Merzig in alten Ansichten Band 2

Merzig in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Alfred Diwersy und Wolf Porz
Gemeente
:   Merzig
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3724-9
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Merzig in alten Ansichten Band 2'

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MERZIG - S ???

Partie a. d. Saar

79. 'Partie an der Saar' mit Einmündung des Seffersbaches, eine Postkarte aus der Zeit um 1910. Vor ihrer Begradigung 1937/38 floss die Saar im großen Bogen, von der Hilbringer Seite kommend, bis nahe an die Stadt heran. Rechts sieht man den Deich der Eisenbahnlinie, und im Hintergrund kann man einige Hàuser erahnen. Ein Überbleibsel der 'alten Saar' ist der Blättelbornweiher.

80. Wie in fast allen Städten an der Saar spielte auch in Merzig bis zum Bau der Eisenbahn die Schifffahrt eine große Rolle. Es gab in Merzig sogar eine Werft, die sich zuletzt (in den ersten [ahrzehnten des 20. [ahrhunderts) allerdings nur noch der Instandsetzung der Saarkälme widmete. Eine der bekarmtesten Schifferfamilien in Merzig war die der Dors. Hier sieht man Johann Peter Dor samt Frau und fünfKindem imjahr 1901 auf seinem TransportschiffStadt Speier von Merzig'. Die Aufnahme entstand auf der Mosel irgendwo in Frankreich.

81. In den Iahren 1877/78 wurde als Verbindung zum Gau und zum lothringischen Hinterland die erste Merziger Brücke über die Saar gebaut. Sie ersetzte den bis dahin üblichen Fährbetrieb weitgehend. Bis 1910 waren beim Passieren drei Pfennige Brückenzoll zu entrichten. Im Zuge der Saarbegradigung 1937 wurde auch eine neue Brücke über den Fluss gebaut und die alte, die stählerne Bogen und schöne eiserne Gitter schmückten, gesprengt. Im Hintergrund die Stadt mit dem Tal des Seffersbaches.

82. Die zweite Saarbrücke. Die Aufnahme ist datiert auf Frûhjahr 1940. Vermutlich ist sie am Tag der offiziellen Eröffnung der Brücke entstanden, worauf die Beflaggung und die über die Fahrbahn gespannten Girlanden deuren, Soldaten patrouillieren auf der Brücke. Sie überlebte den Zweiten Weltkrieg nicht, denn sie wurde im letzten Kriegsjahr gesprengt, zum Ende der vierziger [ahre aber wieder aufgebaut. Als in den achtziger Iahren die Saar zur Schifffahrtsstraße ausgebaut wurde, waren auch die Tage dieser Brücke gezählt.

83. Mehrstöckiges Bunkerwerk mit Beobachtungsturm neben der Saarbrücke. Der Westwall zog sich als Wehranlage gegenüber Frankreich auf der rechten Saarseite hin. Als mit dem Bau im Frühsommer 1938 begonnen wurde, hielt man das noch geheim. Nach einem Besuch Görings wurde die Fertigstellung dann massiv und in großer Eile betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Sprengung der meisten Bunker.

84. Ein Kanutentreffen im Iahr 1928. Merzig bot hierfür ideale Bedingungen, war deshalb auch weithin bekannt. Man sieht hier die Jugendherberge, die 192 9 aus der Restauration, die zur Badeanstalt gehörte, entstanden war. Die Badeanstalt selbst erkennt man links im Bild. Innerhalb der auf pfáhlen errichteten Umkleidekabinen war der Nichtschwimmer-Bereich, Schwimmern 'gehörte' der gesamte Fluss. Die Fotografie wurde von der alten Saarbrücke aus gemacht, womit auch der ungefáhre Standort lokalisiert ist. Auch Jugendherberge und Badeanstalt fielen der Saarbegradigung 1938 zum Opfer.

85. Befährt man heute die BahnstreckeTrier-Saarbrücken, deutet nichts mehr auf die Bahnverbindung von Merzig überWaldwisse nach Bettsdorfhin. Mit dem Saarausbau in den achtziger Iahren verschwanden auch die Brückenpfeiler, die bis zu diesem Zeitpunkt rechts und links der Saar an die kurze Geschichte der Bahnverbindung erinnerten. 1908 wurde mit dem Bau begonnen. Hier eine Gruppe von Bauarbeitern vor den massiven Brückenpfeilern. Es handelt sich um einen Teil der rund 400 aus Italien, Serbien und Kroatien stammendenArbeiter, die man beim Bahnbau eingesetzt hatte. Diese ersten Gastarbeiter in unserer Gegend sorgten für allerlei Aufruhr unter der Bevölkerung. Es gab viele Schlägereien und sogar eine Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang. 191 2 töteten mehrere Kroaten den 26-jährigen Sohn des Silwinger Bürgermeisters Peter durch Messerstiche. BauunternehmerWeygold entschied, von da an keine Kroaten mehr zu beschäftigen.

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86. Sonntagsausflug an der Saar im Iahr 1930. Das Bild entstand auf der linken Saarseite in Höhe der Einmündung des Dörrmüblbaches. Man sieht die Familie von Leo Jaeger und links Ernst Jaeger. Im Hintergrund erhebt sich die Eisenbahnbrücke mit ihren nach unten gerichteten Stahlbögen bei Mechern über den Flusslauf

87. Es soll angeblich ein Versehen gewesen sein, dass am 3. September 1939 die Eisenbahnbrücke bei Mechern gesprengt worden ist. Kurz nach 16 Uhr hatte noch ein aus vier Waggons bestehender Zug die Brücke Richtung Merzig verlassen, als mit einem lauten Knall drei Träger und zwei pfeiler in die Luft flogen. Offizielle Version: Blitzeinschlag. Inoffiziell war zu hóren, ein übereifriger Unteroffizier habe die Sprengung herbeigeführt. Zwischen den beiden Weltkriegen kam dem damaligen Saargebiet eine besondere Rolle zu, die sich auch auf die Frequenz dieser Strecke auswirkte. Ein durchgehender Wiederaufbau der während des Zweiten Weltkrieges stark zerstörten Linie nach Bettsdorf in Lothringen war zwar nach 1945 geplant, kam aber dann doch nicht zustande.

Kriegerdenkmal Mondorf-Saar 1928.

88. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg war es für fast jedes Dorf auch in unserer Region eine patriotische Verpflichtung, ein Kriegerdenkmal zu errichten, das an die Opfer aus den Reihen der Dorfbevölkerung erinnern sollte. Hier das Ehrenmal in Mondorf, eine dem Stil der Zeit entsprechende kleine Gedenkstätte in der Mitte des Dorfes, während derVölkerbundzeit 1928 errichtet.

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