Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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9. Greven: Die Wassermühle auf dem heutigen Hof Höping-Pel!engahr sol! um 1500 angelegt worden sein. Sie gehörte zum damaligen Schulzenhof Aldrup und war Eigentum des münstersehen Bischofs. Im amtlichen Mühlenverzeichnis von 1817 wird die Doppelmühlenanlage als 'Aldruper Mühle' des Herzogs von Looz aufgeführt. Sie ging vermutlich kurz darauf in das Eigentum des Ökonomen Höping gt. Aldrup über. 1870 wurden die Wasserräder durch eine Turbine ersetzt und gleichzeitig eine Dampfmaschine als Zusatzantrieb installiert. Während die Getreidemühle heute noch über Turbinenantrieb arbeitet, wurde die Ölmühle Anfang der 1940er Jahre durch einen Sturm stark beschädigt und mußte um 1950 abgebrochen werden.

10. Greven: Neben der Wassermühle des Schulzen Topphoff werden in der amtlichen Aufzählung der Grevener Mühlen im Jahre 1817 noch die Wassermühlen des Herzogs von Looz, des Grafen Schmising, des Schulzen Bockholt, des Schulzen Temming und des Colonen Nettman benannt. Im Jahre 1835 richtete Topphoff zusätzlich zur Getreidemühle eine Ölmühle ein. Bereits 1857 beantragte er die Genehmigung zur Aufstellung einer Dampfmaschine, um auch bei Wassermangel den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Jeweils in den 1920er und 1970er Jahren wurden Veränderungen an der Stauanlage vorgenommen. Heute ist die Anlage nicht mehr betriebsbereit. Erhalten sind die Getreidemühle mit dem später angebauten Sägewerk und die Dampfmaschine.

11. Greven: Die Stadt an der Ems hat vermutlich im heutigen Kreis Steinfurt die meisten historischen Mühlenstandorte aufzuweisen - allein neun Windmühlen, die alle erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts errichtet wurden. Keine dieser Windkraftanlagen ist erhalten. 1817 benannte der Grevener Amtmann in der amtlichen Statistik fünf Wassermühlen - darunter an Temmings Mühlenbach die Mühle des Schulzen Temming und die des Colonen Nettmann. Nach Verfall und Untergang der Temmingschen Anlage ist das Mühlengebäude der Nettmannschen heute noch als Mühle Hufelschulte erhalten - ein eingeschossiger Fachwerkbau auf Sandsteinuntergeschoß mit zwischenzeitlich angebautem Turbinenhaus. Sie wurde vermutlich bis in die dreißiger Jahre betrieben.

12. Greven: 'Wie Ihnen mitgeteilt worden ist, soll Heinrich Berger in Gimbte in völlig unzureichenden Räumlichkeiten eines Schuppens eine Mühle eingerichtet haben und sie seit Wochen betreiben. Ob fremde Personen beschäftigt werden, wurde mir nicht mitgeteilt. Sollte dort näheres über die Sache bekannt sein, so bitte ich, mich zu benachrichtigen, wenn möglich unter Beifügung einer Bauzeichnung,' so äußerte sich im Dezember 1922 das Preußische Gewerbeaufsichtsamt über die ungenehmigte Inbetriebnahme der hier abgebildeten Wassermühle. Sie ist vermutlich die letzte kleingewerbliche Mühle Grevens, die im wohl mühlenreichsten Ort des heutigen Kreises Steinfurt eingerichtet worden ist.

13. Hörstel: Die Levedagsche Windmühle - heute ist nur noch der Stumpf erhalten - lag innerhalb der Befestigungsanlage der ehemaligen Titularstadt Bevergern. Zusammen mit der Riesenbecker Klei-Mühle - unmittelbar an der Grenze zu Bevergern gelegen - stellen die beiden ehemaligen Turmholländer die einzigen noch erhaltenen Reste von vorindustriellen Windkraftanlagen auf dem Gebiet der jetzigen Stadt Hörstel dar. Bei der Levedagschen Windmühle könnte es sich um die Weik-Mühle handeln, für die 1799 die Kurfürstliche Konzession erteilt wurde. Sieht man von den beiden kombinierten Wind- und Wassermühlen in Horstmar und Lengerich ab, so steht in Bevergern wohl der Rest des einzigen noch vorhandenen Geschoßholländers auf heutigem Steinfurter Kreisgebiet .

