Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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19. Horstmar: Der aus Jannings Quelle entspringende Mühlenbach erhielt seinen Namen nach dem nächstgelegenen Hof im Horstmarer Ortsteil Leer, zu dem seit etwa 500 Jahren eine oberschlächtig angetriebene Wassermühle gehört. Das genaue Alter des Bruchsteingebäudes ist nicht bekannt. 1844 renovierte Janning die Wassermühle und errichtete 1858 zusätzlich auf dern Leerschen Esch eine Windmühle. Er mußte seine Leistungsfähigkeit verbessern, da sein schärfster Konkurrent - der Müller Wilming - nur wenige hundert Meter bachaufwärts seit 1848 eine kombinierte Wind- und Wasserkraftanlage betrieb. Die Janningsche Windmühle hatte nicht lange Bestand. Die Wassermühle wurde im Jahre 1939 stillgelegt und droht inzwischen wüstzufallen .

20. Horstmar: Während die direkt hinter der Quelle des Leerbachs gelegene Janningsche Wassermühle früher den Stiftsdamen von Borghorst gehörte, muß die Getreidemühle von Wilming - in unmittelbarer Nähe bachaufwärts gelegen - ehedem wohl landesherrlich gewesen sein. 1848 wurde der vorhandene Fachwerkbau durch einen massiven Neubau ersetzt und gleichzeitig zu einer kombinierten Wind- und Wassermühle ausgebaut. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts ergänzten verschiedene Nebenantriebe die natürlichen Antriebskräfte. Die Wasserkraft wurde aber weiterhin - seit 1960 mittels einer Turbine - genutzt. Der zusätzliche Windantrieb mußte in den 1920er Jahren aufgegeben werden, nachdem die Kappe von einem Sturm heruntergerissen worden war.

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21. Ibbenbüren: Die ehemals bedeutendste Mühle Ibbenbürens gehörte ursprünglich zum Hause Werth. Sie fiel 1422 als Lehen an die Grafen von Tecklenburg, die sie an eine Familie tor Möl!en erbverpachteten. 1702 ging die Werthmühle mit der Grafschaft Teekienburg an den König von Preußen über. Die Königliche Krieges- und Domänenkammer zu Minden veräußerte die Anlage im Jahre 1765 zusammen mit den beiden Mühlen in Dörenthe und auf dem Diekenberg an den Mûller Conrad Georg Schnitger, aus dessen Besitz sie dann 1804 an die Stadt Ibbenbüren kam. Das Foto zeigt den Mühlenbau aus dem 18. Jahrhundert, der 1925 durch eine zweigeschossige Maschinenmühle ersetzt wurde.

22. Ibbenbüren: 'Koe voor de kar te Ibbenbüren' - Ochsengespann zu Ibbenbüren - ist das Foto betitelt, das am 1. März 1933 in der Niederländischen Zeitschrift 'Op den uitkijk' abgebildet wurde. Um welche Ibbenbürener Mühle es sich handeln soll, ist unbekannt. Vielleicht ist sie auch im weiteren Umfeld zu suchen. Im Zusammenhang mit der Inventarisierung aller historischen Mühlenstandorte im Kreis Steinfurt interessiert die Bestimmung der abgebildeten Doppelmühlenanlage. Wer Angaben zu dieser Wassermühle machen kann oder darüber hinaus über bisher unbekannte historische Mühlenfotos aus dem Kreis Steinfurt verfügt, wird um Kontaktaufnahme mit der Oberen Denkmalbehörde des Kreises Steinfurt gebeten.

23. Ibbenbüren: Über die Geschichte des Ibbenbürener Mühlenwesens ist bisher wenig bekannt. Das mag damit zusammenhängen, daß die meisten Archivakten im Zentralarchiv von Merseburg (DDR) eingelagert sind. Neben der in diesem Buch abgebildeten Werth-Mühle, der unbekannten Wassermühle und den bereits genannten Mühlen in Dörenthe und auf dem Dikkenberg gab es noch Standorte in Schierloh/ Püsselbüren und auf Gut Grone sowie die Bäumersche Mühle, die Loh-Mühle und die Mühle auf dem Uphof. Ferner ist eine Zichorienmühle auf dem Diekenberg belegt. Das Foto zeigt die letzte Windmühle auf Ibbenbürener Stadtgebiet - den Stumpf eines Turmholländers.

