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Metelen in alten Ansichten

Metelen in alten Ansichten

Auteur
:   Reinhard Brahm
Gemeente
:   Metelen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4766-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Metelen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Der Bildband 'Metelen in alten Ansichten' ist erwachsen aus meinen Besuchen in den Familien in Metelen und aus den Gesprächen, die wir dort führten. Diese Besuche ergaben sich zwangsläufig aus meiner Tätigkeit im Metelener Stadtarchiv, zu der eben auch Öffentlichkeitsarbeit gehört. So ist dieser Band auch durch die Mithilfe der Metelener Bürger entstanden und damit zugleich auch ihr Werk. Die vielen Frauen und Männer aufzulisten, die mir von Alt-Metelen erzählten, reicht der Platz nicht aus. Bei der Gestaltung des vorliegenden Bildbandes habe ich mich von der Vorstellung leiten lassen, daß einerseits ins Bild gesetzt werden sollte, was nicht mehr ist, aber zu den Nachlebenden noch in einer Beziehung steht, wie das alte Rathaus, die ehemalige Mädchenschule im Stift usw.; andererseits sollten die altvertrauten Dinge, an denen das Herz der Metelener hängt und die den Fremden einen nachhaltigen Eindruck von der alten Stiftsstadt zu geben vermögen, in einer früheren Zustandsform abgebildet werden. Dabei sollten möglichst viele verschiedene Bereiche von Alt-Metelen dem heutigen Betrachter vermittelt werden. Wichtig war mir, Bilder aufzuspüren, die nicht in jedem Haushalt über den Heimatkalender bereits bekannt waren. Ich habe mich bemüht, alle Gesellschaftsschichten und alle Lebensbereiche ins Bild zu setzen: den Fabrikanten, den Weber, den Sonderling, die Villa wie das Kötterhaus und den Gewerbebetrieb.

Da Metelen seit je aus den Gemeinden Stadt und Kirchspiel Metelen bestanden hat, die beide immer aufeinander bezogen waren, enthält der Bildband 'Metelen in alten Ansichten' auch Fotografien, die das Leben in den Bauerschaften Naendorf und Samberg widerspiegeln, Die Texte zu den Bildern sollten nicht zu sehr durch historische Rückblicke überfrachtet werden. Wesentlich schien mir, hier und da eine Begebenheit, eine Anekdote, ja auch ein paar Verse unterzubringen. Bei den Beschreibungen habe ich auch Wert gelegt auf das Alltägliche, auf das 'Kleine' im Leben der Menschen des dargestellten Zeitraumes. Der Leser, der Alt-Metelen mit dem gegenwärtigen Ortsbild vergleicht, wird feststellen, daß er manchem, was untergegangen ist, mit Wehmut nachhängt. Trauer ist die eine Seite, ein Anstoß dazu, das Hier und Jetzt zu verstehen und die Zukunft verantwortlich zu gestalten, ist die andere Seite des Versuches, Alt-Metelen ins Bild zu setzen.

Der Gemeinde Metelen danke ich für das Wohlwollen, mit dem sie das Entstehen des vorliegenden Bildbandes begleitet hat. Herrn Landesarchivar a.D. Dr. August Schröder danke ich für freundlichen Rat und die Durchsicht des Manuskripts. 'Last, but not least' bedanke ich mich bei Frau Eva-Maria Nippe-Koßmann und Frau Erika Weiß für die geduldige Ausführung der Schreibarbeiten.

