Michelstadt in alten Ansichten Band 1

Michelstadt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ludwig Magsam und Wilhelm Hartmann
Gemeente
:   Michelstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2586-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Michelstadt in alten Ansichten Band 1'

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Michelstadt i. Q. - KeIlereibergstraße

39. Die meisten Häuser der Kellereibergstraße sind um 1900 erbaut worden. Bauherr des dritten Hauses mit dem Turm auf der rechten Seite war der Gründer des Odenwaldmuseums Rudolf Marburg. Seit 1929 dient es der Evangelischen Kirchengemeinde als Pfarrhaus.

40. Das Eckhaus Kellereibergstraße 1 hat sein Aussehen seit 1905 etwas geändert. Die Ecktreppe in den Laden und das Schaufenster sind verschwunden. Sie gehörten zur Molkerei und Käserei G. Helbling, die einmal dort untergebracht war. Das Haus gehört heute Hans Kaiser und enthält im Untergeschoß Büroräume. Das Haus entstand, wie die Häuser in der Braunstraße, die mit Walmen versehen sind, um 1800.

41. Dieses Bild zeigt ein Teilstück der Erbacher Straße um die Jahrhundertwende. An dem Doppelhaus Nr. 14/16 (rechte Seite) ist gerade der Küchenanbau aus Fachwerk an das Sandsteinhaus fertig geworden. Der lange Gartenzaun umschließt das Gelände, auf dem später das heutige Haus Brandenstein-Krois errichtet wurde. Im ersten Stock des Hauses (später 'Goldener Stern') wohnte viele Jahre die Familie des Majors Kredel. Deren Sohn Fritz, Ehrenbürger der Stadt Michelstadt seit 1969, wurde in Deutschland und Amerika ein bedeutender Graphiker und besonders durch seine Holzschnitte und Buchillustrationen berühmt.

42. Das Haus von Schreiner Geist, Erbacher Straße 5, ist in seiner ursprünglichen Gestalt mit Schindelung bis heute erhalten. Trotzdem ist die jetzige Ansicht durch den flachen Apothekenanbau verändert. Die Straße davor hat noch eine wassergebundene Decke, lediglich an den Häusern entlang ist Sandsteinpflaster aufgebracht. Die Gossen links und rechts der Straßen waren ebenfalls gepflastert.

43. Dieses Winterbild zeigt das Städtchen von Westen. Hier führte der alte Kirchenpfad nach Steinbach und Steinbuch auf einem Holzsteg zwischen zwei Weiden über die Mümling. Ein langer Lattenzaun trennte die Michelstädter Gärten vor der Stadtmauer von der 'Bleiche' in den Mümlingwiesen. Die Mümling ist inzwischen begradigt und mit bef'estigen Uferabhängen versehen. So bleiben die früher gefürchteten, Überschwemmungen der Talauen aus. Auf der ehemaligen 'Bleiche' ist der Festplatz für den Bienenmarkt entstanden. Wo einst die Wäsche gebleicht wurde, befinden sich heute Vereinssporthalle, Festplatz und große Parkplätze.

44. So romantisch war einmal das Mümlingtal bei Michelstadt. Langsarn trieb das Wasser des Flüßchens zwischen grünen Ufern, Weiden und Erlen dahin, Verschwiegene Plätzchen und tiefere Stellen der Mümling, wie hier auf dem Bild, boten vor dem Stadionbau 1927 Gelegenheit für ein Freibad. Umkleideraum war der Schatten eines Baumes, an dem oft das Schild hing: Baden verboten. Die Aufnahme stammt etwa von der Stelle, wo heute der Übergang über die B 45 zur ehemaligen Fabrik Conti führt. Es war der Badeplatz 'Gailsloch' .

45. Der Höhepunkt der Wochenendvergnügungen um die Jahrhundertwende war eine Kutschenfahrt - hier mit dem Einspänner. Eine Lederdecke schützte den auf dem Kutschbock sitzenden Fahrer. Vier Personen konnten es sich auf den gepolsterten Sitzen der Kutsche bequem machen. Gegen schlechtes Wetter schützte ein heraufklappbares Verdeck aus Leder.

46. Grummenternte in der Gemarkung Steinbach. Viele kleinere landwirtschaftliche Betriebe verwendeten ihre Kühe als Zugtiere. Bevorzugt war die 'Jochanspannung', die auf dem Bild zu erkennen ist.

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4 7. In der Zeit der Inflation 192 3 konnte die Reichsdruckerei in Berlin oft nicht Schritt halten mit der Geldentwertung. Städte und Kreise mußten Notgeld oder Gutscheine drucken, um den Bedarf an Zahlungsmitteln zu decken. Die Stadt Michelstadt druckte Gutscheine in den Werten 100000, 500 000, 1 Million, 5 Millionen, 10 Millionen der Reichswährung. Die Gutscheine der Stadt Michelstadt hatten eine Laufzeit von 17 Tagen und galten nur innerhalb der Stadt. Sie trugen die Unterschriften des Bürgermeisters Ritzel und des Stadtrechners Schneider.

48. Das erste 'Stadion' - eine Verbindung von Sportplatz mit Sitzplätzen und Schwimmbad - baute die Stadt Michelstadt mit dem Bürgermeister Heinrich Ritzel, dessen Namen es auch trägt. In der Zeit der großen Arbeitslosigkeit fanden viele Michelstädter dadurch Arbeit und Lohn. Die Luftaufnahme von 192 7 zeigt, wie schön die Anlage in das Kühgrundtal eingebettet ist. Wiesen und Wald schaffen die Voraussetzung für das gute Klima dieser schönen Erholungsanlage. Heute ist sie modernisiert und erweitert durch einen Carnpingplatz.

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