Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen

Auteur
:   Eckart Redersborg
Gemeente
:   Grevesmühlen, Mühlen und Müller der Müllerinnung
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5891-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlen und Müller der Müllerinnung Grevesmühlen'

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68. Zur Müllerinnung Grevesmühlen gehörte schon zur 'Schwedenzeit' der Insel Poel die Windmühle Niendorf/Poel. Sie befand sich über mehrere Generationen im Besitz der Familie Metelmann. Die Müllermeister Metelmann waren zwischen 1885 und 1919 Mitglied der Müllerinnung Grevesmühlen. Die mächtige Galerie-Holländermühle mit ihrem mächtigen Unterbau wurde im vergangenen Jahrhundert erbaut. 1940 verkaufte Müllermeister Ernst Metelmann seinen Besitz an Richard Hallier, der in der benachbarten Windmühle Stove gelernt hatte. Er ließ noch Anfang der fünfziger Jahre an der Niendorfer Mühle neue Flügel anbringen. 1953 verließ er auf Grund zunehmender Repressalien die DDR, kurze Zeit später brannte die Mühle nieder.

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69. Eine der landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Wassermühlen gab es in Köchelstorf bei Rehna. In einern relativengen Tal trieb der vorn Wedendorfer See kommende Bach das machtige oberschlächtige Wasserrad dieser Mühle. Diese Mühle bestand nachweislich bereits seit 1720. In den zwanziger und dreißiger Jahren gehörte die Mühle Heinrich Lübcke. Der hohe Bekanntheitsgrad der Köchelstorfer Mühle ist auf ihre Nutzung als Ausflugsziel zurückzuführen, verbunden rnit einem Restaurant. Leider gibt es aber dieses früher so idyllische Ausflugslokal 'Köchelstorfer Mühle seit einigen Jahren nicht mehr.

70. Am Wege von Groß Trebbow nach Pingelshagen stand diese schöne Erdholländermühle mit einem massiven Unterbau. Sie gehörte über mehrere Generationen der Familie Facklam. Der letzte Besitzer Adolf Facklam hatte in der Wassermühle Rüting bei Anton Oltmann gelemt. In den fünfziger und sechziger Jahren verfiel die Mühle, Zuletzt standen noch sechs Böcke. Die Überreste wurden am Ende der siebziger Jahre abgerissen.

71. Zur Müllerinnung Grevesmühlen gehörte bereits vor mehr als einhundert Jahren die Mühle von Drieberg, einem am Cramoner See gelegenen Dorf. Zu den damaligen Mitbegründern der Grevesmühlener Müllerinnung zählte der Drieberger Müllermeister Fritz Juby. Seine Familie führte diese Mühle bis in die dreißiger Jahre weiter. Die Mühle war mit einer Gastwirtschaft verbunden. Innerhalb des zum Einzugsbereich der Müllerinnung Grevesmühlen gehörenden westmecklenburgischen Raumes stellte die Drieberger Mühle als Paltrockmühle eine Besonderheit dar. Ursprünglich war sie eine Bockmühle gewesen. Müllermeister Juby ließ sie nach 1900 vom Bock auf einen großen Ring setzen. Auf ihm lief das ganze Gebäude auf Rädern, im Handbetrieb wurde es mit einer Kurbel und Zahnradübertragung in den Wind gedreht.

72. Einen interessanten Bliek in das Innere einer Mühle bietet dieses Foto. Abgebildet sind die Königswelle und das Stirnrad der Drieberger Paltrockmühle. An der Welle befanden sich draußen die Flügcl. Das Stirnrad bewegte die Königswelle, an derem unteren Ende ein waagereebt liegendes Stirnrad die Mahlgänge antrieb.

73. Eine schöne Erdholländermühle bestand seit 1831 in Holdorf bei Gadebusch. Sie war ganz und gar aus Holz errichtet und mit Stroh gedeckt, 1931 eine der letzten Mühlen Mecklenburgs dieser Art. Müllermeister Goldhom gehörte 1885 zu den Gründungsmitgliedern der Grevesmühlener Müllerinnung. Zu seinen Lehrlingen gehörte unter anderen 1896-1899 Ernst Hackmack, der die Mühle Holdorf zwischen 1900 und 1907 betrieb, danach aber die Wassermühle Rüting (vg!. Bild 24). Die Mühle war mit einer Gastwirtschaft 'Zur Mühlc' verbunden. die noch während der zwanziger Jahre bestand.

74. Im Jahre 1931 wurde die schon seit einigen Jahren außer Betrieb gesetzte Windmühle Holdorf demontiert und in Uelitz, südlich von Schwerin gelegen, wiederaufgebaut. Die dortige Windmühle war abgebrannt. Ihr Besitzer, Müllermeister Rachow, hatte eine solche Gelegenheit zum Kauf und zum Wiederaufbau einer Windmühle gesucht, aber auch diese Mühle brannte kurze Zeit später ab.

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75. Zur Müllerinnung Grevesmühlen gehörten selbst Mühlen außerhalb Mecklenburgs. Nachweislich für die ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts betrifft dies Stockelsderf Travemünde und Groß Parin sowie einen Mehlhändler in Lübeck. Dies spricht für das hohe Ansehen der Grevesmühlener Müllerinnung über die mecklenburgischen Landesgrenzen hinaus. Der Stockelsdorfer Müllermeister Fritz Willers ließ sich am 24. April 19ü8 in die Müllerinnung Grevesmühlen einschreiben, deren Mitglied er darm bis 1928 war. Die schöne Holländer-Windmühle, 1847 anstelle einer Bockwindmühle erbaut, brannte in der Nacht vom 5. zum 6. November 1911 ab. Müllermeister Willers schuf sich aber an anderer Stelle, an der Ahrensböker Straße, einen neuen, modernen Betrieb mit einem Dieselmotor und später mit einem Elektromotor, den sein Sohn Heinrich WiJlers und wiederum dessen Sohn Fritz Willers weiterführten. Diese Stockelsdorfer Mühle besteht heute noch als Verkaufseinrichtung für Futterrnittel und Gartenbedarf.

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