Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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49. Ochtrup: Die erste Windmühle Ochtrups war 1493 errichtet worden, mußte aber nach kurzer Betriebszeit auf Betreiben der Archidiakonissin zu Langenhorst wieder abgebrochen werden. Nachdem sich um 1720 sämtliche Einwohner des Wigboldes und des Kirchspiels für einen Mühlenbau einsetzten, erteilte Fürstbischof Clemens August im Jahre 1734 die Genehmigung zum Bau einer Bockwindmühle 'aufm Wall binnen Ochtrumpff. Im Jahre 1757 überließ der Bischof die bisher landesherrliche Getreidemühle seiner Stadt Ochtrup. Wegen Baufälligkeit konnte sie ab 1883 käuflich erworben werden. Den Zuschlag erhielt im September 1884 der Ökonom Hermann Schulte Mesum, der sie 1885 auf der Hagelbrede in Mesum wieder aufbaute.

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50. Ochtrup: In den Jahren 1847/48ließ der Zeiler Johann Gerhard Elvering aus der Bauerschaft Graes bei Ahaus im Ochtruper Kirchspiel auf dem Theesen-Kämpchen eine massive Windmühle mit zwei Mahl- und einem Graupengang anlegen. Anfang dieses Jahrhunderts verlor sie in einem mächtigen Unwetter Flügel und Kappe. Ersatz kam aus dem Kreis Borken. Gleichzeitig wurde der Turm des Wallholländers der neuen Kappe angepaßt und erhöht. Die Getreidemühle war bis 1955 in Betrieb. In den Jahren von 1971 bis 1974 wurde sie erstmals renoviert. Mit der damals versäumten Reaktivierung ist 1987 begonnen worden. Damit dürfte die sogenannte Bergmühle Ende der 1980er Jahre die dritte produzierende Windmühle im Kreis Steinfurt sein.

Gruss aus Wein bei Oe p

Gastwirtschaft zur roma~ sche Ho,. v; A

51.0chtrup: Bemühungen zur Errichtung einer Mühle in der Ochtruper Weiner-Bauerschaft gab es bereits in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Der Bau des heute noch dort vorhandenen Turmholländers geht auf das Konzessionsgesuch des Zellers Steingrobe vom 2. August 1858 zurück. Im Dezember 1859 ging die Getreidemühle in Betrieb. Etwa ein Jahrhundert später wurde sie stillgelegt und in den Jahren 1956/57 zu einer Gaststätte umgebaut. Technikgeschichtlich bemerkenswert ist die durch historische Fotos belegte extrem flache Kappe.

52. Recke: Das Alter der in der Recker Bauerschaft Steinbeck gelegenen Ruthe-Mühle ist noch nicht bekannt. Ursprünglich wurde die ehemalige Korn- und Ölmühle am Recker Mühlenbach von zwei Wasserrädern angetrieben. 1890 erweiterte der damalige Besitzer Feldmeyer die Doppelmühlenanlage, stellte den Antrieb des neu eingerichteten Sägewerks bereits im folgenden Jahr auf Dampfkraft um. Gleichzeitig wurde der Mühlenteich wegen des Chausseebaus von Recke nach Hörstel zum Teil zugeschüttet. 1929 erhielt die Getreidemühle eine Turbine. Die Wasserzuführung ist längst abgegraben, der Schornstein niedergelegt und die Turbine ausgebaut. Das ehemalige Mühlengebäude beherbergt seit 1989 das Heimatmuseum der Gemeinde Recke.

53. Recke: 1764 wurde die Königliche Ruwe- oder Raumühle erstmals erwähnt. Die ehemalige Recker Wassermühle diente den Eingesessenen der Bauerschaften Bockraden, Espel, Steinbeck und einigen Bewohnern von Westerbeck als Getreidemühle. Bis zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde auch Öl geschlagen. 1869 war zusätzlich eine Holzschleiferei zur 'Papier-Fabrikation' eingerichtet worden. Als weiterer Betriebszweig wurde das Vollgatter des Sägewerkes betrieben. Anfang der 1930er Jahre war allerdings nur noch ein Schrotgang mit elektrischem Zusatzantrieb vorhanden. Mit der Vergrößerung der Ibbenbürener Zeche sank der Grundwasserspiegel. Mitte des Jahrhunderts waren der Mühlenbach fast ausgetrocknet und die Mühlenteiche verschwunden.

