Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

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57. NUR FRAUEN UND KINDER, kein einziger Mann ist auf dem Bilde zu sehen, schaffen das Material aus dem Eisenbahnwagen auf Handwägen und Schubkarren in die 'Chemischen', wie damals die 'Farbwerke Mühlheim a.M.' kurz genannt wurden. Im Hintergrund sind die Arbeitshallen des Werkes, rechts das Werkslabor, sichtbar. Die Esse läßt im Vergleich mit der Lokomotive ihre Ausmaße erahnen. (Lichter Durchmesser: 8 Meter, Höhe: 60 Meter.) Die Aufnahme wurde mitten im Ersten Weltkrieg (1916) gemacht und läßt auf die damaligen Zustände schließen, (Foto Stadtarchiv.)

58. DYNAMIT SPRENGT DIE ENERGIEQUELLEN. Die stürzende Esse qualmt ein letztes Mal, aber Staub und Explosionsrauch ist es. Der letzte Atemzug eines sterbenden Werkes. Weltweite Absatzschwierigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg veranlaßten Dr. Carl Duisberg von den Bayer-Werken auf einen Zusammenschluß der deutschen Chemieindustrie zu drängen. Er schuf 1925 die 'I.G.-Farbenindustrie A.G.'. Infolge dessen wurden kleinere konkurrierende Chemiewerke stillgelegt, auch das Farbwerk Mühlheim. Einige Jahre wurde das Gaswerk noch betrieben. Jahre träumte es leblos dahin, bis es vom Reich aufgekauft und in einen Pionierpark umgestaltet wurde. (Foto A. Schroth.)

59. DAS ENDE. Die Militärs ließen die Produktionsstätten abreißen und dafür neue Lagerhallen zuletzt im Barackenstil - errichten. Der Pionierpark weitete sich mächtig aus. 1945 von den Us-Amerikaner übernommen, verödete er schnell. 1975 kaufte die Stadt Mühlheim das Gelände und ließ alle Gebäude schleifen. Der Feuerlöschturm - als Aussichtsturm geplant - fiel Brandstiftern zum Opfer. Das Werk, das Mühlheim zur Industriesiedlung umstruktuierte, hunderten von Arbeitern Arbeit und Brot gab, Zuzug neuen Blutes und neuer Intelligenz verursachte, Mühlheim wirtschaftlich aufblühen ließ, ist tot. (Foto R. Krug.)

60. MÜHLHEIMER ARBEITERINNEN UM 1890. In den vergangenen 150 Jahren stieg die Bevölkerungszahl schnell und schneller. Lebten 1834 in Mühlheim nur 171 Menschen auf dem Quadratkilometer, die der sandige Boden noch schlecht und recht ernährte, so stieg die Zahl 1895 schon auf 476 Einwohner (1970: 1147). Die Merisohen waren gezwungen, wenn sie nicht verhungern wollten, sich in der Industrie der Umgebung ihr Brot zu verdienen. Auch die Mädchen aus Mühlheim gingen vor der Jahrhundertwende zu Fuß in dieser uniformähnlichen Berufskleidung zur Arbeit nach Offenbach. Die 8. Arbeiterin der untersten Reihe von links, eine geborene Klein aus Dietesheim, wurde die Frau des spateren Oberschutzmannes Kaspar Kilian. (Foto R. Schmitt.)

61. RUNDBLICK VOM WASSERTURM. Einmalig ist der Bliek in die Weiten der Mainebene von diesem gemauerten Basaltkotz aus; zu Füßen die Stadt mit ihren wie Spielzeug anmutenden Häusern, das weiße Band des Mains und am Horizont die fernblauenden Berge des Taunus, des Vogelberges und des Odenwaldes. Leider ist er für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Nach Westen schauend, zeigt sich uns der Bahnhof, die Dammstraße, die nur ein kleiner Weg ist, Vorgärten vor den winzigen 'Bahnhäusern', Rechts oben sieht man andeutungsweise die Friedensstraße und dahinter ein weites Band dunkelgrünen Waldes, der längst der Bebauung weichen mußte. Links die Gebäude mit Schornstein stellten die ehemalige Gerberei Nahm & Löwenstein, die späteren Rodgau-Gummi-Werke dar. (Foto A. Schroth.)

62. DAS RODGAU-GUMMIWERK. Die Gerberei und Lederzubereitungsfabrik wurde in der 'goldenen' Industrialisierungsphase vor dem Ersten Weltkrieg (1911) von den Kaufleuten Nahm und Löwenstein gegründet und erbaut. Ursprünglich ein einfacher Rohziegelbau, erreichte die Fabrik ihre Blütezeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg, um dann in der Weltwirtschaftskrise - wie die meisten der hiesigen Fabriken - einzugehen. 1937 übernahm die Gebäude die Fa. Louis Peter, deren Fabrikationsräume in Obertshausen abgebrannt waren. Sie erzeugten Gummiwaren wie Schuhsohlen, technische Artikel, Gummipuffer für Türen und ähnliches, wobei sie sich vorwiegend mit dem Regenerieren von Altgummi befaßten. Bis zu 260 Arbeiter waren hier beschäftigt. Der zweiten Wirtschaftskrise war das Werk aber nicht gewachsen, 1978 wurde es geschlossen, kurze Zeit später die Gebäude geschleift, (Werkfoto.)

