Mesum in alten Ansichten

Mesum in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Greiwe
Gemeente
:   Mesum
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3104-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mesum in alten Ansichten'

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69. Die Industrialisierung brachte wirtschaftlichen Aufschwung und bewirkte einen kräftigen Anstieg der Bevölkerungszahl Schon vor 1900 kam daher der Ruf nach einem eigenen Krankenhaus auf, denn die Zahl der kranken und pflegebedürftigen Personen nahm zu. Nach einer hochherzigen Stiftung der Eheleute Georg und Clara Veltmann zum Weihnachtsfest 1906 konnte dieser Wunsch in die Tat umgesetzt werden. Nach nur halbjähriger Bauzeit nahm die Gemeinde Anfang 1910 ihr neues St. Josef-Krankenhaus in Betrieb. Unser Bild von 1919 zeigt das neue Haus, rechts davon das kleine Wasch- und Stallhaus. Im Krankenhaus war im Erdgeschoß auch ein Kindergarten eingerichtet. Das Haus diente ferner noch als Erwachsenenbildungsstätte und Jugendheim.

70. Schon 1869 beantragte Gemeindevorsteher Schulte-Mesurn bei der obersten Postbehörde für Mesum ein eigenes Postamt. Nach zweimaliger Ablehnung genehmigte das Generalpostamt Berlin den Antrag, worauf dann zum 1. Januar 1872 die 'Kaiserliche Postagentur Mesurn' im Haus des bisherigen Gemeindeboten Bernhard Karnpel, jetzt zum Postagenten befördert, eingerichtet wurde. Auf unserem Bild ist die Agentur, das Haus Karnpel, (1989 abgebrochen) im Jahre 1916 abgebildet. Vor dem Haus steht Postagent Karnpel mit einern Kind und dem Postkarren, mit dem er alltäglich die Post vorn Bahnhof holte und dann austrug. Abends karrte er die eingelieferte Post damit wieder zum Bahnhof, von wo sie in alle Welt gefahren wurde.

71. Die Postagentur Kampel wurde 1928 aufgehoben und unter der Leitung von Maria Schwenniger an anderer Stelle zum Zweigpostamt erhoben, das dann 1959 in ein Postamt umgewandelt wurde. Außerdem gab es in Mesum noch eine weitere Poststelle, närnlich 'Kolge über Rheine'. Sie war im Hause Pranz Asemann, Rheiner Straße, eingerichtet. In dem alten Kötterhaus Asemann - unser Bild stammt aus dem Jahre 1930 - war außerdem noch ein kleiner Kolonialwarenhandel untergebracht, wie die vielen Reklameschilder unübersehbar verkünden. Das Pachwerkhaus mit Brettergiebel wurde 1955 zur Gaststätte 'Zur Kolge' umgebaut. Ein Jahr später stuften die Postbehörden die Poststel1e II 'Kolge über Mesum' zu einer Posthilfsstelle zurück.

72. Vor 50 Jahren waren auch in Mesurns Umgebung die Bäche und Flüsse noch so sauber, daß die Bevölkerung in heißer Sommerzeit hier ungetrübte Badefreuden genießen konnte. Der Ruf nach einer öffentlichen Badeanstalt kam so kaum auf, und selbst in der Nachbarstadt Rheine gab es nur ein Flußbad in der Ems. Während die Ems durch ihre Strömung Untiefen besaß, die für ungeübte Schwimmer gefährlich werden konnten, war der Mühlenbach (Frischhofsbach) - auf unserem 50 Jahre alten Foto in der Nähe von Höping - ungefährlich. Mit welch einfachen Mitteln ein Sprungbrett installiert war, demonstrieren hier erfindungsreiche Jungen. An einigen Stellen wurde der Bach gestaut und erreichte dort ausreichende Wassertiefen. Die Badekleidung entspricht noch den strengen Sitten von Anno dazumal.

73. Zur Einführung von Pfarrer Franz Römer versammelten sich 1904 alle kommunalen Würdenträger aus Kirchen- und Schulvorstand, Schule, Vereinen und Gemeindevertretung mit dem neuen Pfarrer vor dessen Wohnung in der nagelneuen Johannesschule, wo jener vorübergehend eine der Lehrerwohnungen benutzte. Alles, was in Mesum Rang und Namen besaß, war an diesern Feiertag vertreten und ließ sich stolz vom Fotografen ablichten. Während Pfarrer Römer hinter dem Tisch in einer Reihe mit den Gästen sitzt, hat sich Franz Achterkamp ganz nach vorn gesetzt. Die Herren mit den Zylindern vor den Fenstern sind (von links) die Lehrer Schwenniger und Kuper.

74. So sah das Pastorat 1930 aus. Architekt Nordhoff aus Münster baute es 1904 für den neuen Pfarrer Römer. Der Neubau erhielt als eines der ersten Häuser in Mesum elektrischen Strom vom E-Werk Stiegemann. An gleicher Stelle stand früher das alte Pastoratsgebäude: ein einstöckiges, altmodisches Fachwerkhaus, das einstmals auch landwirtschaftlichen Zwecken dienen mußte, weil die früheren Pfarrer zugleich Ackerer und Kötter waren, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. So fehlte in dem uralten Gebäude keineswegs die obligatorische Spinnstube. Nach Fertigstellung des neuen Hauses 1904 kam auch eine direkte Zuwegung zur Kirche: 'Pastors Pättken'.

75. Das Schützenwesen blickt in Mesum auf eine lange Tradition und Geschichte zurück, wenn auch der älteste Schützenverein, die 'Junggesellen-Schützen-Vereinigung 1877', erst gut 100 Jahre alt ist. Alte Quellen erwähnen schon früher zwei Vereine, Im Dorf entstand 1913 noch der 'Schützenverein Kolge, Thie und Venn', der sich 1924 in 'Allgerneiner Bürger-Schützen-Verein Mesum' umbenannte und der 1937 mit den Junggesellen zur 'Schützenvereinigung Mesum 1877' fusionierte. 1910 wurde der 'Bürgerschützenverein Mesum-Feld' gegründet, der hier auf dem Foto sein 10. Stiftungsfest feiert. Vor der Kegelbahn des Wirtes Feldhaus hat sich das Kommando mit Damen aufgestellt, zu dem Feldwebel August Sievers und Major Hansmeyer (Mitte der ersten Reihe) gehörten.

Mesurn i. Wcstf

Rathans

76. Mesum ist nun seit 1975 ein Stadtteil von Rheine. Davor war der Ort über 125 Jahre eine Gemeinde des Amtes Rheine, so daß in Mesum keine eigene Verwaltung eingerichtet war. Dennoch trägt die Postkarte aus dem Jahre 1916 die Unterschrift 'Mesum-Rathaus' und stellt ein großes Gebäude dar, in dem lange die Verwaltungsnebenstelle des Amtes untergebracht war und in dem heute eine Außensteile der Stadtverwaltung ist. Die Bezeichnung 'Rathaus' versteht sich aus dem damaligen Streben der Bürger nach völliger Selbständigkeit der Gemeinde Mesurn. Die Mesumer wollten augenfällig demonstrieren, daß sie schon ein eigenes Verwaltungsgebäude, ein Rathaus, besaßen,

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