Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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8. Auch für die mitgereisten Ehefrauen bildete dieser Reichshandwerkertag eine willkommene Abwechslung. Von links nach rechts die Müllermeister Johannes Gagzow (Darnbeck), der als Obermeister den Willkomm hielt, Pa ui Robrahn (Selsmdorf), Carl Voß (Stralendorf bei Schwerin) als Träger der Innungsfahne, August Kähler (Palingen) und Werner Ahrens (Grevesmühlen).

Gruß aus Steinhäusers Restaurant Schwerin i. M.

9. Die Müllerinnung traf sich jährlich zu sogenannten Quartalsversammlungen. Bis an den Anfang der dreißiger Jahre bildete das 'Schützenhaus' in Grevesmühlen den Treffpunkt, ab 1934 aber galt Steinhäusers Restaurant Schwerin als Innungslokal, Während der Ouartalsversammlungen eigneten sich die Müllerrneister durch Vorträge und durch den Erfahrungsaustausch neues fachliches und kaufmännisches Wissen an. Ab 1933 beeinftußten nationalsozialistische Tendenzen die Zusammenkünfte der Müller. Dies bejegen die Innungsakten, aber auch die im Bild 10 sichtbare Bühnendekoration.

W. Die Quartalsversammlungen waren immer mit einem guten Essen verbunden, an dem oftmals auch die Frauen teilnahrnen, im Bild in Steinhäusers Restaurant in Schwerin Mitte der dreißiger Jahre. An der Innenseite (rechts. Erstervon vorn: Müllerrneister Hans Oltmann/Schönberg). Ab 1940 mußten sich allerdings auch die Müller mit dem angeordneten 'Eintopfesseri' begnügcn. Manchmal führten die Innungsmitglieder und deren Frauen auch einen 'Müllerball' durch, z.B. nach längerer Pause am 11. Mai 1936.

11. 'Das Wandern ist des Müllers Lust', davon kündet dieses Foto. In früherer Zeit begaben sich auch die Müllergesellen auf Wanderschaft. Mit schwarzer Samt- oder Manchesterhose, schwarzen Lederschuhen, roter Weste und weißem Hemd mit Schillerkragen sowie mit Wanderstock und Rucksack zogen sie durch die Lande, wie dieser junge Müller Mitte der zwanziger Jahre.

12. Zum Handwerkszeug des Müllers gehörten der breite Mühlsteinkraushammer (links) für das Behauen der ganzen Fläche, der schmale Mühlsteinkraushammer (rechts) für das Bearbeiten der Furchen, die Mühlsteinpicke (Mitte) und die Nadel zum Nähen der Säcke (ganz rechts). Dem Augenschutz diente eine Brille (ganz links). Das abgebildete Handwerkszeug nutzte früher der Müllergeselle Arthur Meiburg (Lüdersdorf), der wenige Wochen vor seinem Tode im Herbst 1993 dem Autoren dieses Buches wertvolle Hinweise vermittelte.

13. Seit der Gründung der Stadt Grevesmühlen gab es den bereits 1230 erwähnten Ort Poischow, heute ein Ortsteil Grevesmühlens. Schon damals bestand dort eine Wassermühle, die in den folgenden Jahrhunderten immer wieder genannt wurde, Z.B. in einer Urkunde aus dern Jahre 1377 als 'die var der Stadt belegene Mühle', 1837 erwarb die Stadt die seit 1716 zum Domanium gehörende Mühle. Die Poischower Mühle bildete einen umfangreichen Gebäudekomplex. Als Wohnhaus und Wassermühle diente das große Gebäude in der Bildmitte. Der Poischower Mühlenbach war zu einem Mühlenteich aufgestaut, der sich etwa rechts neben der im Hintergrund sichtbaren Scheune befand. Das Wasser trieb ein Mühlenrad an der Hinterfront des Wohnhauses und floß dann nach Westen ab (im Bild naeh vorn). Linkerhand sind noch ein weiteres Wohngebäude und Stallungen erkennbar. Letzter Müller war Emil Oltmann. Nach 1953 verfielen die Mühlenanlagen, die Gebäude sind noeh vorhanden.

14. In unmittelbarer Nähe der Wasserrnühle stand im vergangenen Jahrhundert eine Windmühle auf einem Hügel des Tannenbergs, der damals noch weitgebend unbewaldet war. Im Juli 1887 brannte die machtige Holländermühle des Müllermeisters Kolz nieder. Erhalten blieben jahrzehntelang Überreste des Unterbaus, die die Größe dieser Mühle erahnen ließcn, Diese Ruine gehörte damals zum Erholungsgebiet 'Tannenberg' . 1953 wurden die Reste abgetragen und die Ziegelsreine zum Bau des 'Haus des Friedens' in der Grevesmühlener Karl-Marx-Straße verwendet.

15. Müllermeister Eduard Carl Meyer ließ 1874 am Questiner Weg einen sogenannten Erdholländer errichten. eine massive, ganz aus Stein gebaute Windmühle ohne Galerie. Sie war zunächst niedriger und wies mit Segeltuch bespannte Flügel auf. Sein Schwiegersohn Heinrich Ahrens veranlaßte 1905, die Mühle um ein Stockwerk zu erhöhen. Das Bild verdeutlicht dies. Dabei erhielt sie 10 m lange Jalousiefiügel. Die Aufnahme zeigt die Mühle Mitte der zwanziger Jahre. Damals arbeitete sie als Wind- und Motormühle. Auf dem offenen Pungenwagen, der dem Transport von Getreide- und Mehlsäcken diente, nahmen damals Kinder aus der Nachbarschaft Aufstellung. Die Windmühle wurde am 18. Januar 1960 gesprengt, um für den Bau der Wohnblöcke an der Schillerstraße Platz zu schaffen. Sie hätte dort allerdings nicht gestört.

16. Müllermeister Eduard Meyer bezog 1878 ein großes Wohnhaus an der Ecke Bahnhofstraße/Questiner Weg. Zwei Jahre zuvor war dort ein zunächst dreistöckiger Getreidespeicher gebaut worden, in dem er mit einem von Pferden betriebenen Göpelwerk schrotete. 1936 wurde der dreistöckige Speicher um ein Stockwerk erhöht und zur Mühle ausgebaut. Nach dem Einbau moderner Maschinen konnte hier später bis zu 7,5 t Mehl pro Tag gemahlen werden. Ab 1959 produzierte die Mühle bis zu ihrer Schließung am 31. Dezember 1991 ausschließlich Misenfutter für landwirtschaftliche Betriebe und erreichte dabei Spitzenleistungen bis zu 100 t pro Tag bei bis zu 14 verschiedenen Sorten.

17. Anläßlich der Silberhochzeit von Werner Ahrens entstand dieses Foto. Es zeigt von links Müllermeister Heinrich Ahrens (20. März 1868 bis 18. Dezember 1946), Müllermeister Werner Ahrens (5. Juli 1896 bis 8. März 1983) und Müllermeister Heinrich-Karl Ahrens (geboren 14. April 1922). Mullermeister Heinrich Ahrens leitete seine Mühlenbetriebe von 1901 bis 1931 und übergab sie dann an seinen Sohn Werner Ahrens. Enkel Heinrich- Kar! Ahrens führte den Betrieb in der Familientradition in vierter Generation von 1959 bis zu dessen Schließung am 31. Dezember 1991.

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