Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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39. Metelen: Im September 1858 stellte der Schulze Lohoff aus Metelen das Konzessionsgesuch zur Errichtung einer Windmühle in unmittelbarer Nähe seines Hofes. Ab 1860 wurden in dem mit einer Galerie versehenen Turmholländer ein Mahlgang, zwei Ölgänge und ein Graupengang betrieben. 1898 erfolgte die Umstellung auf Dampfkraft. 1936 übernahm ein Sauggasmotor den Antrieb neuer Walzenstühle. Mit dieser Umstellung war auch die Erzeugung von elektrischer Energie verbunden. Nach einem Brand wurde der Stumpf der inzwischen wüstgefallenen Windmühle in den 1970er Jahren abgebrochen.

40. Mettingen: Der ehemals in der Mettinger Bauerschaft Kattermuth stehende Galerieholländer soll um 1800 errichtet worden sein. Bis 1905 wurde der Achtkantholländer ausschließlich über Windkraft betrieben. Danach erhielt die Getreidemühle einen Zusatzantrieb über Motorkraft. Nachdem Anfang der 1920er Jahre nur noch zwei Flügel übrig geblieben waren und die Beschaffung von Treibstoff während der Inflationszeit schwierig geworden war, wurde der Mahlbetrieb im Jahre 1922 eingestellt, das Holzgerüst abgebrochen und das Mahlwerk verkauft. Der efeuumrankte Mühlenstumpf erhielt ein ziegelgedecktes Notdach, diente danach als Speicher und wurde 1947 abgebrochen.

41. Mettingen: Die ehemals am Köllbach gelegene Untere Kirchspielsmühle war wohl die älteste Mühle im Dorf. 1599 war sie erstmals erwähnt worden. 1765 wurde sie zusammen mit der Oberen Kirchspielsmühle von der Gemeinde in Erbpacht übernommen. Die letzere war zur Unterstützung der in Dorfmitte gelegenen Untermühle am Oberlauf errichtet worden. Wegen des geringen Ertrages erfolgten ab 1814 keine Abgaben mehr an den Königlichen Domänenfiskus. Nach einem Vergleich über die Rückstände gingen beide Mühlen 1836 durch Kauf in das Eigentum der Gemeinde über. Seit 1919 zeitweise elektrisch angetrieben, wurde die Untere Mühle nach Verfall1978 abgebrochen.

42. Mettingen: In der Bauerschaft Muckhorst wurde wohl1705 mit der Herstellung von Papier begonnen. Papiermacher war damals Gerrit Jansen aus Geldern. Nach mehrfachem Erbfall erlebte die Papiermühle zwischen 1825 und 1853 ihre Blütezeit. Sie stellte damals gutes Kanzleipapier her, das heute noch in vielen Archiven anzutreffen ist. Papier wurde in Muckhorst bis Anfang dieses Jahrhunderts produziert - allerdings zuletzt mit einer Ersatzmechanik. Nach 1826 wurde die Mühlenanlage zunächst um eine Getreidemühle erweitert und später durch eine Sägemühle ergänzt, die vom Ibbenbürener Mühlenbauer Schröder konstruiert worden war. Heute ist von der ehemaligen Muckhorster Mühle nichts mehr übrig.

43. Neuenkirchen: Schon zu fürstbischöflichen Zeiten erhielten die Eingesessenen von Neuenkirchen das Recht, ab 1769 eine eigene Gerneindemühle 'bei dem Siechen Hause' betreiben zu dürfen. Wohl ursprünglich als Erdholländer errichtet, wurde die massive Mühle im Jahre 1888 zu einem Wallholländer umgebaut. Obwohl der Mühlenbetrieb bereits ab Mitte der 1890er Jahre auf Maschinenantrieb umgesteIIt werden sollte, erhielt die Mühle erst 1909 einen Motor. 1929 hörte der letzte Pächter auf, da das Mühlenfeld für die Erweiterung des Friedhofs gebraucht wurde. Anfang der 1930er Jahre verlor sie zunächst Flügel und Kappe und wurde schließlich 1937 zu einem Aussichtsturm umgebaut. 1970 mußte der Mühlenstumpf dem Neubau der Friedhofskapelle weichen.

