Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten

Auteur
:   Dipl.Ing. Herman Ketteler
Gemeente
:   Steinfurt, Mühlen im Kreis
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4856-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen im Kreis Steinfurt in alten Ansichten'

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59. Rheine: Eine Flurkarte aus dem Jahre 1688 weist die Mesumer Wassermühle auf dem heutigen Hof Peitzmann bereits als Doppelmühlenanlage aus. Die Ölmühle soll 1675 errichtet worden sein. Das Alter der Getreidemühle ist noch nicht bekannt. Ein Aquarell von 1857 weist sie zurnindest zu diesem Zeitpunkt als kombinierte Wind- und Wassermühle aus. Spätestens 1879 war der Windmühlenstumpf wieder abgetragen. Rechts auf dem vorliegenden Bild ist der Ersatzbau aus Fachwerk zu erkennen. 1900 wurden die beiden Wasserräder gegen eine Turbine ausgetauscht. Ende der 1950er Jahre kam der Mahlbetrieb zum Erliegen. Die Ölmühle hatte zwar den Wasserradantrieb behalten, aber auch hier wurde 1958 zum letzten Mal Öl geschlagen.

60. Saerbeck: Die ehemalige Gemeindernühle am Ladberger Mühlenbach war früher eine für das Münsterland typische Doppelmühlenanlage. Das 1910 aufgenommene Foto weist auf der rechten Seite einen eingeschossigen beplankten Holzbau mit drei Wasserrädern aus. Der linke Teil scheint wüstgefallen zu sein. Hier ist um 1922 ein neues Mühlengebäude errichtet worden. Auf der anderen Seite befindet sich heute ein eingeschossiger Backsteinbau mit angebautem Turbinenhaus. Der Mühlenbetrieb ist durch eine angebaute Maschinenmühle aufrecht erhalten worden.

61. Saerbeck: Im Dorf lag früher am Mühlenbach die Getreide- und Ölmühle von Münninghof. Die Doppelmühlenanlage ging später an Paul Boner und danach an Anton Oer über. Hauptbetriebszweig war bis zuletzt das Sägewerk. Auf dem Foto von 1895 ist bereits die Umstellung auf Dampfkraft - im Hintergrund der Schornstein - zu erkennen. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der elektrische Strom die Energieversorgung des Betriebes. Das Sägewerk wurde 1954 ausgesiedelt und das Gelände durch eine Großschlachterei überbaut. Wasch- und Fischrechte sind erst 1973 erloschen. Der Mühlenbauch wurde zugeschüttet.

62. Saerbeck: Im Jahre 1866 ließ Theodor Eilers in der Bauerschaft Sinningen eine Holländer-Windmühle errichten. Der Achtkant wurde mit zwei Mahlgängen ausgerüstet. Der frühere Erdwall ist inzwischen abgetragen. Zudem wurden im Bereich der Durchfahrten Anbauten errichtet. Von der früheren hölzernen Mechanik sind nur noch Flügelachse und Kammrad erhalten. Alle anderen Getriebeteile wurden vermutlich nach Aufgabe des Windkraftantriebes im Jahre 1929 und bei Umstellung auf Elektroantrieb entfernt. Im Jahre 1963 wurde die Mühle erstmals renoviert und mit einem neuen Flügelkreuz versehen. Da aber eine Reaktivierung nicht erfolgte, ist die Mühle infolgedessen bereits wieder renovierungsbedürftig.

63. Steinfurt: Der Mühlenstandort der Schloßmühle an der Burgsteinfurter Aa dürfte so alt wie die Burg sein, die im Jahre 1129 zum ersten Mal erwähnt wurde. Vermutlich wurde sie im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Burganlage, die in einer Fehde mit den Herren der benachbarten Burg Aseheberg im Jahre 1164 zerstört worden war, angelegt. Die heutigen Grundmauern stammen vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahre 1922 ließ die Fürstliche Verwaltung die damals noch vorhandenen drei Wasserrader durch ein einziges ersetzen. Gleichzeitig wurde das früher eingeschossige Mühlengebäude nach einem Entwurf der Prinzessin Viktoria zu Bentheim und Steinfurt aufgestockt. Heute dient die ehemalige Getreidemühle als Restaurant.

