Mühlheim am Main in alten Ansichten

Mühlheim am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Kornelia Schild-Kreuziger und Richard Krug
Gemeente
:   Mühlheim am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2307-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mühlheim am Main in alten Ansichten'

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77. DIE DIETESHEIMER SCHUTZMAUER VON 1610. Schultheiß Hans Neeb, dem man neuerdings eine Wegebezeichnung längs dieser Mauer zubilligte, regte im Jahre 1610 an, rings um das Dorf zu dessen Schutz eine Ringmauer zu errichten. In einem Brief an den 'Hochwürdigen Erzbischof und Churfürst' in Mainz versicherte er, daß die Basaltsteine ganz in der Nähe vorkommen, und der Transport mit den Pferden übernommen werden könne. Die Mauer war zwischen 150 Zentimeter und zwei Meter hoch und ist leider nur noch in Resten vorhanden. In einem Amtsbericht von Steinheim vom 13. Juni 1788 wird die Reparatur der Mauer für die Dietesheimer wenig schmeichelhaft befürwortet, wenn es heißt, daß der Nutzen der Mauer darin liegt, daß 'die Einwohner sowohl von den Felddiebereien abgehalten, als auch gegen andere Diebereien geschützt werden'. (Foto H. Wack.)

78. DER LETZTE AKTIVE FISCHER VON DIETESHEIM. Anton Kaiser aus der Obermainstraße in Dietesheim brät am Wilhelmplatz zu Offenbach an den Wochenmarkttagen seine im Main gefangenen Fische. Und sie seien Klasse gewesen, behaupten jene alten Mitbürger, die sie damals kaufen konnten. Ja, damals war der Main noch sauber und keine Kloake, Und Fische gab es in Massen, und sie waren gesund und schmackhaft. Schon im uralten Gesetz- und Gerichtsbuch dem 'Weistum der Bieger Mark' vom Jahre 1385 war den Dietesheirnern das Fischen im 'Fach zu Dietesheim' erlaubt worden. Die Fischer von Dietesheim und Steinheim hatten sich schon im 14. Jahrhundert zur wohl ältesten Fischerzunft am Main zusammengeschlossen. (Foto Bergmann.)

79. BASALT. Die Dietesheirner Ringmauer wurde vor dem Dreißigjährigen Krieg aus Basalttuff gemauert; vor der Jahrhundertwende war dieser Basaltstein ein beliebtes Baumaterial für Häuser. Viel später entdeckte man die Festigkeit und Haltbarkeit der Basaltquadern als Pflastersteine. Mehr als ein Jahrhundert saßen die Dietesheimer Steinhauer am Wegrand zu den Steinbrüchen unter ein paar schiefgestellten Brettern und kopften mit langstieligen Hämmern die Basaltwiirfel. Erst die Neuzeit zerbrach den Blaubasalt in riesigen Maschinen unter ohrenbetäubendem Lärm zu Split und Kies, um - mit Bitumen vermischt - uns glatte Asphaltstraßen zu schenken. Dieses Brecherwerk steht still und wird in Kürze verschwunden sein. (Foto Archiv.)

80. DIETESHEIMER BASALTKÖPFE. Die Dietesheimer verstanden es, sich über Jahrhunderte hinweg gegenüber den Mühlheimern abzuschotten und ihre Selbständigkeit zu bewahren. Als beispielsweise der Wassenurm in Mühlheim 1912 so groß gebaut wurde, daß er für Lämmerspiel und Dietesheim gereicht hätte, lehnten es beide Dörfer ab, Mühlheimer Wasser zu übernehmen. Jahrzehnte später schlossen sie sich dem Kreisgruppen-Wasserwerk an und bezogen Wasser aus Jügesheim. Aus diesem und anderen Gründen zogen sich die Dietesheimer den Beinamen 'Basaltköpf" zu. Diese Basaltköpfe sind aber hier nicht gemeint, sondern jene würfelförmig geschlagene Basaltsteine, die als Pflastersteine die Straßen des Maingebietes befestigten. (Fotosammlung Mloschin.)

81. DAS 'HEILIGE HDS'. In einem Ackerbuch des Klosters Patershausen, das um 1450 geschrieben worden ist, sind einige Äcker 'uff dem heiligen Hus' verzeichnet. Diese Kapelle, die dem heiligen Kreuz und St. Wendelinus geweiht ist, dürfte das älteste sakrale Gebäude von Dietesheim sein. Damals stand es noch im freien Felde. 1840 bekam Dietesheim einen eigenen Friedhof. Ab dann diente sie als Friedhofkapelle. 60 Jahre später wurde der Friedhof an den östlichen Dorfrand verlegt. Die alte unter Denkmalschutz stehende Kapelle blieb erhalten. Sie wird baulich von der Stadt Mi.ihlheim betreut, leider dient sie nur sehr selten mehr religiösen Zwecken. (Foto Krug.)

