Merzig in alten Ansichten Band 1

Merzig in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Diwersy
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2407-2
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 1'

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79. Vom Reisberg aus hat der Fotograf in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts diesen Bliek auf die 'Irrenanstalt' und das Saartal fotografiert. Recht gut kann man den Verlauf der Trierer Allee erkennen. Im Zwickel der Gabelung von Trierer Allee und Waldstraße stehen erst einige Häuser. Die Heil- und Pflegeanstalt (heute Landeskrankenhaus) wurde 1876 mit etwa fünfhundert Betten errichtet und in den neunziger Jahren durch den Bau mehrerer Gebäude im Pavillonstil auf insgesarnt neunhundert Betten gebracht. Sie besteht aus dem großen Hauptgebäude mit zwei starken Seitenflügeln und acht Einzelgebäuden. Im Zentrum lagen das Kochküchengebäude, die Magazine, das Kesselhaus sowie das große Wäschereigebäude.

80. Früher, als die Saar bei Merzig noch breiter, aber weniger tief war, konnte man durch Furten von einem Ufer zum anderen gelangen. Nach Regulierarbeiten am Flußbett war das nicht mehr möglich. Deshalb erfolgte der Uferverkehr mit einer Fähre, bis 1877/1878 als Verbindung zum Gau und zum lothringischen Hinterland eine Brücke erbaut wurde, für deren Passieren bis 1910 ein Brückengeld von drei Pfennigen gezahlt werden mußte. Die alte Saarbrücke - das Foto stammt aus den zwanziger Jahren - wurde im Zuge der Saarbegradigung 1937 durch die jetzige, Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengte, 1948/1949 erneuerte Brücke ersetzt. Im Vordergrund erkennt man einen der alten Leinpfade, auf denen die Pferde liefen, wenn sie die Saarkähne stromaufwärts ziehen mußten. Rechts eines der letzten Merziger Saarschiffe.

Hilbringen, Saar ? Totalansicht

81. Diese Aufnahme des Saartales mit Hilbringen in Totalansicht aus der Zeit um 1930 macht deutlich, wie stark die Landschaft in den vergangenen fünfzig Jahren verändert worden ist: Der Saarverlauf', 1937 begradigt, rückte näher an Merzig heran. Das Band der Autobahn durchschneidet etwa dort, wo früher der Flußlauf war, das Saarta1. In der Reihe der Häuser, die sich vor den Bergen des Gaues hinzieht, kann man links neben dem Kirchturm das Schlößchen erkennen. Der hohe Schornstein daneben gehört zur Ziegelei Spurk, der kleine ganz rechts zur Ziegelei Kerber (später Mischler) in Ballern. In der rechten Hälfte des Bildes ist die von Lindenbäumen gesäumte alte Straße zu sehen.

82. Die 1890/1891 nach den Plänen des Architekten Hector von Roden erbaute neugotische Kirche in Hilbringen konnte am Feste der Heiligen Anbetung, dem 29. August, von Dechant Reiss 'benediziert' werden. In dem alten Pf'arrhaus vor der Kirche war eine Zeitlang auch die Hilbringer Schule untergebracht. Später befanden sich das Küsterhaus, die Pfarrbibliothek und Gruppenräume für die Jugend darin. 1969 wurde das Haus abgerissen. Im Vordergrund der Postkarte aus den zwanziger Jahren die gepflasterte Merziger Straße. Zwischen ihr und dem Küsterhaus lagen früher Gärten. Heute ist hier links die 'Karninklause' und ein Parkplatz.

83. Dies ist ein Bliek in den Innenraum der 1890/1891 erbauten neugotischen Hilbringer Pfarrkirche. Hochaltar, Kanzel und Kornrnunionbank, nach den Plänen des Architekten Hector gearbeitet, sowie die Chorfenster konnten aus Geldspenden bezahlt werden. Der Hochaltar kostete 4 000 Mark, die Kommunionbank 500 Mark und die Kanzel 1 200 Mark. Der Innenraum der Kirche hat zwar keine bauliche Umgestaltung erfahren, aber in den letzten Jahren wurde doch manches an der Ausstattung geändert. Entsprechend den Anweisungen der Liturgiereform wurde der Altarraum urngestaltet, die Kommunionbank und die Kanzel entfernt. Auch stehen heute keine Figuren mehr an den Säulen.

