Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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58. Diese durch Arthur Meiburg errnöglichte Reproduktion zeigt das Gemälde des KieIer Kapitäns Erich Rossmann aus dem Jahre 1940. Links ist die 1893/94 erbaute Windmühle Lüdersdorf sichtbar, rechts das von Maurermeister Kar! Kröger erbaute Wohnhaus. Die Windmühle wurde 1954 abgerissen. Die Windmühle Lüdersdorf stand auf dem 'Voßbarg' (Fuchsberg). Diese Erhebung trägt seit dem Mühlenbau im Jahre 1893/94 den Namen 'Mühlenberg'. Die Mühle war mit einer Bäckerei gekoppelt. Müllcrrneister Fritz Seebach, der die Lüdersdorfer Mühle nachweislich wenigstens zwischen 1911 und 1921 besaß, wurde am 6. Oktober 1919 in die Mül!erinnung Grevesmühlen aufgenommen. Zu seinen Nachfolgern gehörten Wilhelm Hermann Kasten, Joharm Meiburg und weitere.

59. Das Bild zeigt den Müllergesellen Johann Meiburg am Mahlgang der Lüdersdorfer Windmühle. Johann Meiburg (1872 bis 1950) begann sein Berufsleben 1894 als Müllergeselle in der damals gerade aufgebauten Lüdersdorfer Windmühle. Nach mehreren anderen Arbeitsorten kehrte er später wieder nach Lüdersdorf zurück und arbeitete in dieser Mühle noch im Jahre 1954. Als die Mühle 1954 abgerissen wurde, war er somit der erste und zugleich letzte Müller, der in dieser Windmühle gearbeitet hatte. Sein Sohn Arthur Meiburg (1906 bis 1993), der in verschiedenen Mühlen Schleswig-Holsteins und vor allem in Palingen tätig war, erwarb sich besonders in seinen letzten Lebensjahrzehnten besondere Verdienste für die Heimatgeschichtsforschung von Lüdersdorf. Seine Vorliebe galt den Mühlen. Sein Haus in Lüdersdorf glich einern kleinen Mühlenmuseum.

60. 'Bei der Heuernte zwischen Herrnburg und Lüdersdorf', so lauter der Titel dieses Bildes. Es ist eine typische Ansicht, die den Reiz einer Landschaft rnit einer Windmühle verdeutlicht. Stolz erhebt sich die Mühle über die engere Landschaft hinweg. In diesem Fall handelt es sich um die Windmühle Lüdersdorf, aufgenommen in den zwanziger Jahren.

61. Ein besonderes Denkmal der Mühlengeschichte bildet der Grabstein für den Palinger Müllermeister Pa u! Kähler auf dem Herrnburger Friedhof. Auf einen Mühlstein ist eine Grabplatte autgesetzt, die die Lebensdaten des Müllerrneisters Paul Kähler und seiner Frau Sophie nennt. Paul Kähler pachtere 1892 die Palinger Wasser- und Windrnühle, die er 1904 erwarb. Die Windmühle brannte 1915 nieder. Zwischen 1930 und 1952 führte sein Sohn August Kähler den Betrieb weiter. Beide waren Mitglied der Grevesmühlener Müllerinnung, August Kähler gehörte zu derem Vorstand (vgl. Bilder 7 und 8). August Kähler wurde 1952 mit seiner Familie zwangsumgesiedelt, er wohnte fortan in GieJow bei Malchin. Die PaJinger Mühle arbeitete ab 1952 noch zwei weitere Jahrzehnte, unter anderem geführt durch Arthur Meiburg. Ab 1962 wurde sie nur noch zweckentfremdet genutzt.

Inh.: J. KlemDau tee h t am Ratzeburger See

Post Gr, Grönau .

