Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

17. PETER HATZEBRUCH, Bürgermeister der Gemeinde Mühlheim von 1910 bis 1921. Er starb 64jährig am 20. September 1941. Ihm war das schwere Los zugefallen, unsere Gemeinde durch die Schwernisse des Ersten Weltkrieges zu leiten. Chronist Mandel schreibt über ihn: Er war ein Stiirmer und Dränger. Während seiner Amtszeit kam die Gas- und wasserleitung, die Kanalisation und der Straßenbau, die Straßenbeleucntung mit Gas, das Sägewerk, 3 Mietwohnhäuser an-der Friedensstraße und noch manches andere zur Ausfi1hrung. (Foto Stadt Archiv.)

18. FELIX TREJTNAR wurde am 21. September 1921 vom Gemeinderat für neun Jahre zum Burgermeister gewählt. Der 1875 in Wien geborene Sattlergeselle war auf seiner Wanderschaft von Triest über Leipzig nach Hessen gekommen. In Abendkursen an der Universität hatte er sich soweit fortgebildet, daß er von Dr. Merten als Mitarbeiter in eine Rechtsauskunftsstelle berufen wurde, Von 1904 bis 1921 wohnte er in Offenbach. Als Sozialist war er Mitbegründer des Konsums und Stadtverordneter in Offenbach. Er war der erste SPD-Bürgermeister von Mühlheim. In seine Amtszeit fielen die Inflation und die große Wirtschaftskrise. Trotzdem wurde damals Mühlheim elektrifiziert, eine eigene Pumpstation gebaut, das Straßen- und Kanalnetz erweitert, der Maindamm errichtet, die Rodau eingedämmt, und so weiter. (Foto F. Trejtnar.)

19. RECHNEIAMT. Nicht im Rathaus, sondern nebenan wurden die Finanzen der Stadt verwaltet. Auf dem Bild, das um 1930 aufgenommen worden ist, sind die damaligen 'Finanzgewaltigen' zu erkennen, die Herren Goß, Brudermann, Nees und Ecke!. Chef der Finanzverwaltung war damals Herr Schäfer. Was sie zu leisten hatten, mögen einige Zahlen zum Vergleich andeuten. Im Jahre 1900 hatte Mühlheim mit Dietesheim 6186 Einwohner, 166822 Mark Einnahmen und 144002 Mark Ausgaben, demnach einen überschuß von 52 820 Mark. Für 1925 lauten die Zahlen: 9 309 Einwohner, 887 272 Einnahmen, 718528 Mark Ausgaben und 168744 Mark überschuß. Zeiten waren das! (Foto Schmitt.)

20. DAS 'HILFSKOMITEE' vom ersten Weltkrieg tagte 1916 in dem wappengeschmückten - die Büste des Großherzogs von Hessen an der Wand - Sitzungssaal auf einem um zwei Stufen erhöhten Podest. Alles, was damals Stand und Namen hatte, wirkte mit. (GV. = Gemeindevertreter.) Die Namen sind auf der Aufnahme gut leserlich. Peter Franz Hatzebruch, der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Mühlheim, ist umgeben von vier Damen, von denen zwei leider unbekannt sind. Außer den neun Gemeindevertretern wirkt auch Lehrer Peter Schuster in diesern Gremium zur Linderung der durch den Krieg verursachten Notlagen. Mißlichkeiten und Übelstände mit. (Foto Stadtarchiv.)

21. DIE SCHULEN. Welch geborener Mühlheimer kermt sie nicht, genoß sie nicht, die beiden Schulgebäude, heute Goetheschule benannt. Der Fotograf schoß das Bild zu mittäglicher Stunde, also bei Gegenlicht vom Turm der St-Markus-Kirche aus. In der Mitte das zweigeschossige im Jahre 1895 gebaute Blendsteingebäude. Rechts davon steht das etwa zehn Jahre später errichtete dreigeschossige 'Hintere Schulhaus'. Ganz links ist nur noch teilweise ein zweigeschossiges, ehemaliges Schulgebäude sichtbar. Die Lindenbäume am sonnendurchglühten Schulhof sind noch nicht alt. Die Betze-Wiese ist noch häuserlos, da immer noch sumpfig, floß doch hier einst ein Rodauarm in Richtung Main, Am oberen Rand des Bildes verläuft die Eisenbahnlinie, auf der eben ein Zug gegen Offenbach dampft. (Foto A. Schroth.)