64. Steinfurt: Die ehemals Fürstliche Niedermühle in Burgsteinfurt wurde 1352 erstmals in Zusammenhang mit der Obermühle - der Schloßmühle - erwähnt. Die heute vorhandene Bausubstanz stammt aus dem Jahre 1697. Inschriftentafeln und Wappensteine belegen den Wiederaufbau nach einem Brand für das genannte Jahr. Die Aa wurde in Burgsteinfurt bei der Niedermühle ein zweites Mal aufgestaut, um den Wasserstand im Stadtgebiet regeln zu können. Das kleine schmucklose Mühlengebäude befindet sich heute in Privatbesitz, nachdem die Fürstliche Verwaltung 1957 entschieden hatte, die Niedermühle nach längerem Stillstand nicht wieder in Betrieb zu nehmen.

65. Steinfurt: Die dritte der drei Fürstlichen Wassermühlen Burgsteinfurts - die Ölmühle - soll erstmals 1343 benannt worden sein. 500 Jahre später bemühte sich die Fürstliche Verwaltung um den Verkauf. Der Betrieb lohnte sich nicht mehr. 1888 bot der Hollicher Schulze Temming vergeblich 4000 Mark. Damals war die Mühle noch in gutem Zustand. Spätere Verkaufsversuche scheiterten am 1891 einsetzenden Verfall. Eine Hochflut mit starkem Eisgang hatte die Mühlenbrücke und das Stauwerk fortgerissen. Das Wasserrad war nicht mehr zu gebrauchen. 1902 wurde schließlich die Abbruchgenehmigung verlangt. Die letzten Reste verschwanden 1976 in Zusammenhang mit dem Neubau der Bundesstraße 54.

66. Steinfurt: Im Steinfurter Ortsteil Borghorst gibt es seit hunderten von Jahren zwei Wassermühlen - die von Temming und die von Nünning. Die letztere wurde 1590 erstmals erwähnt. Belegt ist ferner, daß die Betreiber von Nünnings Mühle seit 1679 mit dem Steinfurter Grafen - als Eigentümer der am Unterlauf der Steinfurter Aa gelegenen Schloßmühle - Streit um die Wahrnehmung der Staurechte führten. 1878 ging die inzwischen Fürstliche Mühle an die Textilfirma Rabe, Brader & Co. über, die in unmittelbarer Nähe eine Fabrik errichteten. Nicht erst seit Einstellung des Mahlbetriebes im Jahre 1898 ist der Begriff Nünnings Mühle mit dem Betrieb einer Gastwirtschaft verbunden. Mindestens seit 1757 hat es eine Schänke bei der Mühle gegeben.

67. Steinfurt: In Burgsteinfurt herrschte Ende der 1850er Jahre 'größte Mahlverlegenheit' , da die Wassermühlen stillstanden und die Fürstliche Wind- und Roßmühle 1858 abgebrannt war. Unter Ausnutzung der preußischen Gewerbefreiheit translozierten ein Ahauser Müllermeister und ein Kaufmann aus Weseke 1859 einen Achtkantholländer aus dem Raum Osnabrück auf den Hollicher Esch. Mit Windkraft wurde die Mühle nur etwas mehr als dreißig Jahre betrieben. Um 1915 verlor sie bereits die Flügel. Nach starkem Verfall wurde 1986 mit der Reaktivierung der Windkraft begonnen. 1988 konnte der Mahlbetrieb wieder aufgenommen werden. In Hollich steht seitdem die erste betriebsbereite Windmühle des Kreises Steinfurt.

68. Steinfurt: Im Jahre 1808 erhielt Casper Oskamp die Erlaubnis zum Bau einer Windmühle in der Nähe des heutigen Bahnüberganges an der Dumter Straße. Das Grundstück wurde ihm von der Gemeinde Borghorst überlassen. Den Turmholländer erstellte er auf eigene Rechnung. 1810 heißt es in der Chronik des Vikars Joseph Wildt: 'Gegen Mitte des Juli war das Mauerwerk der Mühle beendet. Am 17. Juli wurde die äußerst schwere und dazu mit 700 bis 800 Pfund beschlagene Achse mit einem Kran glücklich aufgezogen.' 1817 ging der Galerieholländer endgültig in seinen Besitz über. Bereits um 1833 stand die Mühle im Eigentum des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt. 1913 wurde sie wegen Baufälligkeit stillgelegt und nach weiterem Verfall im Jahre 1928 abgerissen.

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