Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

7. DIE KüNSTLICHE RUINE MIT KUNSTVOLLEM MASSWERK. Das Einmalige am alten Gleekenturm von St. Markus war, daß das Maßwerk der teils romanisch, teils gotischen Fenster der Gleekenstube nicht, wie damals üblich, aus Sandstein bestanden, sondern aus auf das Beste verarbeitetem Dietsheimer Basalttuff. Etwas Ähnliches gab es weit und breit nicht. Beim Umbau des Turmes 1900 kam ein Teil des Maßwerkes in das Denkmalamt nach Darmstadt, wo es leider im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel. Einen anderen Teil ließ A. Leonhardt, der Gründer der 'Farbwerke Mühlheim', auf dem Areal seiner Villa, Dietesheimer Straße 18, in eine kunstvoll errichtete Ruine einbauen. Leider- verschwand diese beim Abräumen dieses Geländes, als die heutige Volksbank dort erbaut wurde. (Foto A. Kürten.)

8. VOM MARKT IN DER MARKTSTRASSE. Das Gebiet um St. Markus, von der Pfarrgasse, der Marktstraße bis zur Offenbacher Straße war in früheren Zeiten der kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Mittelpunkt. Marktbaden dieser Art waren noch bis in die zwanziger Jahre gelegentlich hier aufgestellt.

9. DIE 'FREIEN RADLER'. Feste zu feiern verstanden die Mühlheimer Vereine zu allen Zeiten. Die 'Freien Radler' haben sich hier, aus der fahnengeschmückten Marktstraße kommend, zu einem imposanten Festzug formiert. Das Blendsteinhaus rechts an der Ecke Marktstraße und Offenbacher Straße, die Gastwirtschaft 'Zur Brezel', zeigt sich hier bereits im zweitem Gewande. Noch vor der Jahrhundertwende mußte die alte 'Brezel', eines der schönsten Fachwerkhäuser Mühlheims, diesem Blendsteinbau weichen, Ihm war nur eine 70jährige Lebenszeit geschenkt. Es wurde durch den heutigen Zweckbau ersetzt. (Foto A. Schroth.)

10. DIE 'ALTE BREZEL'. Selbstbewußt und sicher steht hier noch die Gastwirtschaft 'Zur Brezel', im 17. Jahrhundert wahrscheinlich schon erbaut. Auffallend ist das kräftige Eichenholzfachwerk. Der Sockel der Nebengebäude ist noch aus Dietesheimer Basalt gemauert; das in die Marktstraße hineinreichende Gernüsegärtchen wird von einem Holzzaun geschützt. Kurz vor der Jahrhundertwende wurde die 'Brezel' abgerissen und durch einen Blendsteinbau ersetzt. 7 (Bild aus 'St. Markus' 1955.)

11. DIE ERSTE POST. Dieser herrliche Fachwerkbau, dem Stil nach am Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, war ursprünglich die Gastwirtschaft 'Zum grünen Baum' und stand an der Stirnseite der Marktstraße aber in der Offenbacher Straße. In ihr waren zeitweise auch Schulklassen untergebracht. Das Haus scheint schon lange im Besitze der Familie Rupp gewesen zu sein. Am 17. März 1867 wurde hier die erste Posthilfsstelle für Miihlheirn errichtet. Kurze Zeit später wird das Gasthaus in 'Zur Post' umbenannt. Der Posthalter Rupp steht in Positur vor dem Eingang, der Briefausträger hält nur ein paar Briefe in der Hand, um sie anschließend zu verteilen. Das Spinatgäßchen, heute Friedrichstraße, scheint noch nicht zu existieren, ein Gartenzaun schließt ab. Der Einspännerwagen diente sicherlich nicht der Postbeförderung, (Foto Stadtarchiv.)

