Mettingen in alten Ansichten

Mettingen in alten Ansichten

Auteur
:   G. Fuhrmann
Gemeente
:   Mettingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1720-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mettingen in alten Ansichten'

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19.

Dreht das Oberdorf die Pillen und bereitet die Mixturen, käuft im Unterdorf man Räder, Thermometer und auch Uhren.

Dieses Geschäft betrieb Uhrmachermeister B. Jeltrup in einern Haus, das direkt am unteren Mühlenteich lag. B. Jeltrup war wohl der erste Amateurfotograf in unserem Dorf. Ihm verdanken wir die wenigen Aufnahmen während des Baues der St. Agatha-Kirche,

20. Hemmelgarns Häuschen. Im oberen Balken die Inschrift: 'Meister Joh. Gerdt Staggemeyer'. In den Konsolen die Jahreszahl 1754. Eine quergeteilte Haustür, Hochschiebefenster mit vielen kleinen 'Ruten'. Abgebrochen wurde das Haus 1956. Ein traditionsbewußter Tüötte hat dieses Haus fast maßgerecht im Tüöttenmuseum wieder aufrichten lassen.

21. Eine Ansicht aus dem Unterdorf mit der vorspringenden Dachecke von Schweers Haus 'up de Soest'. Schneiders Haus, Neyers Schöppken, Telsemeyers Pullenschöppken, Hemmelgarns Haus, davor Bäens Pierestall, daran angelehnt rechts Süßen Königs Fenster. Ein idyllischer Winkel. Er mußte schon vor der Sanierungswelle, da er im Wege war (oder besser gesagt, damit man fast an der gleichen Stelle Hochhäuser errichten konnte), weichen.

22. Die Sunderstraße mit Schuhmacher Schweers Haus, Bäens-Telserneyer und Süßen König, wo man bei den Königstanten Pralinees, Bömskes, Biskes, Zigarren und auch diese Karte kaufen konnte. In Bäens Pierestall - die Ecke ist soeben noch zu sehen - spannte man sonntags während der Kirchzeit die Pferde aus.

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23. Bäens Küöken mit dem langen niedrigen Schanktisch. Sonntags standen rundherum die schnapsgefüllten Gläser und zum Nachfüllen als Selbstbedienung die Komflasche auf dem Tisch. Böse Zungen behaupten, daß vor dem Hochamt der halbe Schluck getrunken wurde, nach dem Hochamt der Rest. Im Vordergrund an der alten Theke kauften währenddessen die Frauen bi Bäens Martha Sucker un Solt un Kolonialwaren för de ganze Wiäke. Bäens Maria röstete immer summend den Kaffee. 'Man kann eben nicht überall solchen Kaffee kochen', lobten Kenner und auswärtige Besucher.

24. Im Jahre 1834 wurde die erste katholische Dorfschule nach der Reformation feierlich eingeweiht. Im Erdgeschoß die Lehrerwohnung, der Schulsaal in der ersten Etage. Das Haus war vordem das Warendepot der ten Brinken, der sogenannte 'Flügel'. Obige Aufnahme ist Mitte der zwanziger Jahre (dieses Jahrhunderts!) entstanden. Wohlgeordnet in einer dem Treppenbau angepaßten Zickzacklinie stehen die grauten Junges alle in der damals noch auf dem Lande modernen dreiviertellangen Bukse. Bei dem Neubau des Bruchsteinhauses für die Apotheke im Jahre 1939 wurde der alte Stil vorzüglich beibehalten.

25. Drei Josefs der Anwohner haben Pate gestanden, als man dieser Straße den Namen 'Josefstraße' gab. Drei Häuser hatte damals diese Straße. Ganz vorn links stand das Haus 'Süßen König', daneben 'Röben Hüsken' mit der romantischen Laube, rechts 'Messhof' (Puckert) mit der großen Nien Dürn, Die einzige, fast im Kirchturm versteekte Uhr zeigt die Uhrzeit: drei Minuten nach halb vier.

Meltingen Schenkwirtschaft !J. Grotemeyer

26. Moormanns 'nie Hus', eingerichtet als Hotel aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts: schwarz-weiß kariert mit grüner Tür und Blinsen wie die Farben der alten westfälischen Fahne. Alexander Meyknecht, Schankwirt, Weiß- und Schwarzbrotbäcker, Krämer mit Kolonial-, Schrnier-, Tabak- und Eisenwaren, erwarb das Haus 1828. Er übernahm noch die Post 1837. Josef Grotemeyer heiratete 1861 die Tochter und führte unter seinern Namen das Geschäft weiter. 1913 mußte dies zu klein gewordene Haus dem Neubau weichen.

27.

Ist doch Vater Grotemeyer Bäcker, Wirt, Getreidemäher. Und sein Nachbar Hugo Neyer Wirt, Barbier und Pfeifendreher...

Der Marktplatz Ende der zwanziger Jahre, als er Hindenburgplatz hieß. Links Grotemeyers 1914 fertiggestellter Neubau. An der Josefstraße 'Neyers Röbenhüsken'. Im Durchblick der Gasse 'Bäens', Schneiders Haus mit der herangewachsenen Platane. Auf dem Dach eine riesenlange Radio-Antenne, die mit Langemeyers Schornstein und dem Telephonmast an Höhe zu konkurrieren scheint. Der Treppengiebel des evangelischen Kirchturms im Hintergrund überragt noch die Buchen.

28. 'Am Markt' heißt der Friedrichsplatz nun. Die mächtigen Kastanienbäume am Teich wurden gefällt. Dafür hat man Linden gepflanzt. Das alte aus der Kaiserzeit stammende Kriegerdenkmal ist durch ein mit massivem kunstvollen Kranz geschmiedeten Mahnmal ersetzt worden. Auf ehernen Tafeln stehen die Namen der 1914-1918 aus unserem Dorf gefallenen Krieger. Geblieben ist das Haus Langemeyer mit seinen braunen Blinsen, aber auch hier fehlen die Kastanienbäume.

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