62. Zwischen der früheren Utechter Mühle und der Müllerinnung Grevesmühlen gab es keine Gemeinsamkeiten. das Bild wurde aber in dieses Buch autgenomrnen, denn Utecht, unmittelbar im Grenzbereich zwischen Schleswig-Holstein und Meckienburg gelegen, gehörte vor 1934 zu Schleswig-Holstein bzw. Lübeck, kam aber durch das sogenannte Groß-Hamburg-Gesetz 1937 zu Mecklenburg und damit ins Territorium der früheren Kreise Schönberg (1934 bis 1952) bzw. Grevesmühlen (1952 bis 1994). An diese historischen Bcgebenheiten erinnert die farbige Karte, denn die blau-weiß-rote Fahne zeigt die Landesfarben Sch!eswigHolsteins. Sie weht vor der Pension 'Zur Mühle' und erinnert so an eine früher vorhandene Mühle.

63. Eine mächtige Galerie-Holländerwindmühle gab es in Schlagsdort, früher zum Fürstentum Ratzeburg gehörig. Sie besaß einen hohen Unterbau. Ursprünglich arbeitete sie ausschließlich mit Windkraft, seit Anfang unseres Jahrhunderts aber auch mit Motorkraft. In den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts gehörte die Mühle Ernst Kofahl, wenigstens ab 1928 aber dem Müllermeister Max Kosbahn, der Ende 1941 oder Anfang 1942 verstarb. Beide gehörten der Müllerinnung Grevesmühlen an.

64. Diese farbige Ansichtskarte vom Anfang unseres Jahrhunderts zeigt zwei Ansichten von Schlagsdorf. Die Schlagsdorfer Mühle ist vermutlich mit einer Hausmeierei verbunden gewesen, denn in einem Museum fand sich ein Buttermodel mit der Inschrift 'Hausrneierei Schlagsdorfer Mühle'.

Schlagsdorl, Fürstentum Ratzeburg

Geschäftshaus W. Grunewald

65. Jahrhundertelang gab es in Dambeek Mühlen, die bis 1703 der Dambecker Ritterschaft gehörten und danach in den Besitz der mecklenburgischen Herzöge übergingen. 1821 wurde die damals bestehende Mühle verkauft. Die im Bild sichtbare Mühle wurde um 1850 erbaut. Sie ist bis zur Kappe hin massiv gemaucrt, eine Ausnahme unter den Mühlen. 1880 erwarb sie Müllermeister Gustav Gagzow, der sie 1917 an seinen Sohn Johannes Gagzow (vgl. Bild 5) abgab. Beide beeinflußten die Tätigkeit der Grevesmühlener Müllerinnung in hervorragender Weise, unter anderem als Mitglieder des Vorstandes bzw. als Obermeister. 1950 übernahm Joachim Gagzow in dritter Generation diese MühIe, die bis 1955 arbeitete. Seit 1965 dient diese Mühle dem Maler und Bildhauer Detlef Kempgens als Atelier.

66. Im Vordergrund befindet sich das große Wohnhaus der Müllerfamilie Gagzow. Es war schon 1880 vorhanden, wurde aber durch eine Bäckerei erweitert, im Bild vor dem eigentlichen Wohnhaus, die bis in die fünfziger Jahre bestand. Zur Mühle gehörte auch eine Landwirtschaft, die entsprechenden Bauten sind durch das Wohnhaus verdeckt. Die in der Mühle, in der Bäckerei und in der Landwirtschaft beschäftigten Personen wohnten zum Teil in diesem Haus, wurden hier aber fast ausschließlich essenmäßig versorgt. Man aß genreinsam an einem großen Tisch, wie dies auch in anderen Mühlen üblich war.

67. Zu den als Seezeichen genutzten Mühlen zählte auch die Windrnühle von Hohenkirchen, die westlich des Ortes auf einer Anhöhe stand. 1885 wurde als Besitzer Ludwig Metelmann genannt, der sie um 1930 an seinen Sohn Carl Metcimarm abgab. Bei der Mühle handelte es sich um einen Erdholländer, der ab Anfang des 20. Jahrhunderts als Motormühle genutzt wurde, bis etwa 1935. Wenige Jahre später erfolgte dann der Abriß der Mühle, Carl Metelmann betrieb bis etwa J951 noch seine Landwirtschaft und eine Grobbäckerei. Außerdem konnte er in einem Speicher schroten.

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