Mühldorf am Inn in alten Ansichten Band 2

Mühldorf am Inn in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rudolf Angermeier
Gemeente
:   Mühldorf am Inn
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5238-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühldorf am Inn in alten Ansichten Band 2'

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69. Der Velozipedclub Mühldorf war ein außerordentlich rühriger Verein, bei dem die Pflege einer zünftigen Gesellschaft vor allen sportlichen Ambitionen rangierte. Freilich verantstaltete man in der schönen Jahreszeit Wettfahrten und Radausflüge, ein Anfahren im Frühjahr und ein Abfahren im Herbst, aber dabei ging es weniger um Radrennen als Wettkampf, sondern um Vereinsausflüge mit Damenbegleitung und gemütlicher Einkehr bei einern Bruderverein in der Umgebung. Besonders beliebt waren sogenannte Corsofahrten mit blumen- und bändergeschmückten Rädern, die Teilnehmer in Weiß, rnit Schärpe und Krawatte vorneweg, es war immer eine Demonstration des Vereins und ein farbenfrohes Bild obendrein, Statt MBX-Rädern und Gangschaltung gab es eben Gesundheitslenker , Ballonreifen und rnitunter das Malheur einer ausgesprungenen Kette.

70. Am 6. November 1934 war es so weit, daß man dem neuen 'Haus der Nationalsozialisten' in Mühldorf den Firstbaum aufsetzen konnte. Es sollte in Zukunft die Dienststellen der Kreisleitung der NSDAP und sämtliche Gliederungen der Partei aufnehmen. Herr Architekt EiseIe, die Parteileitung mit ihrem Kreisleiter und die örtlichen Baumeister hatten sich mit fünfzig am Bau beteiligten Arbeitern eingefunden, um mit Hakenkreuzfahne und einem lustigen Vers des Zimmermans das Gelingen zu feiern. In markigen Reden wurde von einem wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit gesproehen und die Feier schloß mit einem dreifachen Sieg Heil auf den Führer. Inzwischen ist das 'Braune Haus', wie es im Volksmund genannt wurde, in den wesentlich vergrößerten Komplex des Landratsamtes aufgegangen.

71. Die Zeugen des Luftangriffs am Josefitag des Jahres 1945 werden immer weniger. Ein Großteil der heutigen Bewohner Mühldorfs wird es einfach nicht für möglich halten, daß es sich bei dieser Straße, im Vordergrund des Bildes, um die RichardWagner-Straße handelt. Und dabei lag das Inferno zur Zeit der Aufnahme schon einige Monate zurück, die Straße ist schon wieder befahrbar und die Menschen gehen schon wieder ihrer gewohnten Arbeit nach. Fünfzig Jahre später sind alle Spuren des Krieges so gründlich verwischt, daß bei vielen Nachgeborenen Zweifel aufkommen könnte , ob es sich bei diesem Bild tatsächlich um ihre Heimatstadt handelt. Uns hat allein der dokumentarische Wert dieser Aufnahme bewogen, sie unter die alten Ansichten Mühldorfs aufzunehmen, bewerten und beurteilen mogen sie jene, die das Glück hatten, davon verschont geblieben zusein.

72. Das war vom einst so berühmten Gasthof 'Hirnmel' nach dem Krieg noch übriggeblieben. Die Beschädigungen durch die Bombenangriffe der Alliierten waren so gravierend, daß man sich zum völligen Abbruch entschließen mußte. Dabei zählte der Himmelbräu zu den traditionsreichsten der Stadt, ist 1481 schon genannt und brachte mit der Familie Stöttner eine wahre Brauerdynastie hervor. Der Himmelsaal war der größte Saal in Mühldorf, alle großen Versammlungen, Bälle, Konzerte, Hochzeiten und andere Volksbelustigungen sind über diese Bühne gegangen und auf der Anhöhe,

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