Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

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67. Der Festzug durch die Zimmerstraße. Von der Bahn her kommend, bewegt sich ein festlicher Vereinszug durch die Zimmerstraße, vorn marschieren die Mädchen ganz in Weiß mit Schärpe, dahinter in weißem Anzug die männliche Jugend, sodann folgen die Herren in Schwarz mit weißen Strohhüten. Wer kennt diesen Verein? Die Häuser im Vordergrund sind noch erhalten; im linken mit den Fensterläden wohnte Albin Schroth, dem wir einen Großteil der in diesem Buche abgebildeten Fotos verdanken. Das Eckhaus rechts ist heute verputzt. Die Straße selbst war noch ohne Belag und ohne Bürgersteige. Die Eckgebäude an der Kreuzung Rodau- und Zimmerstraße sind vergrößert oder hochgezogen. (Foto A. Schroth.)

68. RAUSCHENDE FESTE wurden seinerzeit im Saalbau Glock gefeiert. Wer erinnert sich nicht an die großen Kappensitzungen zur Fastnachtszeit, an die rauschenden Bälle, die Tanzveranstaltungen, die akademischen Jubiläums-Feiern, an die politischen Redeschlachten? Die Veranstaltungen im Saalbau Glock hatten Stil, hatten Format; dort gab es Stimmung, dort herrschte Geist. Schon kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurden im 'Glocksehen Saalbau' große Schulentlassungsfeiern veranstaltet, an denen die Schulabgänger durch Vorführungen das Erlernte vor Eltern und Publikum zeigten. (Foto A. Schroth.)

69. 'TURNVEREIN' nannte sich der Vorläufer unserer heutigen Turn- und Sportvereine. 1861 war es mutigen Männern gelungen, diesen Verein zu gründen; er war mit einer Gesangsabteilung verbunden. Stolz, mit echtem Strohhut und silberner Uhrkette, mit weißem Jackett und dunkler Hose, bestaunt und bewundert von einigen Zaungästen, stellen sich die Vereinsgründer dem Fotografen. Ihr Vereinsheim - zwar nur aus Brettern zusammengezimrnert - stand damals zwischen Main- und Lindenstraße. Trommler und Pfeifer waren auch schon dabei. (Foto unbekannt.)

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70. DER LUDWIGSPLATZ wurde soeben mit der Pflanzung einer Eiche eingeweiht. Mit drei Baumpfählen gestützt, von einem Holzzaun geschützt, mit je einer Fahne auf jeder Seite konnte sie wachsen und gedeihen. In feierlichem Anzug mit Vatermörder und Schlips stellten sich die Honoratioren von Mühlheim dem Fotografen. Wer wohl der Herr im hohen Lehnsessel sein mag? Niemand kann es mir sagen! Es ist auch nicht bekannt, nach welchem Ludwig der Platz benannt wurde, In Darmstadt regierten mehrere Herren mit diesem Namen. Nach dem Baustil der im Hintergrund stehenden Häuser dürfte der Weiheakt um die Jahrhundertwende geschehen sein. Damals herrschte der kunstsinnige Ernst-Ludwig über die Hessen-Darmstädter. Der Ludwigsplatz wurde übrigens mehr als einmal umgetauft und neu bepflanzt. (Foto unbekannt.)

71. HANNA REITSCH, die berühmte Segelflug-Weltrekordlerin landete bei einem ihrer Langstreekenflüge Mitte der dreißiger Jahre unfreiwillig auf der Betze-Wiese, dem heutigen Bürgerpark. Staunenl1 lief jung und alt dorthin, um das Wunderwerk eines motorlosen Flugzeuges zu begutachten und die körperlich kleine, aber mit großern Mut ausgestattete Fliegerin zu begrüßen. Die aus Schlesien stammende Versuchspilotin war damals ganze 23 Jahre jung. (Foto unbekannt.)