12. FASTNACHT IN DER OFFENBACHER STRASSE. Viele Zuschauer standen auf beiden Seiten der Straße, als sich der Rosenmontagszug 1903 bei Schnee und harter Kälte durch Mühlheim bewegte. Eingeheizt wurde mit 'Äppelwoi'. Interessant jedoch für den genauen Betrachter erscheint die Häusergruppe. Das erste Haus an der linken Seite trägt die Aufschrift 'Soc. dem. Arb. Unterstützungsverein Müh1heim Warenniederlage', heute Haus Lindner. Nebenan steht die städtische Apotheke, 1981 abgerissen. Anstelle der heutigen Gebäude wie Friseur Hartmann, Kaiser und Erkrath standen damals nur zwei niedrige Häuschen. Hinter der Rodaubrücke allerdings steht schon das Haus Hildebrandt. Jenseits der Bleichstraße sind nur Gärten erkennbar. (Aus Sammlung Zotzel.)

13. DER ERSTE ROSENMONTAGSZUG soll, so wird behauptet, 1891 durch die Straßen unserer Stadt gezogen sein, und der Fabrikant Kaspar Engelhardt stellte 'den ersten Prinzen auf einem Prunkwagen' dar. Die Bahnhofstraße kam er herunter. Mächtig steht hier an der Ecke das 'Steinerne Haus', aus Dietesheimer Basalt gemauert, Gastwirtschaft von Anbeginn bis zu seinem Abriß um 1965. Anschließend die Bäckerei Krebs, das Haus Eisennacher noch mit Hoftor, Goy's Haus und 'Elsi's Tante-Emma-Laden' sind noch zu erkennen. Daß diese Aufnahme aus späterer Zeit stammt, erkennt man an der elektrischen Straßenlampe und dem 1912 erbauten, im Hintergrunde noch erkennbaren, Wasserturm. (Foto A. Schroth.)

14. DIE TRIUMPHPFORTE AM RATHAUS wurde sicherlich zum Empfang hoher Gäste errichtet. Das hessische Landeswappen auf der rechten und das preußische auf der linken Seite könnten auf offizielle Gäste schließen lassen. Das Lyra-Emblem in der Mitte und das Schild mit den pfauenähnlichen Vögeln lassen den Schluß auf ein Sängerfest zu. Was und wer es auch war, die festlich gekleideten Ehrenjungfrauen und die dunkelbehüteten Herren werden ihrer Aufgabe gerecht geworden sein. Das Blendsteinhaus ganz rechts, das Gasthaus 'Brezel', strahlt noch im Neubauglanz (um 1900 gebaut). Das nun fast 200 Jahre 'alte' 'Rathhaus' wird als solches erst seit 1894 benutzt. Als Gasthaus 'Zum goldenen Engel' gebaut, diente es ab 1835 als Schule. In Kürze wird dort das Heimatmuseum untergebracht. (Foto Privatbesitz.)

15. MÜHLHEIMER BÜRGERMEISTER. Vor 1821 hieß das Ortsoberhaupt Schultheiß. Der Titel Bürgermeister für den Verwaltungschef eines Dorfes kam erst mit dem Übergang unserer Heimat vom Kurfürstentum Mainz zum Großherzogturn Darmstadt auf. Für unseren Betrachtungszeitraum sind vier Bürgermeister von Bedeutung: Georg Büttner war erst 31 Jahre alt, als er 1876 zum Bürgermeister gewählt wurde. Mit 34 Dienstjahren ist er in der Reihe der Mühlheimer Bürgermeister aber auch derjenige, der am längsten diesem Orte vorstand. (Foto Stadt Archiv.)

16. DAS AMTSHAUS DES BÜRGERMEISTERS GEORG BüTTNER. An der Ecke PfarrgasseSackgasse stand und steht dieses mächtige Steingebäude. Von der Sackgasse her war der Eingang zu dem Krämerladen, der den Unterort bediente. Jeder Kunde, so erzählt man, hätte als Willkommengruß erstmals einen Korn oder Likör bekommen, bevor er seine Wünsche äußern konnte. In einern Nebenzimmer amtierte der Hausherr als Bürgerrneister, und viele Mühlheimer Ehen wurden bis 1894 dort geschlossen. Georg Büttner wurde am 9. Oktober 1876 von 205 der damals 370 stimmberechtigten Bürger zum Bürgermeister gewählt. 1894 ließ er die Schule an der Ecke der Marktstraße zum Rathaus umbauen. Sein Schwiegersohn Viktor Seipel blickt selbstbewußt auf sein Roß und den Reiter. Aufnahme um 1900. (Foto H. Tuschen.)

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek