlet, später Laubenthal, heute Marxen. Daneben zwei Lothringerhäuser, erkermbar an den kleinen Fenstern des Halbgeschosses unter dem Dach (später Metzgerei Scholl). Im Vordergrund stehen wohl Seminaristen, die bei Merziger Bürgern 'in Kost und Logis' waren.

30. Ein Bliek in die obere Trierer Straße, vom Fotografen in Höhe der Seffersbachbrücke um 1890 aufgenommen. Am Ende der linken Straßenseite die etwa 1770 erbaute kurfiirstliche Zehntscheuer, die bis 1794 zur Aufnahme der dem Landes- und Grundherrn geschuldeten Naturalabgaben diente. Nach der Eroberung Merzigs durch die Franzosen als Nationaleigentum veräußert, vermietete der private Besitzer (Zenzius) sie an Landwirte. 1894 wurde sie abgerissen, auf dem Bauplatz entstanden zwei Geschdftshäuser. (Dr. W. Laubenthal.) Das zweite Haus von links ist ein Lothringerhaus, erkennbar am Halbgeschoß unter dem Dach. Rechts ein hübsches Barockhaus, das leider Mitte der fünfziger Jahre zur Verbesserung der Verkehrssituation abgerissen wurde.

31. Hier eine Nahaufnahme des Barockhauses von Bild Nr. 30 kurz vor dem Abriß Mirte der fünfziger Jahre. Aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammend, war (es) der Sitz des ersten und einzigen kurfiirstlichen Amtsverwalters von Merzig, Anton Artois, der in der Revolutionszeit noch zwei Jahre das Amt des 'maire' verwaltete. Vor 1888 beherbergte der Bau einen Teil der landrätlichen Verwaltung, diente später als städtischer Bauhof, nahm 1937/38 das Kreisheimatmuseum auf und wurde, nachdem v oriibergehend Notwohnungen in ihm eingerichtet worden waren, wenige Jahre nach dem letzten Kriege abgerissen. (Dr. W. Laubenthal.)

32. Dies ist eines der wenigen Fotos der Merziger Synagoge. Aufgenommen wurde es im Winter 1939. Die Synagoge, die bereits zwei Vorgängerbauten hatte, lag an der Rehstraßej Ecke Neustraße. 1838/1842 erbaut, brannte sie knapp hundert Jahre später 1938 in der 'Reichskristallnacht' aus. Wegen Baufälligkeit wurde sie abgestützt, bis ein Bombenangriff sie Ende 1944 völlig zerstörte. Der Eingang befand sich in der Rehstraße (heute Synagogenstraße), die bei der Metzgerei Steines (Eckhaus links) in die Neustraße einmündet. Rechts eines der in 'Alt-Merzig' früher häufig anzutreffenden Lothringerhäuser.

33. Das einzige erhaltene Foto aus dem Innern der Synagoge läßt leider nichts von der künstlerisch als hervorragend gerühmten, von dem Trierer Maler Max Lazarus 1922 ausgeführten expressionistischen Malerei erkennen. Die hohen Fenster neben der Thora im Ostgiebel, auch von dem Maler entworfen, lassen aber die Faszination erahnen, die von der Farbenpracht auf den Besucher ausgegangen sein soll. Ruhepunkt in dem Gewoge von Blau, Gelb und Rot war die Umrahmung der heiligen Lade. Ein schön profilierter, weit vorkragender Barocksirns wurde von vier unkannelierten jonisohen Säulen getragen. Über dem Sims war das Relief einer Thorakrone. Der schwere Vorhang verhüllte das Allerheiligste, in dem die alten Thorarollen aufbewahrt wurden.

