Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

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37. DER RODAUDAMM. Der Damm mußte nicht nur hoch genug, sondern auch wasserdicht sein. Eine kleine Eisenbahn vom heutigen Seerosenweiher her brachte das lettenreiche Erdmaterial herbei. Leider schnitt der Damm auch einige Mühlen von der Wasserzufuhr ab, so die Dorf-, die Linden-, die Kretzer- und die Mainmühle. Seitdem klappert vom Kirchsteg abwärts keine Mühle mehr.2 (Foto unbekannt.)

38. BLICK VOM TURM DER ST.-MARKUS-KIRCHE. Großartig und einmalig ist dieser Bliek vom Turm nach Osten! Im Vordergrund verläuft die heutige Bleichstraße mit dem nunmehr verwaisten Schwesternhaus, An der rechten Seite sind die alte Post (heute Polizeistation) und die Villa von Dr. Kloft/Dr. Belz zu erkennen. Im Hintergrund erscheinen die Gebäude der 'Farbwerke Mühlheim, vorm. A. Leonhardt & Co.', mit den fünf hohen Essen und den mächtigen Gaskesseln. Mehrere hundert Einwohner fanden in dieser Fabrik Arbeit und Brot. Mühllieim besaß als einer der ersten Orte in der ganzen Umgebung bereits 1903 eine Straßenbeleuchtung auf Stadtgasbasis. Das Gas kam von den Farbwerken. Erst 1923 wurde auf elektrischen Strom umgestellt. Als die Aufnahme gemacht wurde, rauchten die Schornsteine nicht mehr. (Foto A. Schroth.)

39. DER MAIN. Dieser Strom spielte im Leben der Menschen der Anliegerorte eine bestimmende Rolle. Er war hier Grenze zwischen zwei Ländern, Grenze zwischen der lößbedeckten und daher fruchtbaren Wetterau und dem sandigen, daher waldreichen Rodgau; Grenze aber auch zwischen dsm evangelischen Norden und dem katholischen Süden, Im Laufe der Geschichte war er Königsstraße, Flößergasse und Schiffahrtsweg, unruhige Durchfahrtsstraße und friedlicher Handelsweg. Letztendlich war dieser Main über Jahrhunderte hinweg Nahrungsquelle für Fischer und Jäger. (Foto A. Schroth.)

40. SPORT AM MA IN. Der Main ist gefährlich und gefräßig, er forderte nochjedes Jahr seine Opfer. Kein Wunder, daß sich schon frühzeitig Gruppen fanden, die durch sportliche Betätigung die im Wasser steekenden Gefahren zu überwinden suchten. 1884 wurde der erste Ruderverein gegründet. Mit zwei Booten unternahm man Wanderfahrten. Der heute noch existierende Ruderverein gründete sich unter dem Namen 'Ruderverein Freiheit' 1911. Stolz stellen sich die Mitglieder vor dem 1913 erbauten hölzernen Bootshaus in Positur. (Foto A. Schroth.)

41. RUDERVEREIN 'FREIHEIT'. Hatte der Erste Weltkrieg auch manche tiefe Scharte in die Reihen der aktiven Ruderer gerissen, so gab der Ruderverein 'Freiheit' doch nicht auf. 1925 mauerten sie ihr hölzernes Bootshaus mit selbstgefertigten Schlackensteinen aus, und schon zwei Jahre später errichteten sie das Wirtschaftsgebäude. Wer Namen und Ansehen hatte, gehörte zu den Ruderern. Albin Schroth, damals Vorsitzender dieses Vereins, hielt im April 1930 die aktiven und passiven Mitglieder vor dem Anrudern auf der Platte fest. (Foto A. Schroth.)

