Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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48. Im Jahre 1905 kaufte Anton ültmann (vg!. Bilder 3 und 23) den Schönberger Mühlenkomplex, die sogenannte Friedrich-Wilhelrn-Mühle, zu dem neben der Dampf- und Wassermühle auch noch die Windrnühle gehörte. Drei Jahrzehnte lang führte Anton ültmann diese Mühle, Dann übernahmen seine beiden Söhne Werner und Hans gemeinsam den Betrieb, 1939 erwarb Hans ütmann (vg!. Bild 10) die Mühle allein. Er modernisierte die Mühle, nutzte sie allerdings nur bis 1945. Der Mühlenbetrieb wurde dann treuhänderisch verwaltet und ging 1952 ins Volkseigentum über. Seit 1992 arbeitet diese Mühle nicht mehr. Müllermeister Hans ültmann lebt 90jährig in Lübeck-Kronsforde; er unterstützte dieses Buchprojekt tatkräftig.

d. Maurinmühle b. Carlow Ir'lh.~ Wiesehe dorft W""....:.u ?

49. Die Maurine bot auch an anderen Orten die Möglichkeit, Wassermühlen zu betreiben. Die bekannteste Wassermühle war die Maurinmühle bei Neschow. Auf Grund einer historischen Begebenheit trug sie jahrhundertelang im Volksmund den Namen 'Mordmühie'. Als 'Maurinmühle" ist sie seit Ende des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Damals entstanden die irn Bild sichtbaren Mühleneinrichtungen: Im Vordergrund der Mühlenteich, links das 1889 gebaute Wohnhaus, rechts der 1911 abgerissene Schornstein, der zur früheren Dampfmühle gehörte. Diese Mühle ist vor allem mit dem Namen Wieschendorffverbunden. Drei Generationen dieser Familie wirkten hier als Müllermeister. Im vergangenen Jahrhundert war es seit 1874 Wilhelm Wieschendorff (1918 bis 1898), der eine Bauernstelle im benachbarten Pogez kaufte, ihn löste 1881 sein Sohn Theodor (1849 bis 1920) ab, der die Mühle 1895 vom Staat erwarb. Sein Nachfolger war dann Wilhelm Wieschendorff (1886 bis 1964), der bereits auf dem Bild 6 zu sehen war.

50. Wirtschaftliche Gründe, bedingt unter andcrem durch die Abseitslage der Maurinmühle, zwangen Müllermeister Wilhelm Wieschendorff 1928, den Mühlenbetrieb einzuschränken und sich eine Wohnung im Mühlenhaus einzurichten. Dort trieb eine leistungsfähige Wasserturbine das Mahlwerk. Bis in die Kriegszeit stellte Müllermeister Wieschendorff Roggenbackschrot für Lübecker Bäcker her, das Getreide liefcrte eine Lübecker Genossenschaft an. Nach 1945 wurde dort noch Schrot für die eigene Landwirtschaft produziert und Holz geschnitten.

Erholungsheim und Schulungslager der DAF. Gau Meckib.

Maurinmühle i. M. Telefon Carlow 43

51. Ende der zwanziger Jahre erhielt das Wohnhaus der Maurinmühle auf Grund seiner idyllischen Lage eine ganz andere Nutzung. Am 2. August 1928 richtete dort die Ortskrankenkasse Lübeck das Genesungsheirn 'Maurinmühle' ein, in den dreißiger Jahren nutzte die Deutsche Arbeitsfront, Gau Mecklenburg, die Maurinmühle als Erholungsheim und Schulungslager. Dann wurde es für 42 000 Mark an den damaligen Kreis Schönberg verkauft. Ab 1938 galt es jeweils kurzeitig als TBC-Heim und als Kinderheim. unter anderem für polnische Kinder. Bis etwa 1948 blieb 'Maurinrnühle' ein Kinderheim. dann nahm es bis 1973 ein Altersheim auf. Ende der siebziger Jahre erfolgte der Abriß.

