Mettingen in alten Ansichten

Mettingen in alten Ansichten

Auteur
:   G. Fuhrmann
Gemeente
:   Mettingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1720-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mettingen in alten Ansichten'

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59. Heuerhäuser, die zu Ledigs Hof gehörten. Das langgestreckte Haus rechts scheint ursprünglich ein Doppelheuerhaus mit je einer Niendürn in den Giebeln gewesen zu sein. Eine Trennwand in der Mitte teilte das Gebäude für zwei Haushalte. Seit zwei Generationen wohnte hier nur die Familie Gersemann. Die sichtbare Niendürnseite wurde vom Bauer als Heusehuppen gebraucht. Unter den Upkamerfenstern befand sich ein Kellerraum. Die Familie Heger bewohnte das zweite Heuerhaus. Es hatte einen tiefliegenden Schleppwalm mit einern Einschnitt für den Erntewagen und das unvermeidliche 'Uhlenlock' in der Spitze. Der Fachwerkgiebel vom Nachbarnbauernhaus Martin Frehe ist noch zwischen beiden Häusern zu sehen.

60. Wenig Verständnis für die Rettung des Boeckerschen, aus dem 16. Jahrhunderts stammenden Fachwerkhauses zeigten die Ratsherren in der Sitzung vom Februar 1965. Heimatsinn und Heimattreue einiger Bürger und Tüötten dagegen ermöglichten den Erhalt dieses Zeugen aus alter Zeit. Vorbildlich und einmalig wurde dieses Heuerhaus restauriert und zu einem Vereinshaus umgestaltet. Sogar 'dat Hüsken' unter dem Walmdach seitlich der Niendüren ist erhalten geblieben.

61. 'Wiäke is dat?' wird mancher aufmerksame Betrachter fragen. Der Heimatverein, 1924 gegründet, auf einem seiner beliebten Ausflüge. Heinrich Beckemeyer, der erste Erste-Vorsitzende, wurde seiner allgemeinen Beliebtheit wegen 'Heirnatvater' genannt. Im Vorstand, ihm zur Seite: Pauline Langemeyer, Regina Schneider, Heinrich Böcker, Hermann Wehling, Wilhelm Abenhart, Ignaz Pölking, Franz Tombrink, Ferdy Brand und Clemens Artmeyer. Und die vielen Mitglieder auf diesem Bild? Siehe obige Frage?

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62. Immer wieder reizvoll, der Bliek seitlich von der Bergstraße auf unser Dorf. Er vermittelt deutlich, daß es ein Dorf im Grünen ist mit wechselvollen landschaftlichen Formen. Der Bliek reicht bis 'Gierntern, wo de Welt mit Brettern toniegelt is', sagte man seinerzeit, als das gruselike Vinter Moor noch als unerforschtes Gebiet galt. Die Roggenstiegen im Vordergrund wirken heute schon wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten.

63. Vom Toschlag der Bliek auf das Dorf. Die ersten Steine zur Bebauung des 'Lüttken Esch' sind angefahren. Im Vordergrund unter dem efeuumrankten Apfelbaum aus Grotemeyers Garten, hart an der Straße, ein alter Drehbrunnen.

64. Festlich geschmückt sind Kirche und Chorraum anläßlich des goldenen Priesterjubiläums des Pfarrers Mehring im Jahre 1937. Der damaligen Moderichtung entsprechend, war die Kirche im Jahre 1929 neu ausgemalt worden. Vor einern dunkelroten Hintergrund wurden beim Hochaltar verschiedene Goldtöne angelegt. so daß die einzelnen Motive voll und gut zum Ausdruck kamen. Die schönen bunten Rundfenster sind einern späteren nüchternen Geschmack zufolge zugemauert worden.

65. Jedes zweite Jahr ist bei der großen Prozession die erste Station am Ambringer Prozessionshaus, das der Fastabend festlich geschmückt hat. Errichtet wurde es im Jahre 1861. Aus dem Holz einer Eiche schuf Carl Mey knecht, ein Mettinger Bildhauer, das ehrwürdige Kreuz. Seitlich steht ein 'Arrnenpouhl', eine Säule für Almosen, die früher am Tüöttenweg stand.

66. 'Die Kreuzabnahme', Stiftung eines Mettinger Burgers, nachgebildet von der von Achtermarm im Dom zu Münster geschaffenen Kreuzabnahme. Die Renovierung der Kirche im Jahre 1957/58 hat sie nicht überstanden.

67. Der Predigtstuhl - das Geschenk einer Tüöttenfamilie - wurde der münstersehen alten Domkanzei nachgebildet. Kunstvoll geformt wurde er aus weißen Baumberger Sandsteinen. Bei der zweiten Renovierung der Kirche wurde diese Kanzel, da sie überflüssig war und im Wege stand, umgebaut als Taufstein. Die Statuen und Bildnisse wurden als Wandschmuck in die Taufkapelle eingefügt.

68. Jahre vor dem ersten Weltkrieg kaufte ein Gönner der Gemeinde die Sunderdiecksche Besitzung für eine Ordensniederlassung zu Schulzwecken. 'Höhere Mädchenschule schon, aber keine Ordensniederlassung' , entschied die damalige Regierung. Im Jahre 1916 kam die Genehmigung, nachdem der letzte Einwand, daß die guten hiesigen ländlichen Verhältnisse durch höhere Schulbildung negativ beeinflußt werden könnten, widerlegt wurde, und zwar durch den Hinweis auf den Herrn Amtsvorsteher Overmeyer mit dem wallenden Barbarossabart und Herrn Bücker mit dem markanten Bronzekopf. 'Allerdings, da ist nichts zu befürchten' - die Antwort, so schreibt der Chronist.

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