Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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38. In Damshagen stand am Pariner Weg ein Erdholländer, der einen massiven Unterbau, einen mit Rohr gedeckten Turm und ein Schindeldach besaß. Als Pächter dieser ritterschaftlichen Mühle sind ab 1885 Fritz Schütz, ab 1906 ein Röhl und ab 1916 August Schwedt bekannt. Die beiden Letztgenannten wurden 1906 bzw. am 8. Mai 1916 als Meister in die Müllerinnung aufgenommen. Mit dem Tod des damals 43jährigen Mühlenpächters August Schwedt am 12. Juni 1926 arbeitete die Damshäger Mühle wohl nicht mehr. Ab 1930 ist dies mit dem Vermerk 'Außer Betrieb' im Staatskalender belegt. August Schwedt und Carl Schwedt (vgl. Bild 37) waren Brüder. Die Ruine dieser Mühle bildete 1944 für den UFA-Film 'Der Majoratsherr'. der zum Teil im Klützer Winkel gcdreht wurde, eine besondere Szenenkulisse. Hauptdarsteller waren seinerzeit Willy Birgel, Viktoria ven BalJasko und Anneliese Uhlig.

39. Zum Domanialgut Groß Voigtshagen gehörte seit etwa 1750 eine Erbpachtstellc, die mit einer Wassermühle verbunden war. Sie blieb vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis 1945 über vier bzw. fünf Generationen im Besitz der Familien Freier bzw. Beusch. Auf dieser Stelle wurde 1812 Mü!lermeister Freier genannt, dessen Tochter den Müllermeister Christoph Beusch heiratete. Er übernahm diese Mühle 1838. Zu Freiers Zeiten wird die Wasserrnühle noch bestanden haben, Christoph Beusch war aber bereits 'Windmüller' . Die im Bild 2 gezeigte Innungslade könnte auf die Müllermeister Freier (Groß Voigtshagen) und Schröder (Grevenstein) zurückzuführen sein, die etwa zur gleichcn Zeit die beiden benachbarten Mühlen besaßen und der Grevesmühlener Innung die Lade möglicherweise bei ihrer Aufnahme stifteten.

40. Bild 39 zeigt noch das alte Wohnhaus der ErbpachtsteIle Freier/Beusch und die Familie des Müllermeisters Joharm Beusch, der den Betrieb um 1860 von seinem Vater übernommen hatte. Um 1880 entstand das neue Wohnhaus 'Voigtshäger Mühle' an der Straße von Dassow nach Rankendorf. Jenseits dieser Straße stand auf einem Hügel die Windmühle, die Müllermeister Wilhelm Beusch am 26. Mai 1894 von seinem Vater übernommen hatte. Drei Jahre späterbrannte diese Mühle dann ab. Bilder blieben davon nichterhalten. Die Erbpachtstelle ging 1939 an den Sohn Karl-Ludwig Beusch über, der sie bis zur Bodenreform 1945 nutzte.

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41. Bereits ab 1513 wurden in Dassow Wassermühlen erwähnt, bis ins 20. Jahrhundert hinein, Am Ende des vergangenen Jahrhunderts entstand am Rand des heutigen Ortsteils Vorwerk zusätzlich eine Hollanderwindmühle. Müllermeister Paul Oltmann, ein Mitglied der holsteinisch-mecklenburgischen Müllerfarnilie Oltmann (vg!. Bilder 3,13, 47 und 48), pachtete diese Mühlen 1910, spater erwarb er sie. Die Windmühle brannte 1932 nieder.

