Mettingen in alten Ansichten

Mettingen in alten Ansichten

Auteur
:   G. Fuhrmann
Gemeente
:   Mettingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1720-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mettingen in alten Ansichten'

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39. Das Kittken wurde im Jahre 1843 erbaut. Mit schweren Eisenstäben gesicherte Fenster garantierten die feste Unterkunft der Schmusslappen und Herümlöpers. Es sprach sich unter den Schulkindern schnell herum, 'of daar eene in sitt'. Mit bangem Herzklopfen erwarteten die Kinder immer die Rückkehr der Frau Feldmann, wenn sie mittags das Essen hineinbringen mußte. Hinter dem großen Tor an der Vorderfront stand die handbetriebene Brandspritze. Der Schlauchtrockenturm wurde erst im Jahre 1927 errichtet, als eine moderne Spritze zur Verfügung stand.

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Mettingen, Krankenhaus

St. Michaelsbrum.ea

40. Kaufleute - Tüötten - aus Amsterdam gaben 1884 das erste Geld für das St. Elisabeth-Hospital, von dem wir hier die Gartenansicht zeigen können. Das Isolierhaus sowie das kleine Waschhaus mit der Desinfektionsanlage wurde später angebaut. Übrigens, der Pflegesatz pro Tag war damals 0,50 MK. Im Bildausschnitt links: das an der Stelle des früheren Hochaltars 1902 errichtete Michaelsdenkmal.

st. Elisabeth Hospital, Mettingen

41. Das Krankenhaus um 1908 mit dem ersten Erweiterungsbau. Den Abschluß bildete eine offene Veranda. Von hier aus konnte man nach Süden das ganze Unterdorf überschauen, nach Westen die eichenumstandene zur Burg führende Straße und die wackelige Zuckelfahrt des 'Pingelanton' vom Buockediek bis zum Handwieser, Kreuzung Sunderstraße, Recker-Neuenkirchener Chaussee verfelgen.

42. Vom Haus Duwelde Voss der Bliek auf das Krankenhaus, Langemeyers Schornstein und St. Agatha Pfarrkirche. Die Straße hieß damals Industriestraße, sicherlich, so spottete der Volksmund, weil do de besten lndustrie-Aerappeln wasst.

43. Eine alte Handelsfamilie. ten Brink, nachweislich schon im 17. Jahrhundert in Mettingen wohnhaft, erbaute 1775 am Toschlag in einem großen Ziergarten dieses eigenart ige Gebäude. Gedacht war es als Aussichtsturrn und Lusthäuschen. Benannt wurde es nach dem Geburtsort der Frau des Christian ten Brink: Bergen op Zoom. Der Volksmund übersetzte es klanggemäß ins Mettinger Platt als 'Biärg up sonn'. Unserer Zeit blieb es vorbehalten, das Wahrzeichen einer alten Seefahrerfamilie über Nacht sang- und klanglos untergehen zu lassen.

Mettingen

Schuiten hof

44. Von starken Eichen und schlanken Buchen überschattet, der letzte der Urhöfe im eigentlichen Dorfgebiet: der Schultenhof. Das Bauernhaus stellt ein typisches Bild handwerklicher Baukunst dar. Wunderbar ebenmäßiges Fachwerk. Die vielen Fächer lassen die Größe des Besitztums erahnen. Bis auf einige Reihen Doekenpannen ist das Haus noch strohgedeckt. Viel zu jung für dieses Haus - 1801 im Torbogen und 1833 im Giebel erscheinen uns die angebrachten Jahreszahlen.

45. Am Rande der Wiese und in den Gärten blühende Obstbäume. Drei Reihen Vikessticken stehen schon auf den Beeten. Frischgrünende Buchen auf dem Hof ergänzen das stimmungsvolle Frühlingsbild.

Un de Mettwost, wenn räch drüge, schickt wi wiet weg üöwern Rhien.

Use Schinken is ja Tüge,

dat wi tücht dat beste Schwien ...

Die Lieferanten bei ihrem ersten Frühlingsausgang auf der Schwienewieske vom Schultenhof.

46. Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde das Bad Mettingen eröffnet. Doch lassen wir den Dichter sprechen:

Will der Sieche suchen Heilung von des kranken Leib's Gebreehen. eilt ins Bad er nah' dem Dorfe.

Auf der Insel Cuba drüben kann er kahnen zur Genüge, Ruht dann aus im dunklen Winkel, vor sich hohe Biereskrüge, neben sich die langen Pfeifen, Brot und Bissen, saft'ger Braten.

Willst noch in die Ferne schweifen?

Es ist erstaunlich, daß bei solchen 'Kurmitteln' der Betrieb nicht florierte, zumal noch eine doppelte Freiluftkegelbahn vorhanden war. Man verstand eben damals noch nichts vom 'Trimrn dich'. Im Jahre 1888 wurde der Badbetrieb eingestellt, jedoch der Name 'Bad' wurde beibehalten.

Jm;el Cuba

47. 'Badsmarie' führte den Wirtschaftsbetrieb weiter. Im großen Kursaal fanden nun die Tüötten-Hochzeitsfeiem statt, Kirmesball und auch in den gepflegten Anlagen das Vogelschießen der Bürgerschützengesellschaft. Die doppelte Kegelbahn stand einzelnen Klubs zur Verfügung. Das handbetriebene Karussell war immer eine Attraktion für die Kinder.

Dampîrnolkerei <lad Met"n!!:tT1

Gruss aus Bad Meitingen.

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Cglt~:t-AnI3g.n mit Springbrunnen.

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48. Nach dem Tode von Frau Witwe Lampe wechselte das Bad des öfteren den Besitzer. Zu der Zeit, als diese Karte entstand, war der Wirtschaftsbetrieb beibehalten, und die Parkanlagen wurden im Sommer gern besucht. Der Backsteinanbau war eine Dampfmolkerei. Der von vielen Milchanlieferwagen befahrene Vorplatz sah immer recht verschlammt und trostlos aus. 'Bedröwet' stimmt einen heute noch der Anblick des HundeMilchwagens.

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