44. Nordwalde: Die Bispingsche Bockwindmühle wurde 1482 erstmals erwähnt. Im Jahre 1505 ließ Münsters Bischof Conrad folgendes beurkunden: 'Unser Hof zu Bisping, in dem Kirchspiel von Nordwalde gelegen, hat von alters her eine Windmühle gehabt, die dann eine Zeit von Jahren verkommen gewesen, Darum haben Wir Johann Unserem Schulten zu Bisping gegeben und geben in diesem selben Brief den Wind und die Gerechtigkeit, daß er eine Windmühle wieder zimmern und bauen und setzen möge auf dem Heidehofe oder auf dem Hof bei dem Dorfe nach seiner Wahl.' Vermutlich um 1850 verkaufte der Schulte die Bockwindmühle an den Kötter EiIers. Im Jahre 1905 wurde sie durch Blitzschlag beschädigt und bald darauf abgebrochen.

45. Nordwalde: Zu den ältesten Windmühlen des ehemals windmühlenreichen Dorfes Nordwalde gehörte die sogenannte Kampmühle benannt nach 'Leugermanns Kamp'. Der Holzholländer wurde 1811 vom Schulzen Bisping errichtet. Spätestens 1883 befand er sich im Besitz des Colonen Hülsmann. Anfang der 1930er Jahre war der Galerieholländer außer Betrieb, wurde aber mit Beihilfen der Gemeinde, des Kreises und der Provinz Westfalen sowie Holzlieferungen mehrerer Bauern wieder instand gesetzt. Auch der Steinfurter Fürst beteiligte sich an dieser Hilfsaktion. Die damals errichtete Galerie wurde 1949 wieder abgebaut. Als letzte der Nordwalder Windmühlen ist der Holzholländer 1967 abgebrochen worden.

46. Nordwalde: Das Foto aus der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts läßt etwas vom früheren Alltag des Müllers erahnen. Es zeigt das randvoll beladene Pferdefuhrwerk des Nerdwalder Mühlenbesitzers Bernard Böckmann. Die Böckmannsche Dampfmühle wurde vermutlich 1890 errichtet. Spätestens 1922 befand sich das Grundstück an der Emsdettener Straße im Besitz von Kleeschulte und Wiese, die das alte Gebäude durch eine viergeschossige Maschinenmühle ersetzen ließen. Nach einem Großbrand im Jahre 1967 wurde der Betrieb in das Industriegebiet 'West' ausgelagert.

47. Ochtrup: Zum 1180 bestätigten Stift der Augustinerinnen in Langenhorst - heute ein Ortsteil von Ochtrup - gehörte spätestens ab dem 15. Jahrhundert eine im Stiftsbereich gelegene Wassermühle. Neben dieser Getreidemühle besaß das Kloster auch noch eine wassergetriebene Ölmühle, die nur einige hundert Meter entfernt ebenfalls an der Vechte lag. Nachdem das nahe Ochtrup 1493 mit Genehmigung des Fürstbischofs von Münster eine Windmühle errichtet harte, erwirkte die Langenhorster Äbtissin umgehend den Abbruch und die Einführung des Mahlzwanges sowie des Mühlenbannes zugunsten des Langenhorster Stiftes. Vermutlich im Jahre 1913 wurde das eingeschossige Mühlengebäude zu dem heute noch vorhandenen zweigeschossigen Backsteinbau aufgestockt.

48. Ochtrup: Das Haus Welbergen - das kleinste Wasserschloß des Münsterlandes - bildet in seiner Gesamtanlage ein Denkmal von überregionaler Bedeutung. Zu den ohne Frage denkmalwerten Gebäuden der Vorburg gehört neben einem Speicher auch die Wassermühle. Der Inschriftenstein an der Getreidemühle ist mit 'Anno 1802' datiert. Ein Mahlgang ist noch vorhanden und wartet auf seine Reaktivierung. Das Wasserrad wurde um 1960 restauriert. Diese Rekonstruktion war nachweislich der letzte Auftrag, den der Mühlenbauer Remme aus Brochterbeek noch vor seinem Tod ausgeführt hat.

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