Gruss aus Wo1mh3.US und ,sssermilhle

52. Flußaufwärts befand sich in Stove bei Carlow eine weitere Wasserrnühle, gelegen an einem Nebenarrn der Maurine, der den Abfluß des Röggeliner Sees bildet. Zwischen 1847 und 1887 hatte sie Wilhelm Wieschendorff gepachtet, der dann die 'Maurinmühlc' übernahm. Neuer Nutzer der Stover Mühle wurde Müllerrneister Heinrich Schulz, der sie 1909 kaufte. Im Mühlenhaus betrieb er außerdem eine Gastwirtschaft. Rechts davon befand sich ein Malzgebäude. das 1923/24 zu Wohnzwecken umgebaut wurde; dahinter richtete er eine Bäckerei ein. Auf einem benachbarten Hügel war eine Windmühle vorhanden (vg!. Bild 54). Auch den Mühlenteich bewirtschaftete Heinrich Schulz als Karpfenteich. Weiterhin gehörte eine eigene Landwinschaft mit 12 ha zur Mühle.

53. Von der Westseite bot die Wassermühle Stove etwa 1910 folgenden Anblick: Links eine Scheune mit Strohdach, die 1923 abbrannte, rechts der Wasserfall, im Hintergrund (Mitte) das Malzhaus mit der angebauten Bäckerei. Davor stellte sich MüJlermeister Heinrich Schulz mit seiner Familie dem Fotografen, am Wasserfall steht ein Müllergeselle. Zwischen der Wasseroberfiäche des Mühlenteiches und dem Ablauf des Wassers bestand ein Höhenunterschied von 3,80 m, so daß der Antrieb des Mühlrades oberschlächtig erfolgte. Nach Heinrich Schulz (1863 bis 1944) nutzten Sohn Walter sen. (1893 bis 1977) und Enkel Walter jun. (geboren 1934) die Mühle Stove, eine sogenannte 5-t-Getreidemühle. Bis Mitte 1990 arbeitete sie als Mischfutterwerk für die benachbarten Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Seit dem 1. Juli 1990 befindet sich die Mühle wieder im Besitz von WaJter Schulz. Es ist die einzige noch produzierende Mühle der früheren MüJlerinnung Grevesmühlen.

54. Zur Mühle Stove gehörte auch eine sehr schöne Windmühle, ein dreigeschossiger Erdholländer, errichtet vom Mühlenbauer Carl Dose aus Güstrow, dem Schwiegervater von Müllermeister Werner Ahrens (Grevesrnühlen, vgl. Bild 17). Die Windmühle besaß einen gemauerten Unterbau, darüber einen mit Holzschindeln verkleideten Turm und einen mit Stroh gedeckten Mühlenkopf. Anfang der zwanziger Jahre zerstörte ein Gewittersturm die Flügel. Eine Reparatur erfolgte dann nicht mehr.

55. Westlich von Schönberg trieb das Wasser des aufgestauten Lockwischer Mühlenteiches das oberschlächtige Wasserrad einer Mühle. Als dertiger Müller wurde vor 1914 Heinrich Heick genannt, danach Johann Meiburg. ab 1923 dann Heinrich Brauer, dessen gleichnamiger Sohn die Lockwischer Mühle bis zum Jahre 1954 nutzte. Das Foto zeigtdie Reproduktion eines von W. Müller (Kiel) 1943 angefertigten Gemäldes, Arthur Meiburg, Sohn des Müllers Joharm Meiburg, gestattete freundlicherweise wenige Wochen vor seinem Tod die Verwendung dieser Reproduktion und auch weiterer Fotos für dieses Buch.

56. Auch dieses Bild stellt Arthur Meiburg (Lüdersdorf) zur Verfügung. Das Gemälde malte 1992 Werner Frost (Lübeck). Die Abbildung zeigt die Lockwischer Windrnühle, die nach einem Sturmschaden 1917 nicht wieder aufgebaut wurde, die Wasserrnühle, das Wohnhaus des Müllers (rechts) und den Schweinestall (links).

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57. Zu den bestimmenden Gebäuden von Lüdersdorf gehörte sechzig Jahre lang die Windmühle, Sie wurde 1893 von Innien bei Neumünster nach Lüdersdorf umgesetzt. Ursprünglich war dies ein Galerie-Holländer, beim Neuaufbau verzichtete man aber auf die frühere Galerie. Diese Karte aus dem Jahre 1914 zeigt außerdem mit einer 'Dorfpartie und der Kolonialwarenhandlung von Heinrich Böttcher zwei zeitgenössische Dorfansichten.

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