24. Ladbergen: Im Jahre 1840 nahm der Lengericher Gutsbesitzer Erpenbeck auf dem Ladberger Teil seines Hofes eine Ölmühle in Betrieb. Das Foto zeigt das Innere dieser Wassermühle. Kurz darauf folgten eine Bocke- und eine Zichorienrnühle, die beide spätestens 1950 wieder außer Betrieb waren. Der Gebäudekomplex wurde 1880 durch eine Sägemühle und 1884 durch eine Getreidemühle erweitert. Die Ölmühle war in den 1950er Jahren noch in Betrieb, nachdem sie 1949 noch einmal gründlich instandgesetzt worden war. Der Kollergang, das Stampfwerk und das hölzerne Getriebe sind seit einigen Jahren im Besitz des Hagener Freilichtmuseums Technischer Kulturdenkmale. Neuer Nutzungszweck des Gebäudes sind Wohnungen.

25. Ladbergen: In Ladbergen soll es zu früheren Zeiten nur eine Mühle gegeben haben - die Gräflich-Tecklenburgische Wassermühle im Dorf, auch 'Lütke Mühle' genannt. Im Jahre 1707 ging sie mit der gesamten Grafschaft durch Kauf in preußischen Besitz über. Im Oktober 1765 wurde die Doppelmühlenanlage von der Gemeinde für 800 Reichsthaler in Erbkauf übernommen. 1888 war sie im Eigentum des Gutsbesitzers Erpenbeck aus Lengerich-Ringel, der damals auf seinem Hof ein ganzes Bündel von Mühlen betrieb. In den 1960er Jahren erwarb die Burgsteinfurter Privatbrauerei Rolinck die mitten im Dorf gelegene Wassermühle, ließ die beiden Gebäude renovieren und richtete in den ehemaligen Getreidemühlen eine Gaststätte und ein Antiquitätengeschäft ein.

26. Laer: Das im Jahre 1813 angefertigte Königschild der St. Bartholomäusbruderschaft zeigt die 1812 errichtete 'Kappmüel am Heidenbaum', die bereits wenige Jahre später - wohl um 1825 - wieder abgebrochen worden ist. Die Plakette gibt interessante Aufschlüsse über Details damaliger Bauausführung. Sie belegt, daß sowohl die Kappen als auch der jeweilige Rumpf der Holzholländer verschindelt waren. In Westfalen selten anzutreffen und für den Kreis Steinfurt bisher nicht nachgewiesen ist die Zwiebelform der Kappe. Unterstellt man eine seitenrichtige Darstellung, so drehte dieser Achtkantholländer entgegen der allgemein üblichen Laufrichting.

27. Laer: Auf dem ehemaligen Schulzenhof Welling weist die Urkarte eine Bockwindmühle aus. Das Laerer Urkataster datiert von 1813 und stellt damit eine Besonderheit im Kreisgebiet dar, da die Urkarten der anderen Städte und Gemeinden aus dem Jahre 1828 stammen. Auch sind hier die Flure mit Buchstaben gekennzeichnet - anstatt der römischen Ziffern im gesamten übrigen Gebiet. 1873 wurde die Bockwindmühle abgebroehen und 1876 durch einen Turmholländer ersetzt. Von den ehemals fünf Laerer und der einen Holthausener Windmühle war Anfang der 1940er Jahre nur noch die Wellingsche übriggeblieben. Nach starkem Verfall ist der Wallholländer inzwischen renoviert und zu Wohnzwecken umgebaut worden. 1986 erhielt die Mühle wieder ein Flügelkreuz.

28. Laer: Das Foto soll eine der sechs für das heutige Laerer Gemeindegebiet nachgewiesenen Windmühlen zeigen. Es wird zwar der Wellingschen Holländer-Windmühle zugeschrieben, weicht aber entscheidend von der letzten in Laer noch erhaltenen Windmühle ab. Der gußeiserne Wellenkopf entspricht nicht dem belegten Zustand bei Verfall. Auch sind die Fenster anders angeordnet. Es könnte sich hier allerdings um den Lohoffsehen Turmholländer handeln, der 1877 erbaut - bis etwa 1912 in Betrieb war und im Jahre 1919 abgerissen wurde.

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