42. WER KENNT SIE NOCH? ANRUDERN 1930. Oberste Reihe von links: Niklös t, H. May t, A. Lipps j , G. Schäfer, Brost, K. Schäïer j , Schultheiß, H. Jung j , Werner j , J. Hinkel, G. Treutel, H. Mayer, K. Schäfer, K. Feser t und E. Kurth. Zweite Reihe: Bonin t, W. Kreis t. J. Ricker, K. Krall t, J. Frischkorn t, A. Pfaff j , Jung t, P. Treutel, H. Duttine t. Fr. Stumpf t. G. Ott, W. Völb t, L Blitz t, Heh. Röder t, G. Schäfer t, G. Greb t. J. Bernard t, R. Greb, J. Jung t. Heh. Seelmann t, Coy t und Spruek t. Dritte Reihe: S. Sommer, J. Härtlein t, W. Adam t. W. Fath, Albin Sehroth t (damals Vorsitzender und der Fotograf), J. Treutel, Hch, Seipel, Heh. Faller, Seelmann t und Winkler t. Vorne am Boden sitzend: E. Lex, unbekannt, N. Fleckenstein, Sehleinkofer, G. Hinkel junior t und Josef Dey t. (Bild G. Schäfer.)

43. DER SAUBERE MAIN. Die 'Farbwerke Mühlheim' wurden von der l.G. Farben aufgekauft und Mitte der zwanziger Jahre (1926) stillgelegt. Der Werkshafen am Main verwaiste. Durch Urn-, An- und Ausbauten entstand dort eine für damalige Verhältnisse gut funktionierende Badeaustalt. An sonnigen Tagen fand sich dort jung und alt zu fröhlichem Treiben in den damals noch sauberen Fluten ein, Während des Zweiten Weltkrieges verschwand das Bad, denn mittlerweile besaß das Mainwasser Kloakenqualität. Baden im Main war unmöglich geworden. (Foto A. Schroth.)

44. DIE MAINBRÜCKE. Zwei Seelen wohnen in der Brust eines jeden Mühlheimers, wenn es um die Brücke über den Main geht. Wollen wir sie - oder brauchen wir sie nicht? In verschiedenen Epochen seiner Entwicklung wurden Brückenprojekte ersonnen, geprüft und verwonen. Der Main, Grenze zwischen zwei Ländern, zwei Religionen, zwei versebiedenen Landschaftstypen, kann und wird Verbindungsweg nur aus überörtlichen Gründen werden. Vor der Jahrhundertwende stellte ein Kahn die Verbindung zwischen Dörnigheim und Mühlheim her, seitdem läuft eine dem Kreis Offenbach gehörende Motorfähre. Aber 1938 gab es die Brücke, über die sich Menschen, Pferde, Personen und Kraftwagen bewegten. Pioniere vom nahegelegenen Pionierpark hatten eine Pontonbrücke, eine schwimmende Brücke, gebaut, leider nur für eine Woche und nicht für den Zivilverkehr. (Foto A. Schroth.)

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45. HOCHWASSER. Für uns unvorstellbar, daß arn 1. Januar 1917 der Rückstau des Maines das Wasser bis in die Offenbacher Straße trieb. Das Rathaus und die 'Post', die 'Brezel' und die Apotheke, das 'Eitel'sche Wasserhäuschen' und Franz Busoh's Krämerladen standen im Wasser. Notstege, Floße oder hohe Schaftstiefel ermöglichten ein Verlassen der Häuser. Hochwasser am Main gab es fast zu jeder Schneeschmelze. Außergewöhnlich hoch stand das Hochwasser nach Angaben des Offenbacher Lotmännchens 1682, 1784, 1845, 1882, 1902, 1908, 1917, 1920 und 1921, von denen die von 1882 und 1908 wohl die schlimmsten gewesen sein sollen. (Foto A. Schroth.)

46. DIE NEUJAHRSÜBERRASCHUNG 1917. Auf der Rückseite dieser Ansichtskarte ist zu lesen:

Bad-Nauheim, 31.1.17 Hochverehrter Herr Dr. Kloftl

Ich erlaube mir, durch ihre verehrte Gemahlin, Fr. Dr. Kloft diehse Karte Ihnen zugehen zu lassen. Da ich Ihre Adresse nicht weiß, muhste ich diesen Weg benutzen. Es war fir die Anwohner eine böse Überraschung am 1. Januar morgens, als sie sahen, daß sie nicht raus konnten. Sogar unser Apotheker muhste sich ein Hausarrest gefallen lassen, bis eine Notbrücke gebout war. Diehse Brûcke wurde aber zu spät [ertig, sonst hätte ich sie noch verewigt. Ich bin noch in Nauheim als Masseur und erfreue mich noch einer guten Gesundheit: Hoffentlich darf ich das auch von Herrn Doktor hoffen.

Es grüßt Hochachtungsvoll Albin Schroth M.Kr.

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