72. STRASSENBAU. Die Dietesheimer Straße, ein Teil der heutigen Bundesstraße 43, war zu allen Zeiten eine wichtige Durchgangsstraße mit hohem Verkehrsaufkommen. In jener Zeit, als Teer- und Asphaltbeläge noch unbekannt waren, konnten staubfreie Straßenbefestigungen nur mit Hilfe von Pflastersteinen hergestellt werden. In den zwanziger Jahren wurde diese Straße von Grund auf erneuert und mit Dietesheimer Basaltsteinen gepflastert. Auf dem Bilde arbeiten die Pflasterer eben an der Kreuzung Lessingstraße und Dietesheimer Straße. Das dreigeschossige Wohnhaus an der linken Seite war kurz zuvor von der Gemeinde errichtet worden, um mit 12 Wohnungen der großen Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu begegnen. (Foto A. Schroth.)

DAS FISCHERDORF DIETESHEIM

73. DIETESHEIM LIEGT NOCH FERN. Wandert der Bliek vom Wasserturm gegen Osten, so liegt zu Füßen die Zementfabrik Bernhard Löhr Nachf. Die heutige Schillerstraße, die ehemalige 'Königsstraße', wird von der Bahnlinie durchbrochen, jenseits dieser ist an einer Baumreihe noch deren Fortsetzung erkennbar. Im Hintergrund sieht man Dietesheim, zwischen diesem und Mühlheim Acker an Acker, mit Kornpuppen bestückt, Zwischen dem Kesselstadter Wasserturm und dem Kirchturm von St. Sebastian fließt der Main. Die Bebauung des Stadtteils Dietesheim war zur Zeit der Aufnahme schon weit in das Gebiet zwischen Bahn und Bundesstraße vorgedrungen. (Foto A. Schroth.)

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~n~~ "--GRUSS aus DIETESHEIM a. Main.

74. DER DALLES. Welcher Dietesheimer erinnert sich nicht noch an den Dalles, jene Senke an der Kreuzung Hauptstraße und Hanauer Straße, an der die Kraftfahrzeuge auf langsam schalten mußten, wenn sie keinen Federbruch riskieren wollten. Die Gosse der Bettinastraße querte die damals noch sandige Bundesstraße und zu Regenzeiten floß da immer ein munteres Bächlein. Die Wirtschaft 'Zum neuen Eck' steht zwar heute noch, nur ohne Gastwirtschaft. Von den übrigen Häuschen links und rechts der Straße ist wohl nicht mehr viel geblieben. Kurz vor der Jahrhundertwende war Dietesheim über die Bundesstraße nach Süden weitergewachsen. (Alte Postkarte.)

75. DIE üBERMAINSTRASSE IN DIETESHEIM. Die drei wunderschönen Fachwerkhäuser zeugen davon, daß in Dietesheim im 17. Jahrhundert ein gesicherter Wohlstand geherrscht haben muß. Der Großteil der Dietesheimer Bauern fuhr damals noch mit Pferden, was doch eine gewisse Wohlhabenheit ausdrückt. 1870, also vor mehr als 100 Jahren, befanden sich unter den 296 Steuerpflichtigen nur noch 29 Bauern, aber 9 Fischer, 35 Steinhauer, 95 Zigarrendreher, 34 Fabrikarbeiter und einige Taglöhner. Auch hier macht sich um diese Zeit bereits das industrielle Zeitalter bemerkbar. Das erste Fachwerkhaus links wurde vor etwa zehn Jahren abgerissen und mit aufgedoppeltem Fachwerk neu errichtet. (Foto Krug.)

76. DER ALTE DORFKERN VON DIETESHEIM. Würde nicht die kleine Kirche in der Mitte dieses 1889 aufgenommenen Fotos vorhanden sein, kaum ein Dietesheimer Bürger würde die Untermaingasse wiedererkennen. Die Straße ist mit Dietesheimer Basalt gepflastert, das Haus rechts dürfte ein Neubau sein, denn die Feldbrandsteine, aus denen es errichtet ist, kamen erst kurz vor der Jahrhundertwende auf. Die damals katholische Kirche aber, 1751 anstelle einer uralten Kapelle gebaut, hat inzwischen ein schweres Schicksal hinter sich gebracht. Sie war Remise und Spritzenhaus, bis sie 1940 als evangelische Kirche, erneuert und gereinigt, in Dienst trat. (Foto unbekannt.)

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