84. Der Haupteingang der 1709 gebauten Hi1bringer Kirche führte durch den westlichen Glockenturm; zur Rechten und Linken gab es zwei Nebeneingänge. Da die Größe der St. Peter in den Ketten geweihten Kirche im Laufe der Zeit nicht mehr ausreichend war, baute man später einen neuen Chor und zwei Seitenschiffe an. Dadurch erhielt sie die Form eines Kreuzes. Nach einhundertachtzig Jahren baufällig geworden (schon 1884 war Mauerwerk des Turmes eingestürzt), wurde die Kirche 1890 abgerissen. Bis zur Fertigstellung des Neubaus fand der Gottesdienst in der Scheune und dem Stall des Pfarrhauses statt.

85. Die alte Ballerner Kapelle war dem heiligen Isidor, dem Patron der Bauern, geweiht. Sie stand an der Hauptstraße, wo der Weg auf der Seite des Hauses Ollinger nach Westen abzweigt, und muß schon einige hunderten Jahre alt gewesen sein, als sie im Herbst 1941 abgerissen wurde, denn ihr Glöcklein trug die Jahreszahl 1738. In der Pfarrchronik heißt es, daß sie von den Dorfbewohnern nie als Verkehrshindernis betrachtet worden sei. Trotzdem verlangte Bürgermeister Thull aus verkehrstechnischen Gründen ihre Beseitigung. Kaum vier Jahre nach Abbruch der Kapelle war die Nazi- Verwaltung auch zusammengebrochen und verschwunden, vermerkt die Pfarrchronik dazu lapidar.

86. Eine Aufnahme aus dem Fitten der 'guten, alten Zeit' bevor der moderne Straßenbau 'Ordnung' schaffte, aber auch so manche dörfliche Idylle zerstörte. Das vom Anwesen Lux aus aufgenommenen Foto zeigt die Partie am Dörrgarten. Links die noch von Gärten umgebene Kapelle. Das Bauernhaus im Hintergrund zerstörte der Zweite Weltkrieg, das rechte wurde abgerissen. An ihrer Stelle steht heute das Gebäude der zwischenzeitlich nicht mehr betriebenen Milchsammelstelle. Die Straße, früher eigentlich nur eine Rinne, ist heute ausgebaut. Der Wandel, der sich in den vergangenen dreißig, vierzig Jahren in unseren Dörfern vollzogen hat, wird in einem solchen Bild sichtbar.

87. Damit der Stadtteil Weiler auch in dem Bändchen 'Merzig in alten Ansichten' vertreten ist, muß auf ein Foto der neueren Zeit zurückgegriffen werden. Der Gegenstand, den es zeigt, kann aber schon auf ein beträchtliches Alter zurückblicken, denn die Kapelle in Weiler wurde bereits im Jahre 1824 gebaut. Kirchlich gehörte Weiler ursprünglich zur Pfarrei Büdingen, wohin auch die Kinder zur Schule gingen. Heute ist Weiler kirchlich und schulisch nach Schwemlingen hin orientiert.

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88. Im Jahre 1908 wurden Schwemlingen und Dreisbach von der Mutterpfarrei St. Gangolf abgetrennt und zu einer neuen, selbständigen Pfarrgemeinde vereinigt. Pastor Kröll übernahm am 17. Mai 1908 unter größtem Jubel des Dorfes die Seelsorge. Die Ehrenformation, die ihn, wie damals üblich, mit geschmückten Fahrrädern ernpfing, ließ sich zwischen der alten Schule rechts (heute abgerissen und Parkplatz) und der Schwernlinger Kapelle mit dem Missionskreuz an der Wand fotografieren. Die alte Kapelle aus dem Jahre 1 716, rechts neben dem Gasthaus Wil helm gelegen, fiel einer Straßenverbreiterung nach dem Ersten Weltkrieg zum Opfer.

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