Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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29. Lengerich: Der heute am Teichufer von Haus Marck stehende 'Holländer' - ein steinerner Trog - erinnert an die 1662 in der Bauerschaft Wechte eingerichtete Papiermühle. Sie war eine der ältesten, zugleich die am längsten noch im Handbetrieb schöpfende Papiermühle Westfalens. Gutes frisches Wasser und genügendes Aufkommen von Lumpen waren die Hauptbedingungen. Als fachmännischen Pächter gewann Hermann von Diepenbroek ein Mitglied der Lippischen Papiermacherfamilie Schmidt. Durch langjährigen Verbleib in der Familie wurde der Betrieb als Erbpacht angesehen und im Ablösungsverfahren, das bis 1848 dauerte, freies Eigentum. 1938 verkauften die letzten Erben die Wasserrnühle. Die Produktion war bereits um 1900 endgültig aufgegeben worden.

30. Lengerich: Die in der Bauerschaft Hohne gelegene Knemühle dürfte als Wassermühle eine der ältesten im Raum Lengerich sein. Im amtlichen Mühlenregister ist sie im Jahre 1814 als 'Knemühle in Hohne, Erbpächter KneemölIer, unterschlächtiges Wasserrad, ein Gang' verzeichnet. Das heute vorhandene Mühlengebäude einer ehemaligen kombinierten Windund Wassermühle wurde vermutlich in zwei Bauphasen errichtet - der untere Gebäudeteil wohl in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts als Wassermühle und als Sockelbauwerk für eine aufgesetzte Windmühle, später der massive Kegelstumpf als Ersatzbau eines vermutlich mit dem Unterbau errichteten Achtkantholländers.

31. Lengerich: Am Ortsausgang Lengerichs in Richtung Tecklenburg stand früher ein Turmholländer. Ehemals dem Haus Marck zugehörig - ging die Getreidemühle in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Besitz der preußischen Könige über. Für die Bewohner der Stadt und der westlichen Bauerschaften bestand Mahlzwang, nur hier ihr Korn mahlen zu lassen. Heute erinnert nur noch die Gaststätte 'Zur Mühle' an die ehemalige landesherrliche Windmühle.

32. Lienen: Das Foto aus den 1930er Jahren zeigt die in der Bauerschaft Westerbeck gelegene Meyersche Mühle. Der Fachwerkbau wurde vermutlich um die Jahrhundertwende errichtet und diente zur Aufnahme einer Dampfrnühle , die wahlweise auch mit Wasserkraft betrieben werden konnte. Die letztere Antriebsart ist an diesem Standort bereits für 1847 belegt. Auf dem Hof Meyer ist zudem für 1826 die zweite Windmühle Lienens nachgewiesen. Die Windkraftanlage ist inzwischen wieder verschwunden, Gebäude und Teich der ehemaligen Dampf- und Wassermühle sind jedoch erhalten.

33. Lienen: Außer den beiden im Mühlenregister der Krieges- und Domänenkammer zu Minden aufgeführten Mühlen der 'Neu-Wasser-Mühle' in Holzhausen und der 'Hölzernen Windmühle zu Lienen' - lassen sich für die heutige Gemeinde Lienen zusätzlich mindestens noch zwanzig historische Mühlenstandorte belegen. Bei Dothage in Holzhausen stand im 19. Jahrhundert eine Bockemühle. Das vorliegende Foto zeigt die wohl später eingerichtete 'Alte Sägemühle von Dothage in der Rubbenburg am Mühlenbach'. Weitere Sägemühlen gab es auf heutigem Lienener Gemeindegebiet bei Baumhöfener und bei Niemeyer-Lienenklaus - beide in Holzhausen - sowie bei Noltmann-Kröger in Kattenvenne.