54. Recke: Die 'Hammermühle Twenhusen' diente um 1700 der ehemaligen 'Smelthütte tot Bockraden' als Walzhammerwerk. Später wurde der Begriff mit zwei an der Recker Aa gelegenen Wassermühlen verbunden. Die obere Mühle - eine Doppelmühlenanlage - ist inzwischen wüstgefallen. Als letzter Betriebszweig hatte sich dort bis in die 1930er Jahre noch eine Sägernühle halten können. Etwa dreihundert Meter südlich liegt heute noch das Gebäude der früheren Getreidemühle. Vom Innenleben ist nichts mehr vorhanden. Ein eingemauerter Stein trägt die Initialen F.R. und die Jahreszah11763. Der 'Gruß aus Recke' zeigt oben die ehemalige Säge- und unten die Getreidemühle, die inzwischen zu Wohnzwecken umgebaut worden ist.

55. Rheine: Die Windmühle auf dem Stadtberg stammte vermutlich aus Salzbergen. Der Erdholländer soll 1879 vom Altenrheiner Landwirt Gerhard Oting erworben und nach Rheine umgesetzt worden sein. 1893 wurde der Achtkant an Hopster verkauft. Ab 1905 ist Heinrich Gerdes, der zuvor Müller in der Windmühle auf dem Thieberg gewesen war, als Besitzer angegeben. Da er die Mühle ab 1914 wegen Einberufung zum Kriegsdienst nicht mehr betreiben konnte, war sie Ende des Ersten Weltkrieges bereits stark verfallen und wurde schließlich 1928 abgebrochen.

56. Rheine: Fotografien der ehemaligen Windmühle auf dem Rheiner Thieberg waren bis 1987 nicht aufzufinden. Erst durch Presseveröffentlichungen aufmerksam geworden, erinnerte sich ein Leser an das alte Fotoalbum seines Vaters. Er fand dort eine Fotografie aus den Weihnachtsferien des Jahres 1910 - wie auf der Rückseite vermerkt. Damit ist der Bestand der Wadelheimer Windmühle noch für 1910 nachgewiesen. Mit der belegten Aufgabe des Mahlbetriebes im Jahre 1905 war auch der Abbruch vermutet worden. Die Abbildung gibt auch Aufschluß über die Bauart der Mühle. Sie galt in der Literatur bisher als Erdholländer. Die deutlich erkennbare Durchfahrt weist den Achtkant jedoch eindeutig als Wallholländer aus.

57. Rheine: Den ersten schriftlichen Nachweis einer Fürstbischöflichen Wassermühle an der ehemaligen Emsfurt in Rheine gab es 1362 im Copiarium Bentlacense. Nach Zeichnungen des Artillerie-Leutnants Johann Boner - einem Mitarbeiter Johann Conrad Schlauns - ließ Münsters Fürstbischof Clemens August die Mühlengruppe am Emswehr 1754 durch einen quaderförrnigen Neubau aus Bevergerner Sandstein ersetzen. In den Jahren 1893/94 wurde die Mühle um ein Stockwerk aus hellerem Ibbenbürener Sandstein erhöht. Gleichzeitig mußten die Wasserräder einer Turbine weichen. 1943 war das Mühlengebäude nochmals um zwei Geschosse - diesmal aus Ziegelsteinen - erhöht worden, die 1986 im Rahmen einer umfassenden Restaurierung wieder abgetragen wurden.

58. Rheine: 1498 erstmals erwähnt - wurde 1628 in Eschendorf 'außer der Oel-Mühle eine KomMühle gemachet' . 1818 lehnte man zwar noch die Errichtung einer Windmühle in der Nähe ab, spätestens 1852 war die Hemelter Mühle eine kombinierte Wind- und Wasserkraftanlage. Dies ergibt sich aus der vorliegenden Zeichnung von Carl Weddige im 'Album Rheinense'. Als die Familie Cordesmeyer 1892 die Mühlenanlage übernahm, war die aufgesetzte Windmühle bereits wüstgefallen und das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt. 1911 kam eine Sägemühle hinzu. 1930 erfolgte die Umstellung auf Antrieb durch Elektromotoren. Die Tagesleistung wurde bis 1971 schrittweise auf 180 Tonnen pro Tag erweitert und die Anlage zur Großmühle ausgebaut.

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