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Bahnhof-Strasse

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34. Verdeckt man bei dieser Ansichtskarte von 1904 die Beschriftung, so ist für die meisten Merziger das Foto kaum noch als die Bahnhofstraße vor fünfundfünfzig Jahren zu identifizieren. Links sind Gitter und Eingangstor der Landratsvilla zu sehen. Im Haus rechts davon befand sich bis in die dreißiger Jahre die Kreissparkasse, später das Gesundheitsamt. In Bildmitte das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Postgebäude. Das dritte Haus von rechts (rnit Vorbau und Türmchen) war der Sitz des Ziegler'schen Lokalblattes ('Mer· ziger Zeitung'), der Konkurrenz der 'Merziger Volkszeitung'. Daneben das Wohnhaus Fuchs (mit Balkon) und die Zigarettenfabrik. Das 1824 in der Poststraße gegründete Unternehmen produzierte von 1872 bis 1959 hier die beliebten Rotfüchsle Zigaretten.

35. Noch ein Foto der Bahnhofstraße, das um 1920 in Höhe der Einmündung der Gutenbergstraße aufgenommen wurde. Links das Musikhaus Bröcher, dann Garten und Haus der Spedition Baur, verschiedene andere Geschäfte und 'Kaffee-Dickmeis' (später 'Bürgerschenke'), an deren Stelle heute der Betonklotz der Brauereiflaschenfüllan1age steht, Von rechts nach links erkennt man die damalige Stadtkasse, das Haus des Arztes Dr. Schrey, das frühere, im Zweiten Weltkrieg zerstörte Postgebäude und - etwas vorspringend - das Café von Flora Herz, später Huckert. Die Straße läuft auf das Haus Friedrichstraße 7 zu (damals Kurz-, Weiß-, Wollwaren Biesel), das 1979 von der Stadt restauriert wurde.

36. Die Anfänge des Merziger Postamtes gehen auf die irn Jahre 1816 gegründete Postansta1t zurück. Ein eigenes Gebäude erhielt die Post erst hundert Jahre später (1917) durch den Ankauf des von dem Bauunternehmer Strauch eigens für sie in der Bahnhofstraße 23 gebauten Hauses, das aber bereits seit 1895 angemietet war. Das Foto des Postgebäudes hat Peter Wagner Ende der neunziger Jahre aufgenommen. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude zu klein geworden, aber der Krieg verhinderte eine Erweiterung. Anstelle des Ende des Krieges ausgebrannten Postgebäudes, wurde später der heutige größere Bau errichtet. Links neben der Post Café Flora Herz, Haus Reeps und Haus Jager.

37. Vor Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Saarbrücken-Merzig (1858) und MerzigTrier (1860) verkehrten zweimal täglich neunsitzige Personenpostwagen zwischen Saarbrücken und Trier über Merzig. Die Merziger Post hatte die Pferde für je eine Fahrt nach Saarburg und Saarbrücken zu stellen. Bis die Kleinbahn Merzig-Büschfeld 1903 ihren Dienst aufnahm, gab es auch eine Personenpostverbindung nach Wadern. Das Foto vom Juli 1903 zeigt die viersitzigen, von zwei Pferden gezogenen Postwagen vor dem Kaiserlichen Postamt, mit Grün geschmückt, zur fèierlichen letzten Fahrt nach Losheim-Wadern bereit. Neben der Post das Haus Dr. Schrey, die ehemalige Stadtkasse, die Häuser Amann (zeitweilig Ortskrankenkasse) und Fuchs. Rechts Spedition Baur, Musikhaus Bröcher und Gärtnerei Biehl.

IDerzig.

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t: 34325 Verlal/: Becker-Krapp, MerziJl(.

38. Der 1816 irn Regierungsbezirk Trier geschaffene Kreis Merzig erhielt 1891 sein erstes Gebäude (links im Bild), das Königliche Landratsamt. Die Villa (rechts) verkaufte Nikola Bauer, Fabrikbesitzer und langjähriger Erster Beigeordneter der Stadt, nachdem er sich eine neue in der Hochwaldstraße 30 gebauthatte, an den Kreis. Ursprünglich Wohnung des Landrats, wurde das Gebäude seit den fünfziger Jahren auch zu Verwaltungszwecken benutzt. In der Zeit um die Jahrhundertwende waren auf der gegenüberliegenden Seite der Schankstraße, wo heute links die Kreissparkasse steht, noch Gärten.

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