1. Die Kornwassermühle an der Vechte hat Jahrhunderte lang im.Dienste Metelens gestanden, erst als Stiftsmühle, nach der Stiftsaufhebung als Pachtmühle des Fürsten zu Salm-Horstmar. Nach dem letzten Besitzer wird sie Plagemanns Mühle genannt. Heute dient sie als Mühlenmuseum. Um das in Trockenzeiten knappe Wasser besser nutzen zu können, ließ der Fürst 1902 eine Turbine einbauen. Zugleich mit dem rückschlägigen Wasserrad wurde das verschlissene Getriebe ausgewechselt. Hatte das Rad eine Leistung von 12 Pferdestärken erbracht, so verfügte die Turbine über 30 PS. Sie trieb neben den drei Mahlgängen auch einen Generator zur Erzeugung von Lichtstrom an. Nach Aufgabe der stationären Drescherei gliederten Plagemanns der Mühle ein Sägewerk an. Die Mahlkunden konnten entweder in barer Münze zahlen oder das Prinzip des Multerns anwenden.

2. Der Schilden liegt im Schnittpunkt dreier Straßen: der Straßen nach Ochtrup, nach Wettringen und nach Ahaus. Zur besseren Versorgung der Anwohner des Schilden mit Wasser für Haushalt und zur Brandbekämpfung beschloß der Gemeinderat 1858 auf dem Schilden einen Notbrunnen im Tagelohn anlegen zu lassen. Eine Pumpe, mit einem Holzkasten umkleidet, förderte das Wasser zutage. Die Anlage wurde so installiert, daß der Brunnen im BrandfalIe offengelegt und das Spritzrohr eingelassen werden konnte. Auf dem Schilden tränkte man nicht nur das Vieh, hier trafen sich auch die Frauen zum Wäschespülen. Sie brachten ihre Kochwäsche auf einer Schiebkarre zur Pumpe. Die Spüllauge wurde über einem langen Rost ausgegossen. Bis in die jüngste Vergangenheit hat die Schildenpumpe existiert. Etwa 1938 ist sie durch einen repräsentativen Brunnen ersetzt worden.

3. Das Foto zeigt das Innere der Pfarr- und Stiftskirche SS. Cornelii und Cypriani um 1930, also einige Jahre vor der Tieferlegung des Gotteshauses. Auf dem Bild ist noch die frühere Ausmalung zu erkennen. Die Kanzel mit dem Schalldeckel ermöglichte es dem Pfarrer, ohne Mikrophon den Gläubigen zu predigen. Im Chorraum befand sich noch das eichene Gestühl aus der Stiftszeit. Die erste Bank links vom Eingang an der Westseite hieß 'Hülsos Bänksken'. Sie unterschied sich darin von den übrigen, daß sie an der Gangseite eine Tür besaß und insgesamt eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Chorgestühl hatte. Wenn die Jungen von Adolph Hülso mit anderen Jungen Karten spielen wollten, holten sie von 'Hülsos Bänksken' die Lampe. Das war noch vor der Zeit, als elektrische Beleuchtung im Ort aufkam.

4. Das heutige Haus Dr. Asbeck am Kirchplatz (Wigbold 248) reicht weit in die Stiftszeit zurück. Hier im Hause lebte nachweislich der Kamininschrift um 1621 der Richter der 'Freiheit' Metelen. Im 19. Jahrhundert wohnte hier der SalzseIler, der Wirt Bernhard Anton Brüning. In der Folge lebten hier der Wirt Meiling, der Klempner Hüning, der Kaufmann und Klempner Feldhues, die Familie Klümper, und die Arztfarnilie Dr. Asbeck. Was man bei Feldhues kaufen konnte, zeigt das Bild sehr anschaulich: praktische Gegenstände für Haus und Garten. Aber auch Zentrifugen konnte man hier erstehen. Feldhues lieferte daneben auch Waren an die Webereien und Aussteuer für die Landwirtstöchter. Die Breite der Produktpalette, die Feldhues anbot, zeigt sich an den Lieferungen: 1886 bezog die Kirchengemeinde 21h Kg Pulver für das Böllerschießen bei der Bischofsfeier .