34. Lienen: Nach dem Mühlenregister der Krieges- und Domänenkammer zu Minden waren die Bauerschaften Dorfbauer mit dem Dorf Lienen, Aldrup und Holperdorf um 1800 verpflichtet, ihr Getreide in der 'hölzernen Windmühle zu Lienen' mahlen zu lassen. Damit war wohl die Windmühle auf 'Kibben Himmel' gemeint. In diesem Mühlenbezirk wohnten damals etwa 1 300 Personen. Der Achtkant gehörte zuletzt wie auch die Wassermühle am Dorfteich Hermann Kriege, der im Jahre 1903 die erste Motormühle Lienens in Betrieb nahm. Die Holländermühle wurde um 1910 abgebrochen. Die Abbildung zeigt ein Gemälde von R. Springer aus dem Jahre 1949, das nach einer historischen Vorlage gefertigt wurde.

35. Lienen: Das an der Lienener Dorfstraße gelegene Fachwerkhaus wurde bis zur Jahrhundertwende als Scheune und auch als Kornlager genutzt. 1903 soll hier eine Motormühle eingerichtet worden sein, die bis etwa 1970 in Betrieb war. Über diese Mühle war auch vor dem Ausbau des Leitungsnetzes der Niedersächsischen Kraftwerke bis 1925 elektrischer Strom für das Dorf Lienen und umliegende Häuser erzeugt worden. Das Fachwerkgebäude ist inzwischen durchgebaut, das Satteldach hat Aufbauten erhalten. Die Tür- und Toröffnungen wurden der neuen Nutzung angepaßt. Im Vergleich mit historischen Fotos ist die ursprüngliche Bausubstanz noch klar erkennbar.

36. Latte: Tüchters Mühle ist die mittlere der drei an der Düte im Lotter Ortsteil Wersen gelegenen Wassermühlen. Die Getreidemühle mußte sich im Mahlbetrieb wegen eines gemeinsam ausgeübten Wasserrechtes mit der am Oberlauf gelegenen Mühle von Borgmann abwechseln. Das rückschlächtige Wasserrad trieb früher einen Weizen- und einen Schrotgang sowie einen Walzenstuhl an. Auch Gries und Haferfloeken wurden hergestellt. Der dreigeschlossige Backsteinbau läßt drei Bauphasen erkennen, die vermutlich - bezogen auf die unteren Geschosse - mit den beiden Inschriftensteinen korrespondieren, die mit 1680 und 1897 datiert sind.

37. Latte: Die Vorfahren des heutigen Mühlenbesitzers Bohle hatten die dritte der im Lotter Ortsteil Wersen gelegenen Wassermühlen im Jahre 1764 erworben. Der Verkäufer wohnte damals im Königlich Hannoverschen Bad Bergen - also im 'Ausland'. Aus diesem Grund mußte der König von Preußen für die Genehmigung des Kaufvertrages bemüht werden. Mit dem Bau des jetzt dreigeschossigen Hauptgebäudes soll 1905 begonnen worden sein. Die gesamte Mechanik der nach Brand im Jahre 1931 umgebauten Getreidemühle ist noch komplett vorhanden - eine Rarität im Kreis Steinfurt. Die eingeschossige Sägemühle mit Horizontalgatter, das Stauwehr und die dreibogige Steinbrücke aus dem Jahre 1812 vervollständigen die bemerkenswerte Doppelmühlenanlage an der Düte.

38. Metelen: Die heute als Plagemanns Mühle bezeichnete Wassermühle an der Vechte gehörte bis 1811 zum Stift Metelen. Danach ging sie in den Besitz des Wild- und Rheingrafen zu SalmGrumbach - des späteren Fürsten zu Salm-Horstmar - über. Während das Alter der Mühle noch unbekannt ist, ist der Fachwerkaufbau für 1839 nachgewiesen. 1902 beauftragte die Fürstlich Salm-Horstmarsche Rentkammer den Brochterbecker Mühlenbauer Remme mit der Umgestaltung der Getreidemühle und dem Einbau einer Turbinenanlage. Nach der Restaurierung hat der MeteIer Heimatverein 1984 in den Räumlichkeiten ein 'Mühlenmuseum' eingerichtet. Die Ausstellung von Maschinen und Geräten der Landwirtschaft und des Handwerks steht unter dem Motto 'Vom Kom zum Brot'.

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