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63. SCHUHFABRIK HABICHT. Im Jahre 1907 errichtete Herr Habicht am Müllerweg eine Schuhfabrik, die sehr schnell zu Ansehen und Blüte kam. Das Leder wurde von den nebenan gelegenen Gerbereien Nahm & Löwenstein, Thomson und Mayer & Sohn bezogen. Doch Ende der zwanziger Jahre erlitt sie im Zuge der Weltwirtschaftskrise das gleiche Schicksal, .sie mußte schließen. Mühlheim allein zählte damals über 900 Arbeitslose, Die Firma Greb und Knecht kaufte das Gelände 1936 und richtete dort eine Fabrikation für feine Lederwaren ein, insbesondere Handtasehen aus Krokodilleder. Die Fabrikation wurde 1974 eingestellt. (Foto Krug.)

64. OSI - OFFENBACHER-SCHRAUBEN-INDUSTRIE. Im Jahre 1907 errichteten die Herren Metz und Weißenburger südlich des Mühlheimer Bahnhofes ein Metallwerk, das sich besonders der Herstellung von Schrauben widmete, In der Zeit um den Ersten Weltkrieg nahm es an Leistung und Umfang gewaltig zu. Die wirtschaftliche Rezession veranlaßte 1932 seine Schließung. Die aus Frankfurt kommende Firma Stahl-Schanz übernahm 1937 das Werk und verlagerte nach hier ihre Produktion von Stahltürzargen, Stahltüren und -tore und Aluminumfenster. In ihrer besten Zeit beschäftigte die Firma bis 900 Mitarbeiter und war damit das lohnintensivste Unternehmen der Stadt. Mit der jetzigen Weltwirtschaftskrise kam auch für dieses Werk das große Aus. (Foto unbekannt.)

65. DIE 'FREIE TURNERSCHAFT MÜHLHEIM' hatte es nach dem Ersten Weltkrieg geschafft, sich selbst eine schöne, für damalige Verhältnisse sogar große Turnhalle zu bauen. Fünf Vereine waren um die Jahrhundertwende bestrebt, der 'Turnverein', die 'Turngemeinde', die "Turngesellschaft", die 'Turngesellschaft Vorwärts' und die 'Turnerschaft Mühlheim', ein sportliches Vereinsleben aufzubauen. Der Schullehrer Krug hatte vergeblich versucht, die 'Vereine unter einen Hut zu bringen', Doch scheint es dann doch gelungen zu sein. 1945 schlossen sich alle sporttrefbenden Vereine unserer Stadt zur 'Sport-Union' zusammen. Die Turnfeste waren, wie das Bild zeigt, immer sehr gut besucht. (Foto A. Schroth.)

66. DAS GRUPPENFOTO. Ob es der Förderkreis der 'Freien Turnerschaft' oder die Mitglieder der SPD waren, und aus welchem Grunde sie sich vor der neuerrichtete Turnhalle dem Fotografen stellten, konnte kein alter Müh!heimer sagen, aber die Namen sind bekannt. Oberste Reihe: Kar! Meier, Duttine und Adam Glaser. Zweite Reihe von oben, immer von links nach rechts: Schreiner, Peter Schüler, Hr. Blümel, Theo Wolf, Mathes Gerho!d, Josef Meder, Kasp. Eitel, Gust. Kegelmann, Rickert, Jakob Vogt, Heilmann, Dorsch, Kaspar Blümel, Bastian Sommer, Josef Röder, Adam Horch und Hannes Rau. Dritte Reihe: Como, Sommer, Joh. Keumer, Josef Eib, Anton Spahn, Datz, Joh. Dieh!, Zahn (Korbmacher), Adam Eichhorn (Schuril), Eibche, Georg Müller, Schleinkofer, Konrad Kaufmann und Kaufmann. Vierte Reihe: Konrad Hüter, Jean Kaiser, Hyron. Schmitt, Phillip Kaiser, Frau Merkel, Herr Merkel, Zilch, Wilhe!mi, Reisig, Frau Weihs, Peter Meier, Jean Zahn, Roth, Nikolaus Schmitt, Franz Schmitt, Frau Datz, Georg Rüh!, Miche! Haus, Joharm Eichhorn, Martin Werner, Peter Spahn, Goy, Georg Dahlmeier und Frau Lipps. Sitzreihe unten: Adam Haus, Fritz Hom, Kar! Erkrath, Martin Vey, Johann Spahn, Anthöfer, Andres Rau, Schiller (Waldschütz!), Georgi Müller, Kar! Sonderge!d, Simon Erkrath, Peter Zahn und Kar! Dey (Konsum!). (Foto unbekannt.)

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