Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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28. Am Anfang der dreißiger Jahre ließ sich die Familie Kühl vor ihrer Mühle fotografieren. Ganz rechts Otto Daniels, rechts unten Müllermeister Max Kühl, der die Mühle von seinem Vater übernahm. Die 'Grevesmühlener Zeitung' meldete am 8. April 1935: 'In der Nacht vom 6. zum 7. April 1935 brannte die Kühlsche Windmühle in Mummendorf ab. Sie war das weithin sichtbare Wahrzeichen der Gegend. Sie lag außerhalb des Ortes. Bis Sonnabendabend 20 Uhr war sie noch in Betrieb, nachts stand sie dann in hellen Flammen.' Mit dem Mühlenbetrieb war eine Bäckerei verbunden. die bis 1960 bestand.

29. In unmittelbarer Nähe seines Wohnhauses ließ sich Müllermeister Max Kühl1935 eine neue. moderne Mühle bauen. Im Erdgeschoß des Gebäudes befanden sich die elektrisch betriebenen Maschinen, der Elektromotor dagegen im Keiler, der obere Gebäudeteil diente als Speicher. Diese Mühle arbeitete noch bis Anfang der siebziger Jahre.

30. Eine der schönsten und weithin sichtbaren Windmühlen stand in Grevenstein bei Roggenstorf. Sie wurde im Jahre 1903 gebaut, nachdem ihre Vorgängerin in der Nacht vom 23. zum 24. Februar 1903 abgebrannt war. Das Bild zeigt die Grevensteiner Mühle in den dreißiger Jahren. 1928 kaufte Otto Wigger aus Kalkhorst die Grevensteiner Mühle, die er bis 1953 führte. Damals verließ er aus politischen Gründen die damalige DDR. Mit 92 Jahren ist der in Lübeck wohnhafte Müllermeister Otto Wigger der älteste noch lebende Müller der ehemaligen Müllerinnung Grevesmühlen. Die Mühle wurde bis 1967 als LPG-Mühle genutzt, dann verfiel sie sehr schnell. Ab 1985 erfolgte ein teilweiser Wiederaufbau, so daß sie heute, zwar ohne Flügel, wieder einen sehr schönen Aussiehtspunktbildet.

31. Etwa 100 m unterhalb der Grevensteiner Windrnühle befand sich das Wohnhaus des Müllers. Es war. wie alle Wohnhäuser von Müllern, ein großes Haus, das nicht nur der Familie, sondern zum Teil auch den im Betrieb beschäftigten Personen, z.B. für die Mühle bzw. für die eigene Landwirtschaft, Platz bieten mußte. Zur Grevensteiner Mühle gehörte immerhin eine landwirtschaftliche Nutzfläche von über 34 ha.

32. In unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus befanden sich die weiteren Wirtschaftsgebäude. Den Kern bildete ein großes Gebäude, das unten als Pferde- und Kuhstall und oben als Speicher und Henboden diente. An der Westseite war ein Aufzug, Die Bilder 33 und 34 sind neuere Aufnahmen, um einen gesamten Mühlenkomplex (Mühle, Wohnhaus, Speicher) darstellen zu können.

33. In Kalkhorst brannte am 22.123. Oktober 1874 eine Windmühle ab, Mitvernichtet wurden 'bedeutende Vorräte an Korn und Mehl, welche in der Mühle lagerten'. Danach erfolgte der Aufbau der Windmühle auf einem Hügel am Dönkendorfer Weg. 1895 pachtete sie Müllermeister Carl Wigger. Er harte drei Söhne, die den Müllerberuf erlernten. Der älteste Sohn, Wilhelm Wigger, wurde 1906 als Müllerlehrling auf der Ahrenssehen Mühle (Grevesmühlen) vom Transmissionsriemen erfaßt, wodurch er tödlich verunglückte, der zweite Sohn, Otto Wigger, kaufte 1928 die Grevensteiner Mühle (vgl. Bilder 30 bis 32), während der jüngstc Sohn, Karl Wigger, die Kalkhorster Mühle ab etwa 1940 führte. Die Kalkhorster Mühle bestand bis in die fünfziger Jahre, wurde dann stillgelegt und verfiel sehr schnell. Ende der fünfziger Jahre wurden ihre Reste beseitigt.

