Merzig in alten Ansichten Band 1

Merzig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Diwersy
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2407-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 1'

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69. Diese Aufnahme, die etwa um 1910 entstanden sein dürfte, zeigt den Seffersbach, die städtische Insel und den Neumarkt, von der Brücke an der Trierer Straße aus gesehen. Links kann man auf dem Kreuzberg die Kreuzbergkapelle erkennen. Während auf der städtische Insel, die im Volksmund 'Liebesinsel' genannt wurde, schon große Bäume standen, waren die Kastanien des Neumarktes noch jung. Der Neumarkt, 'Werthchen' genannt, wurde Anfang des Jahrhunderts unter Bürgermeister Thie1 angelegt. Die 'Liebesinsel' teilte den Seffersbach in den eigentlichen Bachlauf (rechts) und den sogenannten Mühlengraben (links). Der Mühlengraben wurde Ende der sechziger Jahre zugeschüttet.

70. Auf dem Spielplatzgelände der Gaststätte 'Zum Schützenhaus' (in der verlängerten Waldstraße) stand bis zum Zweiten Weltkrieg die Restaurationshalle des Schützenvereins Merzig 1898 e.V. Es war ein beliebter Ausflugsort, den die Merziger einfach 'Schützenhaus' nannten. Die Postkarte, die man dort kaufen konnte, stammt aus den dreißiger Jahren

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Restauration Tocksberg, Besitzer N. Hartfuss

71. In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von einem Herrn Tock am Hohen Berg gebaut, war der 'Tocksberg' lange Jahrzehnte ein bekanntes und beliebtes Familienausflugslokal, das die Merziger gern an Sonn- und Feiertagen aufsuchten. Während die Eltern geruhsam ein Glas Merziger Wein, Viez oder Bier tranken, konnten die Kinder im Grünen herumtollen oder sich auf der Schaukel erfreuen. Die jungen Burschen und Mädchen loekte der Tanz, zu dem an Feiertagen aufgespielt wurde. Um die Jahrhundertwende, der Zeit der Aufnahme, gehörte der 'Tacksberg' N. Hartfuß. In den vierziger Jahren ging die Bedeutung der Gaststätte mehr und mehr zurück, bis der Betrieb in den fünfziger Jahren völlig eingestellt wurde.

Jv'lERZIG

Partie i ~ Stadtpark

72. Eine Nußbaumallee, die von der Eisenbahnunterführung bis zur alten Saarbrücke führte, begrenzte im Süden die städtische Wiese, die am Bahnkörper entlang durch eine Platanenallee abgeschlossen wurde. Längs des Leinpfades am Saarufer war 1901 durch den 'Verschönerungsverein' eine Doppelreihe von Kastanienbäumen angepflanzt worden. Das waren die Anfänge des Merziger Stadtparkes. Im Jahre 1902 war der Ausbau der Parkanlage, für den der reiche Fabrikbesitzer Nikola Bauer das Geld zur Verfügung gestellt hatte, beendet. Das Foto aus dem Jahre 1904 zeigt die Platanen - zwischen den Baumreihen liegt heute der Minigolfplatz - und links im Hintergrund die noch jungen Kastanien.

Hirschgruppe irn Stadtpark, Merzig.

73. Vom Fotografen zwischen 1910 und 1920 festgehalten, weckt dieser Bliek in den bei der Saarbegradigung leider abgetrennten Teil des Stadtparkes mit der Hirschgruppe manch schöne Erinnerung. Um die Hirschgruppe, beliebter Treffpunkt der jungen Burschen zum Stelldichein mit Merzigs Schönen, ranken sich viele Anekdoten, die die alten Merziger mit Schmunzeln zu erzählen wissen.

rank irn Stadtpark in .lerzig-.