14. Horstel; Das im Hörsteler Ortsteil Gravenhorst gelegene ehemalige Kloster der Zisterzienserinnen ist ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung. Die zugehörige Wassermühle soll bereits von den Stiftern des Klosters im 13. Jahrhundert angelegt worden sein. Inschriftensteine weisen auf baugeschichtliche Daten hin. Einer trägt die Jahreszahl 1651, während das Müllerhaus eiserne Anker mit der Jahreszahl 1657 aufweist. Möglicherweise stammt der heutige Bestand aus dieser Zeit. Die Mühle diente zuletzt als Sägewerk. Der Mühlenteich ist zwar erhalten, direkt an der Mühle ist das Wasser jedoch abgegraben und der Lauf verrohrt worden. Am Gebäude selbst sind Umbauten derletztenJahrzehnte - daruntereineAufstockung - abzulesen.

15. Hörstel: 'Der Mühlenbesitzer Heinrich Noje gt. Knollmann in Hörstel hat das Recht, das Wasser der Hörsteler Aa durch eine Stauanlage anzustauen und zum Antreiben eines unterschlägigen Wasserrades und einer Turbine von 35 PS zum Betriebe einer Korn-, Perl-, Walk- und Ölmühle zu benützen. Das Recht wird auf Ersitzung gestützt, die durch die Urkunde des Bischofs Maximilian von Münster von 1796 und eine Genehmigung der Krieges- und Domänenkammer in Münster vom 5. Februar 1894 nachgewiesen ist,' so der Wortlaut der Wasserbucheintragung aus dem Jahre 1931. Seit Begradigung der Aa liegt die Wassermühle jetzt an der 'Veerbiäke'. Das Staurecht ist erloschen, die Doppelmühlenanlage außer Betrieb und vom Verfall bedroht.

16. Hopsten: Der in der Hopstener Bauerschaft Staden gelegene Turm-holländer wurde 1850 errichtet. Bemerkenswert ist die Ausführung der Umwallung mit massiver Stützmauer und mit eingebauten Räumen. Erbauer und Betreiber der Getreidemühle waren der Colon Johann Heinrich Uphaus und der Instrumentenmacher Eylert Bergmann - beide aus Hopsten. Als man Mitte der 1920er Jahre Flügel und Kappe durch ein Zeltdach ersetzte, war die Windmühle schon auf Motorkraft-Antrieb umgestellt. 1950 wurde der Mahlbetrieb eingestellt. Unterhalb des Kappbodens ist heute fast die gesamte Mechanik erhalten.

17. Hopsten: Die ehemals Wichmannsche ÖI- und Kornmühle auf dem Hof Overmeyer gehört zu den am besten erhaltenen Doppelmühlenanlagen in Westfalen. Das Alter ließ sich bisher nicht ermitteln. Ursprünglich wurden beide Betriebszweige durch Wasserräder angetrieben. Zu Anfang dieses Jahrhunderts erhielt die Getreidemühle eine Turbine. Ab 1924/25 stand die Doppelmühle still. Nachdem beide Antriebe wüstgefallen waren, begann man 1981 mit der Restaurierung der Ölmühle. Nach der Rekonstruktion des Wasserrades und der Reaktivierung der alten HolzMechanik wird seit August 1988 auf dem Hof Overmeyer wieder Öl geschlagen.

18. Horstmar: Die ehemals landesherrliche Windmühle auf dem Schöppinger Berg ist zwar im Zusammenhang mit der Zerstörung durch ein Gewitter und sofortigen Wiederaufbau 1603 erstmals erwähnt, über das Alter des Standortes ist aber leider nichts bekannt. Nach einem weiteren Brand wurde die Bockwindmühle im Jahre 1782 vermutlich durch einen Holländer ersetzt und 'auf Abstand des Lohnes auf Hundert Jahre erbverpachtet' . '1835 den 5. Januar ist die Mühle des Abends um 8.00 Uhr' ein weiteres Mal abgebrannt. Spätestens seit 1903 gab es einen Zusatzantrieb. 1927 wurde die Mühle endgültig stillgelegt. 1944 beschädigte ein Blitzschlag das Bauwerk so erheblich, daß 1946 die Mühlenkappe entfernt und ein Notdach aufgebracht wurde.

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