22. DAS GANZE LEHRERKOLLEGIUM VOM MÜHLHEIM AM MAIN IM JAHRE 1891. Malerisch haben sich die Damen und Herren des Kollegiums für den Fotografen vor dem 1879 erbauten, aus mächtigen Sandsteinquadern errichteten Schulgebäude zurechtgesetzt. Obere Reihe: Joseph Gremm, Ignaz Frank und Anton Link. Untere Reihe: Anna Geißner, Johann Brandt, Gustav Georg und Maria Kühner. Ignaz Frank war der Schwiegersohn des damaligen Bürgermeisters Georg Büttner und erster Historiker dieser Stadt. (Foto unbekannt, aus Sammlung Tuschen.)

23. DAS ERSTE ECHTE SCHULGEBÄUDE, das die Gemeinde Mühlheim im Jahre 1879 für nur Schulzwecke errichtet hatte, enthielt zwei Schulsäle und zwei Lehrerwohnungen. Es wurde - wie übrigens die zwei Jahre vorher umgebaute St.-Markus-Kirche - aus sauber zubehauenen roten Sandsteinquadern errichtet und kostete damals 24701 Mark. Etwa 500 Kinder besuchten die sechs Schulklassen, von denen zwei Klassen im neuen Gebäude untergebracht wurden. Die übrigen Schüler benutzten noch das 1835 erworbene Gasthaus 'Zum goldenen Engel', welches ab 1894 als Rathaus diente. Um die Jahrhundertwende wurden die beiden Blendsteingebäude der heutigen Goetheschule gebaut. 1920 hatte auch das Sandsteingebäude als Schule ausgedient und wurde Verwaltungsgebäude, Bemerkenswert ist noch das schöne schmiedeeiserne Tor im Vordergrund. (Foto Stadtarchiv.)

24. VOM KIRCHSTEG aus beobachten die Buben die Fluten der Rodau. Fließendes Wasser hat immer etwas Faszinierendes an sich. Betreut, behütet und belehrt werden sie von drei Lehrern, die Heinrich Malsi, Peter Schuster und Jaeger heißen könnten. Ob die Buben wissen, daß ihre Väter, ihre Brüder schon den dritten Winter draußen an der Front verbringen müssen? Nein, es ist nicht die heutige Kirche und nicht der heutige Kirchsteg; wohl ist die Schutzmauer mit ihren Schießscharten und das Pestpförtchen noch da. Der Steg aber hatte damals eine anders angelegte Treppe, wurde von einem aus Sandsteinquadern gemauerten Pfeiler gestützt und besaß zu beiden Seiten ein wunderschönes schmiedeeisernes Geländer. Auch die damals noch am heilichten Tage brennende Gaslaterne an der Pestpforte ist nicht mehr. Viel hat sich dort verändert. Wer wohl die Buben waren? (Foto Stadtarchiv.)

Kreiserzieh ungsanstalt

25. DAS KREIS-ERZIEHUNGSHEIM. Böse Buben muß es auch schon vor der Jahrhundertwende gegeben haben, sonst wären die ehrenwerten Kreistagsabgeordneten nicht auf die Idee gekommen, in weiter Einsamkeit zwischen Offenbach und Mühlheim mitten im Walde eine Erziehungsanstalt zu errichten. 1895 wurde sie ihrem Zwecke, schwererziehbare Jugendliche durch aktive Beschäftigung, insbesondere in der angegliederten Landwirtschaft, Unterricht und Belehrung wieder in die Gesellschaftsordnung einzuführen, gerecht. Sie funktionierte immerhin bis in den Zweiten Weltkrieg hinein. Den 'bösen' Buben wurde damals weit und breit gedroht, daß sie, falls sie nicht folgen sollten, nach Mühlheim kämen. Heute beherbergt dieses Gebäude eine Polizeischule. (Alte Ansichtskarte.)

26. DIE ROTE WARTE, der Name ist von 'RodauWarte' abgeleitet, lag am äußersten westlichen Ende von Mühlheim, hart an der Grenze zu Offenbach. Der feste, fast mit meterdieken Mauern ausgestattete Wachturm wurde um die Jahrhundertwende abgebrochen, Die übrigen Gebäude, die einst den Frankfurter Stadtsöldnern zu den beiden Messezeiten als Unterkunft dienten - sie hatten die durchziehenden Kaufmannszüge zu geleiten und zu schützen - mußten nach dem Zweiten Weltkrieg Neubauten weichen. 1802 wurden die Geleitzüge eingestellt, die Warte wurde zum Straßenwirtshaus umfunktioniert, lief doch aller Verkehr von Steinheim über Mühlheim nach Offenbach an dieser Roten Warte vorbei über Bürgel. Die heutige direke Straßenverbindung (B 43) wurde ja erst 1900 gebaut. (Foto: Besitz Fr. Schmied.)

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek