Merzig in alten Ansichten Band 2

Merzig in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Alfred Diwersy und Wolf Porz
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3724-9
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 2'

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29. Der Saarfürst-Gesangverein in den frühen dreißiger [ahren, fotografiert im Hof der Brauerei. Im Hintergrund das vom Barockbaumeister Christian Kretzschmar erbaute Gebäude, das Saarfürst als Verwaltungshaus diente. Der Chor bestand über Iahrzehnte. Seine Existenz zeigt, wie eng das Unternehmen mit dem gesellschaftlichen Leben der Stadt verbunden war. Die Braustätte Merzig wurde nach der Übernahme durch die Hamburger Karlsberg-Brauerei Mitte der achtziger [ahre stillgelegt. 1988 folgte der Abriss. Erst durch die Einrichtung des 'Saarfürst-Brauhauses' im Bereich des Jachthafens wurde Merzig wieder Braustadt, obgleich es nicht gelungen ist, die Braukultur an ihrerWiege im Herzen der Stadt zu reaktivieren.

30. Im jahr 1913 bestand die Saarfürst-Brauerei 25 [ahre. Aus diesem Anlass legte sie ein [ubiláumsbuch mit zahlreichen Fotografien auf, dem auch diese Aufnahme entnommen ist. Man sieht die Hufschlagschrniede, die untergebracht war im Brauereistall an der Kreuzung der heutigen Brauerstraße und Bahnhofstraße. Zwanzig Pferde 'von kräftigstem Belgierschlag' waren hier untergebracht. Sie standen 'mit einem reichlichen Wagenmaterial ständig im Dienst der Kundschaft' . Allenthalben wird heute der Verlust des architektonisch interessanten Brauereistalls beklagt, der 1956 einem Parkplatz (heute St.-MédardPlatz) und einern 'Hochhaus' weichen musste.

31. Bliek in den Brauereihof irn Iahr 1913. Es zeigt die Verladerampe, an der der erste brauereieigene Lastwagen beladen wird. Stolz ist im Jubiläumsbuch zum 25-jährigen Bestehen dazu vermerkt, Saarfürst verfüge neben dem Pferde-Fuhrpark noch 'über ein Lastautomobil mit 5 000 Kilogramm nutzbarer Förderlast, dessen Motor eine Dauerleistung von 30 Pferdekräften entwickelt; ein weiteres solches Lastauto ist anzuschaffen beabsichtigt. Für die weiter von der Brauerei abliegenden Landkunden bietet die Zufuhr mit Automobil gar viele Vorteile, die auch dem Bier zugute kommen'. Darüber hinaus verfügte Saarfürst zu diesem Zeitpunkt auch über eine Reihe eigener Bierwaggons für den Bahnversand,

32. Der Brauereistall. Er wurde 1890 errichtet.Auf der Fotografie - ebenfalls demjubiläumsbuch der Brauerei von 19 I 3 entnommen - sieht man ganz rechts angeschnitten die Front des Gymnasiums, daneben die Saarfürst-Betriebsstätte. Im Hintergrund ist das Hotel Merll-Rieff zu erkennen, dessen Äußeres bis heute weitgehend unverändert erhalten ist.

33. Die Bahnhofstraße, rechts der Brauereistall. Ein wichtiges Fest, offenbar mit patriotischem Hintergrund, und die ganze Stadt scheint auf den Beinen. Man kann annehmen, dass die Bürger von einerVeranstaltung am Kriegerdenkmal vor dem Hotel Römer (siehe Bild 70) in die Stadt zurückkehren. Die Straßen sind beflaggt mit schwarz-weiß-roten Fahnen. Vorneweg reitet der damalige Stadtpolizist Simonis.

34. Der 13. [anuar 1935 war ein Schicksalstag für die Saarlander, die 'heim ins Reich' wollten. Auch in Merzig stimmte eine deutliche Mehrheit für die Rückgliederung an das Deutsche Reich. Hier wurde sogar mit 93,7 Prozent das höchste Ergebnis aller saarländischen Städte erzielt. Das Schulhaus in der BrauerstraBe war eines derWahllokale, und der Andrang mag Beleg dafür sein, wie ernst es auch die Merziger mit ihrer Stimmabgabe nahmen. Schwedische Truppen beobachteten im Auftrag des Völkerbundes den Ablauf der Abstimmung.

Merzig. Städt. Realprogymnasium.

35. Der Bereich rund um die heute so genannte 'neue Mitte' macht die Zerstörung und Veränderung des Merziger Stadtbildes mehr als deutlich. Hier das Anfang 1900 vergrößerte Realprogymnasium mit seinem schönen Portikus. Das Gebäude musste in den achtziger jahren des letzten Jahrhunderts dem Bau des Neuen Rathauses weichen. Und damit verschwand auch dieses wichtige Bauzeugnis Merziger Schulgeschichte. Einige Bruchstücke des Portikus sind im Innenhof aufgestellt.

)Yierzig (Saar)

Bahnhofstrasse

36. Die Bahnhofstraße auf einer Postkarte aus den frühen zwanziger [ahren (vielleicht ist sie auch ein paar [ahre älter), aufgenommen von der Einmündung der Gutenbergstraße. Auf der rechten Straßenseite die markante Front des Postgebäudes, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Straße läuft auf das Haus Friedrichstraße 7 zu, damals Kurz-, Weiß- und Wollwaren Biesel.

37. Die Kaiserstraße, die heutige Hochwaldstraße, im [ahr 1909. Der Bliek ist gerichtet auf den Brauereistall. Am linken Bildrand sieht man das 'Móbel- und Kaufhaus Walter' . Heute befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes eine Videothek. Die Firma Walter handelte zu diesem Zeitpunkt auch mit Delikatessen und Südfrüchten, mit Schuhen und Spielwaren, hatte aber bereits eine große Möbelabteilung. Rechts an der Ecke Hochwaldstraße/Wagnerstraße das ursprünglich Schuppenhausen'sche Lagerhaus. In dem Gebäude war das erste Merziger Gymnasium untergebracht.

38. Die evangelische Kirche in der Hochwaldstraße. Der neugotische Bau ist entstanden in den Jahren 1863 bis 1865. Auffallend an der Architektur: Strebepfeiler nehmen den Druck des Gewölbes auf da Seitenschiffe fehlen, und gliedern auf diese Weise eindrucksvoll die Seitenwände. Die in Kreuzblumen auslaufenden Fialen auf den Strebepfeilern erhöhen die Leichtigkeit des Gebäudes. Sie wurden leider bei der Renovierung der Kirche vor rund 35 [ahren abgetragen.

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