74. Auf diesem Stadtparkfoto aus der Zeit um 1910/1920 sieht man den alten Springbrunnen im Vordergrund. Er befand sich etwa dort, wo heute das viereckige Wasserbecken in der Nähe der Terrasse der StadthalIe ist. Der Bliek geht in den saaraufwärts gelegenen, verlorenen Teil. Im Hintergrund erkennt man die Hirschgruppe. Die Baumreihe, die sich von links nach rechts zieht, ist die Nußbaumallee. Die Saarbegradigung schnitt diesen Teil des Stadtparkes ab, der dadurch wesentlich kleiner wurde. Die herrlichen Nußbäume wurden größtenteils gefällt.

75. Dieses Foto aus den dreißiger Jahren vermittelt uns einen anderen Bliek in den Stadtpark, wiederurn mit dem Brunnen im Vordergrund, aber in umgekehrter Richtung in den erhaltenen Teil zum Seffersbach hin, Die Bäume links gehören zur inzwischen kräftig gewachsenen Kastanienallee entlang der Saar, deren Wasser man zwischen den Baumstämmenn dort wo heute der große Springbrunnen liegt, erkennen kann. Die Saarbegradigung 1937, der Bau der neuen Brücke und der Umgehungsstraße führten zur Verkleinerung des Parkgebietes, das während des Zweiten Weltkrieges und der ersten Nachkriegsjahre den Bürgern zum Anbau von Kartoffeln und Gemüse freigegeben wurde. Zur landwirtschaftlichen Ausstellung 1953 konnte der heutige, kleinere Park angelegt werden.

76. Ein Opfer der Saarbegradigung wurde auch die Merziger Jugendherberge. 1929 aus dem 'Strandkaffee' bei der Badeanstalt entstanden, lag sie idyllisch nahe dem Flußlauf, dort wo die Nußbaumallee auf die Saarbrücke stieß. Auf dem Foto ist links die damals an Bohnenberger verpachtete Badeanstalt zu erkennen. Innerhalb der auf Pfählen errichteten Umkleidekabinen war der Nichtschwimmerbereich. Die Schwimmer konnten bis zum anderen Saarufer schwimmen. Das Wasser der Saar war damals noch so klar, daß man im Nichtschwimmerteil bis auf den Boden sehen konnte. An den Bootsverleih erinnern die Boote in der linken Ecke. Im Hintergrund die Häuser der Trierer Straße und der Kreuzberg.

77. Vor ihrer Begradigung im Jahre 1937 floß die Saar, von der Hilbringer Seite kommend, im großen Bogen bis nahe an Merzig heran. Das Foto aus den frühen dreißiger Jahren zeigt die aus einem der früheren Leinpfade entstandene Saarpromenade im alten Stadtpark. Rechts die Kastanienallee, die den Stadtpark zur Saarseite hin begrenzte. In der Mitte des Bildes kann man bei genauem Hinsehen die beiden Durchlässe für Seffersbach und B1ättelbornstraße unter der Eisenbahnlinie entdecken. Ein Überbleibsel der damals nahe an Merzig vorbeifließenden Sa ar ist der 'Blättelbornweiher'.

78. Dieser Bliek vom Kreuzberg macht deutlich, wie nahe die Saar vor ihrer Begradigung an der Trierer Straße vorbeifloß. Etwa in Höhe der Seffersbacheinmündung schwang sich ihr Lauf im weiten Bogen nach rechts bis nach Hilbringen, Auf dern Foto ist der alte Stadtpark, das Baumdreieck in der Mitte des Bildes, gut zu erkennen. An der Saarseite die 1901 gepflanzten Kastanien. An der anderen Längsseite verlief die Nußbaumallee von der Bahnunterführung bis zur Saarbrücke hin, wo sie sich mit der Kastanienallee traf. Die kürzere Seite des Dreiecks bildete die Platanenallee entlang der Eisenbahnstrecke. Parallel zum oberen BEdrand die Kastanienallee der Straße, die vom Finanzamt zur Saarbrücke führte. In der rechten unteren Ecke die Synagoge.

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