34. Der Transport von Getreide und Mehlsäcken erfolgte bis Mitte der dreißiger Jahre, teilweise speziell in den Dörfern auch noch später, mit sogenannten Pungenwagen. Es waren entweder offene Kastenwagen, wie im Bild vor der Windmühle in Kalkhorst. oder Planwagen. einem halbkreisförmig überspannten Wagen.

35. Nahe der Ostseeküste des früheren Amtes Grevesmühlen gab es mehrere Windrnühlen, die den Fahrensleuten auf der Ostsee als Landmarken dienten. Dazu zählten unter anderem die Mühlen Volkstorf, Elmenhorst, Redewisch und Hohenkirchen. Sie lagen jeweils auf den höchsten Erhebungen nahe dieser Dörfer und waren somit weithin sichtbar. Die Redewischer Mühle gehörte zum Gut Redewisch, das aber bis 1894 noch Rethwisch hieß. Zwei Generationen der Familie Rehsöft bewirtschafteten diese Windmühle etwa über den Zeitraum von fünfzig Jahren. Ab etwa 1870 nutzte Erbpächter und MülJermeister Friedrich Rehsöft diese Windmühle. Am Anfang unseres Jahrhunderts übergab er sie an seinen Sohn Gustav (im Bild). Da die Mühle auf Grund ihres Alters baufällig war, wurde sie um 1910 abgerissen. Bilder existieren offensichtlich nicht mehr von dieser Mühle.

36. Weithin sichtbar war auch die Windmühle von Niederklütz. Jahrhundertelang gab es auf der 26 m hohen Erhebung Mühlen, unter anderem eine Bockwindmühle. Nachdem diese Mühle 1904 niederbrannte, erfolgte der Aufbau eines vierstöckigen Galerie-Holländers, Als Müllermeister wirkte schon am Ende des vergangenenen Jahrhunderts und auch in der 1904 errichteten Mühle OHo Lindemann. 1930 gingen die ErbpachtsteIle und die Mühle in den Besitz der Familie Kibbel über. Müllermeister Ernst Kibbel nutzte diese Mühle bis 1972. Mit der Stillegung der Niederklützer Mühle hätte auch diesem Wahrzeichen der Verfall gedroht. Klützer Bürger setzten sich aber erfolgreich für deren Erhalt ein. Nach der 1980 begangenen 750-Jahr-Feier der Stadt Klütz begann die Rekonstruktion, die bis 1985 beendet wurde. Seit 1985 ist das Mühlenrestaurant Klütz eine vielgenutzte und sehr bekannte gastronomische Einrichtung. Den Klützern kommt das Verdienst zu, daß nach diesem Beispiel andere Mühlen erhalten werden konnten, z.B. in Grevesmühlen und Grevenstein.

37. Abseits des Dorfes Plüschow, auf kürzestem Wege etwa 1,5 km entfernt, liegt die sogenannte Plüschower Mühle, an die aber seit 65 Jahren nur noch diese Bezeichnung für einen ehemaligen Mühlenkomplex erinnert. Zu ihm gehören ein früher vom Müller genutztes Wohnhaus, ein kleineres Haus, das in der Landwirtschaft mitarbeitende Personen bewohnten, ein Backhaus sowie andere Wirtschaftsgebäude. Ursprünglich war die Plüschower Mühle eine Wassermühle, wenigstens ab 1885 ist dort aber eine von Müllermeister Carl Kiencke geführte Windmühle nachzuweisen, die sich zwischen 1907 und 1928 im Besitz des Müllermeisters Carl Schwedt befand. Ende der zwanziger Jahre stellte die Mühle ihren Betrieb ein, sie verfiel dann rasch. Die Bäckerei blieb noch einige Jahre danach erhalten.

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