82. FRONLEICHNAM 1931 IN DIETESHEIM. Katholisch war Dietesheim schon immer. Die kirchlichen Feste wurden mit aller Intensität gefeiert. Vor dem 1899 erbauten Schwesternhaus, das an jener Stelle steht, an der die neue katholische Kirche errichtet werden sollte, - die beinahe fertige Kirche mußte abgerissen werden, weil der lehmige Untergrund den schweren Bau nicht trug und das Mauerwerk sich senkte -, versammelten sich die Mädchen in weißen Kleidern und mit Blumenkränzen in den Haaren, um am feierlichen Umzug teilzunehmen. Fahnen- und blumengeschmückt waren alle Häuser in jenen Gassen und Straßen, durch die der Fronleichnamszug sich feierlich bewegte. (Foto Mloschin.)

83. ADAM SYLVESTER HAINZ wurde, erst 32jährig, am 13. April 1909 mit 269 von 393 Stimmen zum Bürgermeister von Dietesheim gewählt. Seine Wiederwahl erfolgte mehrmals mit wesentlich besserem Stimmverhältnis. 1919 erhielt er 98,2% der Stimmen. 25 Jahre hatte er dieses Amt inne, in guten und auch in bitterbösen Tagen (Erste Weltkrieg, Inflation, Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und ähnliches). Neben der vorsichtigen Umwandlung des Bauerndorfes in eine vorindustrielle Phase (Fischfang, Zigarrendreher, Korbund Netzflechter, Steinhauer u.n.a.) gelang ihm auch die Errichtung der Mainschutzmauer und der Schutzdämme, um der dauernden Gefährdung des Dorfes und seiner Einwohner vor Hochwasserschäden Einhalt zu gebieten. Er starb 1951. (Bild Stadtarchiv.)

DAS BAUERNDORF LÄMMERSPIEL

84. ST. LUCIA. Im Jahre 1844 war das 'alte Kirchlein' in Lärnmerspiel baufällig und abgerissen worden. Aus 'blauen Steinen', die in der Steinkaute gebroehen worden waren und dem Sand aus dem abgeleiteten Rodaubachbett errichtete man für 13 904 Gulden eine neue große Kirche. Der Turm war schon nahezu fertig, schrieb der Chronist, da wurden die Gemûter der Einwohner aufs höchste erregt. Der Turm sank auf der einen Seite ein und neigte sich über die der Kirche gegenüber stehenden Gebäude. Er mußte nochmals abgerissen werden. Von ihrer Mutterkirche in Mühlheim, zu der mit Lämmerspiel auch die übrigen elf Orte der Bieger Mark ursprünglich gehörten, hatte sich Lärnmerspiel wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert getrennt und mit Hausen und Obertshausen eine eigene Pfarrei gegründet. (Foto Walter Schmitt.)

85. DIE BEIDEN ERSTEN SCHULHÄUSER VON LÄMMERSPIEL. Thomas Caschan war wohl nicht der erste Lehrer in Lämmerspiel, er aber wurde 1769 als erster in den Akten genannt. Seine Schülp unterrichtete er im hinteren Teil dieses Häuschens, er selbst wohnte zur Straße hin, Im Jahre 1844 war es dann doch zu klein geworden, und die Gemeinde tauschte es gegen das zweigeschossige Fachwerkhaus des Peter Seipel und zahlte ihm noch 867 Gulden zu. Bis über die Jahrhundertwende hinaus diente es dann als Schulhaus; später enthielt es Lehrer- und andere Wohnungen, bis es erst in den siebziger Jahren abgerissen wurde, leider! Es war eines der schönsten unter den vielen Fachwerkhäusern von Lämmerspiel. (Fotos St.-Lucia-Archiv.)

86. SCHAFWEIDE. Im Jahre 1798 hat sich für Lämmerspiel eine neue Einnahmequelle eroffnet. Die Schafweide wird an die Gebroder Reuß in Seligenstadt verpachtet auf drei Jahre zu 430 Gulden. Es war dies ein bedeutende Einnahme, schrieb Lehrer Corno in die Schulchronik. Drei Jahre später betrug der Pachtschilling schon 1227 Gulden für sechs Jahre, und das ist meh

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