5. Hünings Gasse, im 19. Jahrhundert 'Stiege' oder 'Brünings Gasse' nach dem Wirt und Salzseller Brüning genannt, trägt ihren Namen heute nach dem Krämer und Blechschläger Hüning, der am oberen Ende der Gasse gewohnt hat. Den älteren Metelenern ist die Stiege nicht nur als Kirchweg, sondern auch als Schulweg in Erinnerung, lagen doch die Schulen vor dem Bau der 'neuen Schule' an der Ochtruper Straße alle am Kirchplatz. 1912 wurde die bisherige Besteinung aus 'Kattenköppen' durch einen Klinkerbelag ersetzt. In den sechziger Jahren zollte die Verwaltung der Mode Tribut und ersetzte die roten Klinkersteine durch Steinplatten. Ältere Bürger können sich noch an den 'Pütt' in der Gasse erinnern. Da er aber längst zugeschüttet war, konnten die Kinder mit der Antwort auf die Frage nach ihrer Herkunft 'Aus dem Pütt in Hünings Gasse' nicht viel anfangen.

6. Zu den Häusern, die dem Kirchplatz sein unverwechselbares Aussehen gaben, gehörten die Häuser des Schusters Hännes und die Knabenschule. Bog man bei Liemann links in die Kirchstraße ein, kam man zu den Häusern Roters, Kleppel und Feldhues. Roters führten vor 1928 in ihrem Hause ein kleines Lädchen, in dem man Zigarren, Süßigkeiten und Wolle kaufen konnte. Hier warteten die Leute am Sonntag, bis nach der Messe die Bekanntmachung auf dem Stein vor der Schule verlesen und Post verteilt wurde. Da die Pfarrkirche sowohl für die Stadtbürger als auch für die Eingesessenen des Kirchspiels die einzige Kirche der Pfarrei war, konnte man in Metelen auf Bauerschaftsboten verzichten und sich auf die Bekanntmachung vor der Kirche bzw. vom oben genarmten Stein herab beschränken. Auf dem Bild (rechts) sieht man noch zwischen Liemann und Roters das Haus der Lehrerin Elisabeth Kleppel.

7. Bei den drei Häusern auf dem Foto handelt es sich um ehemalige Stiftsgebäude: zwei Wohnhäuser und die Abtei von 1720. Im Haus Bonn lebte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts der Schreiner Morbusch, der erste Vorsitzende des Handwerkervereins. Der Händler IlIigens wohnte um 1930 im vorderen Teil dieses Hauses. Einmal in der Woche fuhr er durch Metelen und verkaufte Fisch. Die Mädchenschule, vor der Stiftsauflösung von Oerscher Besitz, steht nicht mehr. Im Stiftsgebäude von 1720, das nach der Aufhebung der geistlichen Stifte anfangs der Familie Hummels gehörte, später an Kersting kam, wurde schon in den zwanziger Jahren Fremdenverkehr praktiziert. Den Schwestern Mariechen, Clärchen und Hedwig gelang es, Sommergäste aus dem Ruhrgebiet nach Metelen zu holen. Die Fremden erhielten vier Mahlzeiten am Tag. Dazu gehörten Kuchen und alles, was im Garten heranwuchs.

8. Die 'Kaiserliche Freiheit' Metelen bestand aus dem Stadtgebiet, dem Vorort 'Mersch' und dem Außenposten 'Spakenbaum' , wo im Mittelalter das Leprosenhaus gelegen hat. Dieses Herrschaftsgebiet der Äbtissin war durch besondere Zeichen markiert: durch Freibäume und Freisteine. Der Freibaum an der Ochtruper Straße war viele Jahrhunderte lang ein Zeichen der Stiftsfreiheit. In einer Sturmnacht etwa um 1926 mußte die Eiche ihrem Alter Tribut zahlen. An der östlichen Spitze des Marktplatzes beginnt die Straße Vitustor. Hier lagen auf der rechten Straßenseite das Schründersche Stammhaus, das Hotel 'Zur Post', wo der Postexpedient Fabry ein Postamt lIl. Klasse, einen Gaststättenbetrieb und eine Bäckerei führte. Es folgen (rechte Straßenseite) Siänen, Reuter, Ewering, Arning (Giebelhaus) und Stening.

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