42. In Warnkenhagen, im nördlichen Teil des Klützer Winkels gelegen, hielt sich bis in die vierziger Jahre eine Wassermühle, die mit einer Bäckerei verbunden war. Am LOktober 1917 ließ sich Müllermeister Borgstedt bei der Grevesmühlener Müllerinnung einschreiben. Am 2. August 1922 meldete das 'Schönberger Tageblatt' unter anderem: 'Der Hof- und Mühlenbesitzer Klingenberg aus Schwansee kaufte das Mühlengewese in Wamkenhagen. Der neue Besitzer beabsichtigt, mit dem Mühlenbetrieb einen Getreidehandel und Futtermittelverkauf zu verbinden.' In den dreißiger Jahren nutzte Müller und Bäcker Albert Klein dieses Gebäude, bis 1945 dann Fritz Diers. Die Bäckerei blieb bis 1958 erhalten. Das Foto zeigt im vorderen Teil das Wohnhaus, im hinteren Teil befand sich der Mühlentrakt, erkennbar durch den Aufzug.

43. Am nordwestlichen Ortsrand von Harkensee stand wenigstens ab 1885 bis etwa 1948 eine Holländerwindmühle. 1885 war Mullermeister Carl Klafack Nutzer dieser Mühle und eingeschriebenes 'Mitglied der Grevesmühlener Müllerinnung. Ab 1921 hatte Müllermeister Ernst Vollen die Mühle gepachtet. Der Besitzer des Gutes Harkensee ließ die Mühle noch 1944 technisch überholen, sie sollte aber dann der Wasserförderung dienen. Das Kriegsende vereitelte diese Pläne. Die Mühle war mit einer Bäkkerei verbunden. letztere bestand bis etwa 1950. Die Mühle wurde noch kurzzeitig zwischen 1945 und 1947 genutzt, verfiel dann aber rasch.

44. Zum Besitz des Gutes Pötenitz gehörte die sogenannte Volkstorfer Mühle, zwischen 1904 und 1943 genutzt durch Müllerrneister Johann Witte. Diese Mühle hatte ein besonderes Schicksal. Nach dem Tod des Müllers Witte (1943) sollte die Mühle abgerissen werden, weil sie wegen ihrer exponierten Lage zum Luftzeugamt Pötenitz einen markanten Orientierungspunkt für angreifende Bombenflugzeuge bot. Dies geschah aber nichtmehr. Nach 1948 diente die verfallende Mühle der Grenzpolizei als Wachturm. Spätestens J952 wurde sie abgerissen. Übrig blieb zunächst nur das Mühlengehöft, das auf Grund seiner Lage im 500-m-Grenzstreifen 1961 ebenfalls beseitigt wurde.

45. Die Windmühle SeImsdorf entstand um 1870. Erste Besitzer waren Heinrich Krickhuhn (bis 1890), dessen Bruder Joehen Krickhuhn (bis 1899) und dessen Tochter Elisabeth Krickhuhn. Am 14. Oktober 1901 übernahm Müllermeister Joharm Heinrich Robrahn diese Original-Holländische Zwickmühle (Galeriemühle), der sie 1933 an seinen Sohn Paul Robrahn (vgl. Bilder 7 und 8) übergab. Als letzter Müller nutzte Schwiegersohn Herbert Vollmer die Mühle zur Herstellung von Mischfutter. In der Nacht vom 16. zum 17. März 1972 brannte die Mühle ab.

46. Die modernere Art des Transports von Mehl oder Getreide verdeutlicht dieses im Februar J 944 aufgenommene Bild. Elsbeth Robrahn, Tochter des Müllerrneisters Pa uI Robrahn, transportierte mit dem dreirädrigen Lieferwagen, Marke Vidal & Sohn, vor allem Mehl in die Bäckereien in Selmsdorf Dassow und Schönberg.

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47. Mühlen haben auch für Schonberg eine jahrhundertealte Tradition. In erster Linie werden es immer Wassermühlen gewesen sein, denn die Maurine oder auch der Rupensdorfer Bach boten dazu gute Bedingungen. Letzterer ist durch den 'Kalten Damm' zum überteich gestaut. Sein Wasser trieb die seit 1848 bestehende Wassermühle Schönberg. Unmittelbar daneben befand sich seit 1821 eine mächtige Galerie-Holländerrnühle. Sie wurde 1907 abgetragen und nach Selmsdorf umgesetzt, wo sie unter anderen die Müller Dittmann, Grabig und Werner nutzten. Am 13. März 1922 brannte sie nieder.

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