Mettingen in alten Ansichten

Mettingen in alten Ansichten

Auteur
:   G. Fuhrmann
Gemeente
:   Mettingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1720-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mettingen in alten Ansichten'

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Mettingen Partie am Kirchplatz

29. Eine Aufnahme aus den zwanziger Jahren. Die schönen herangewachsenen zum Dorfbild passenden Linden mußten dem Zeitgeschmack weichen. Dafür kamen großangelegte Beete mit Koniferen und Rhododendron. Hinzugekommen links ist die Küsterwohnung. Dahinter das Pastorat. Das Grotemeyersche Haus war 1914 fertiggestellt worden. Ein 'Oldtimer' davor, sicherlich damals ein schnittiges Automobil.

30. Die in den zwanziger Jahren angelegten 'Städtischen Anlagen' gefielen nicht mehr. Man pflanzte in den dreißiger Jahren wieder Linden, die sich bald zur Dorfzier entwickelten, bis übereilt ein Kirchenratsbeschluß die Hinrichtung der Bäume verlangte. Gäbe es eine periodische Wiederkehr im Umgestalten des Kirchplatzes, so dürften wir uns schon heute auf den Tag freuen, an dem wir wieder neue Linden pflanzen können.

31. 1930 wurde dieses Herz-Jesu-Denkrnal feierlich eingeweiht. Bildhauer J osef Neier aus Laggenbeek schuf die zweieinhalb Meter hohe Christus-Figur. 'Pax' ist als Inschrift im Sockel zu lesen. 'Ich will den Ort segnen, wo man mich verehrt' ist die Seiteninschrift.

32. Keine Urkunde verrät das Alter dieser Kirche, die in der Reformationszeit oft ihren Besitzer wechselte, 1674 aber den Reformierten von den Oraniern zugesprochen wurde. Freigelegte Fundamentreste im Innern der Kirche lassen auf zwei Vorgängerbauten schließen. Der Treppen-Giebelturm, gebaut aus groben Sandsteinen, wahrscheinlich einstmals ein Wehrturm, erhielt leider im Jahre 1888 den häßlichen Zementverputz. Der frühere Haupteingang an der Nordseite im spätromanischen Stil ist ein historisches Kleinod.

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33. Um 1920 ist diese Aufnahme entstanden: die Südseite der evangelischen Kirche an der Westerkappelner Straße, langgestreckt die mit giebelförmigen Sandsteinen abgedeckte Kirchhofsmauer. Im Kirchendach der hohe Schornstein für den damaligen Kanonenofen. Vor der Kirche, in dem vorgeschichtlichen Kieseling eingemeißelt, die Bronzeplatte mit dem Bild des letzten deutschen Kaisers, 1913 errichtet als Gedenkstein der vor hundert Jahren beendeten Freiheitskriege sowie der fünfundzwanzigjährigen Regierungszeit Kaiser Wilhelm IJ (1888-1913).

34. Noch heute, fast unverändert, das Haus Asselmeyer aus dem Jahre 1764. 'Et kümp ale trechte', segg Asseln Bernd, der hier bei den Pferden vor dem Landauer steht. 'In allen Sätteln ist er gerecht': Wirt, mit kleinem Kolonialwarenladen, Landwirt, der auch etwas vom Heilen der Viehkrankheiten verstand, gelernter Schmied, Kohlenhändler und vor allen Dingen das Fuhrgeschäft: fünf Kutschpferde standen zeitweilig zur Verfügung, als der 'Pingelanton' noch nicht 'immer langsam voran' zur Stadt puffte. Manchen Mettinger hat er hoch vom Bock nach 'Kösters Kämpken' gefahren. Hinter den Fensterscheiben im Dachgeschoß zwei seiner Töchter und weitere Verwandte. Vor der Schenke der Bauer Schulte-Varenderf und Frieks Verwolter, Anton Börger. Die Aufnahme dürfte etwa 1910 genommen sein. (Abgebrochen in Abbruchsjahr 1976.)

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Amt

35. Im Jahre 1882 erbaute auf eigene Rechnung Kaufmann Alexander König ein einstöckiges Gebäude und überließ es käuflich der Gemeinde, die es als Amtsgebäude und als Wohnung für den Amtmann benutzte. 1893 zweigeschossig ausgebaut, erfuhr es mit dem Wachsen der Gemeinde im Laufe der Jahre Um- und Anbauten, bis es im Jahre 1969 'aus seinen Nähten platzte'. Man hatte aber kurz vorher noch einen großzügigen kostbaren Bürgersaal eingebaut. Im Giebel, in Sandstein gehauen, das alte Wappen der Gemeinde: ein auf dem Kopf stehender Anker mit drei Herzen.

36. Dörflich eng und altertürnlich sind die Straßen und Gassen. 'Kunterbunt un twiäs diireene stoot de Hüser hot un haar...' Im mächtigen Giebel des Schultenhauses die Jahreszahl 1795. Die Linden vor dem kleinen Fachwerkhaus, die wuchtige Eiche vor Fischers Haus, zwei Bäume vor Gillhus, 'dat graute Hus', sind längst gefällt, die Häuser, bis auf eines, abgerissen und im 'Sanierungsstil' wieder aufgebaut. Befürchtungen, die Verse des Heimatliedes abändern zu müssen, sind unbegründet, Im Jahr des Abbruchs 1976 sind nun auch die letzten Häuser hier gefallen und der malerische Winkel (siehe auch nächstes Bild) ist zu Karikatur geworden.

Metlingen

37. Dieser Winkel stillen Friedens wurde gern von Malern und Graphikern als Motiv genommen. 'Dat Graute Hus' rechts im Bilde war damals ein ausgesprochenes Frauenheim. Sauber das ganze Haus, zudem wurde samstags die Küche und die Sandsteintreppe nach dem Schrubben festlich mit knirschendem schneeweißen Heidesand bestreut. Suomer Aumes up de Bank vör Düren saßen die Bewohner im tiefen Schweigen friedlicher 'Eintracht'. Frau Lücking - 'Schulpflegerin' ; Eleonore Hellweg - Abwäscherin; Anna Dieckmann - Wäscherin, Plätterin, Schemiskesstiewerin; Antonia und Auguste Punt Näherin und Strickerin und Siermes Moer - Wäscherin.

38. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird sicherlich diese viel ältere Mühle, die zur Unterstützung der 'königlichen Mühle' im Unterdorf diente, in den alten Urkunden erwähnt. Das fast auf der Straße liegende Haus dürfte die Müllerwohnung gewesen sein. Der erste Transformator, der unserem Dorf das Licht brachte - hinter der Mühle - wurde im Jahre 1914 erbaut, als 'in Europa die Lichter ausgingen'.

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