Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Philipp Gögele
Gemeente
:   Michelstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6143-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Michelstadt in alten Ansichten Band 2'

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9 Bliek von der Oberen Pfarrgasse in Richtung Braunstraße. Auf der linken Bildhälfte ist die ehemalige Pärberei und davor eine alte Scheuer zu sehen, die 1979 abgerissen wurde und an deren Stelle 1994 ein Neubau entstand. Schräg gegenüber des Patrizierhauses ist das reich an Fachwerk ausgestattete ehemalige Zunftgasthaus 'Zur Sonne', dessen Haupteingang sich in der BraunstraBe befand. Durch mehrere Besonderheiten hebt sich dieses Gebäude von den anderen Fachwerkhäusern ab. Betrachtenswert sind an diesem prächtigen Fachwerkbau die halbkreisförmige Sandsteintreppe, der Aborterker, die Sandsteinschieber vor den

Kellerfenstern sowie die 'Neidköpfè', die sich als Tûrwächter am Eingang des Hauses befinden. Sie sollten yam Haus und seinen Bewohnern Böses fernhalten.

OBERE PFARRGASSE

10 Die Bleistiftzeichnung, sie ist etwa siebzig Iahre alt, stammt von dem Darmstädter Künstler Wilhelm Gerling. Sie vermittelt einen Blick von der Mauerstraße in Richtung Braunstraße. Links im Bild ist eine alte Scheune erkennbar, die im Rahmen der Altstadtsanierung 1979 abgebrochen wurde. An gleicher Stelle wurde 1994 durch den EigentümerThomas Schwarz ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet, in dem eine Gaststätte mit angeschlossener Hausbrauerei betrieben wird. Bei dem Nachbargebäude Obere Pfarrgasse 1 handelt es sich um die ehemalige Färberei. Das Fachwerkhaus der rechten Bildhälfte zeigt die Rückansicht des Hauses Obe-

re Pfarrgasse 3. Dieses Gebäude wurde damals von dem Landwirt und Kirchendiener Iohann Jakob Schmall bewohnt.

11 Die Häuser in der Neutorstraße sind heute schwer wiederzuerkennen, denn seit 1 92 3, als diese Aufnahme entstand, wurden sie alle baulich stark verändert. Zu dieser Zeit befanden sich an den Gebäuden entweder noch keine oder nur ganz kleine Schaufenster in den Erdgeschossen. In dem ersten Anwesen auf der rechten Seite des Bildes, Neutorstraße 4, in dem seit einigen [ahren eine italienische Eisdiele betrieben wird, war seinerzeit ein Putz- und Miederwarengeschäft. Die hohe Treppe, die zu diesem Laden führte, ist läng~t verschwunden. In dem Haus nebenan, Neutorstraße 2, wurden früher Möbelstücke verkauft und ein Haus weiter,

Marktplatz 7. übte damals ein Friseur sein Handwerk aus. In dem Anwesen neben der Eisdiele war zuletzt ein ChinaRestaurant. Durch ein Feuer im Iahr 1993 wurde das umgebaute und renovierte Gebäude derartig zerstört, daß es abgerissen werden mußte. An seiner Stelle wurde inzwischen ein Neubau errichtet.

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MICHELSTADT IM ODENWALD.

12 Die Untere Pfarrgasse mit Bliek über die Dächer der Anwesen 'Große Gasse' 10 und 12 und 'Kleine Gasse' 1 und 3 in Richtung Kirchturm und Rathaus, wurde vor etwa siebzig [ahren von dem weit über die Grenzen des Odenwaldes bekarmten Kunstmalers Georg Vetter aus Bad König festgehalten. Das mit Schindeln verkleidete Gebäude, das auf der linken Bildhälfte zu sehen ist, stellt das Anwesen dar, in dem die Eheleute Thierberg nach erfolgtem Umbau das Zoo- und Samenhaus betreiben.

13 Die Wagnerei. die auf der Zeichnung zu sehen ist, befand sich früher in der Mauerstraße, direkt an der Stadtmauer angrenzend. Zuletzt betrieb sie der Wagnermeister Wilhelm Dietz. In den Nächten des 11. Juni 1844 und 26. November 1905 wurden in der Mauerstraße einige Wohnhäuser und Scheunen durch Brände vernichtet. Bei dem letzten Brand war auch das Wolmhaus des Wagners Dietz betroffen, der kurze Zeit später an der gleichen Stelle seine Werkstatt errichtete. Aufgrund der aussterbenden Zunft der Wagner verlagerte er seine Tätigkeit auf die Herstellung VOll Holzspielzeug. Diese Waren wurden in einem eigenen kleinen

Laden in der Oberen pfarrgasse 7 abgesetzt. Im [ahr 1971 wurde das Spielwarengeschä.ft in das Erdgeschoß des Wohnund Geschäftshauses Braunstraße 1 1 verlegt.

14 Diese Ansichtskarte wurde Anfang der zwanziger Iahre verlegt. Der malerische Winkel befindet sich am Eingang zum Stadtgarten, direkt bei demAnwesen der Braunstraße 1 O. Von dort hat man auch heute noch den Bliek zur Altstadt mit der alles überragenden evangelischen Stadtkirche. Die alte Scheune, die auf der rechten Bildhälfte zu sehen ist, wurde 1924 von dem Sattlermeister Franz Arzt zurWerkstatt umgebaut. Heute werden hier Bettfedern gereinigt. In dem Gebäude mit der hohen Treppe befindet sich im Erdgeschoß das Fachgeschäft der Eheleute Klinger. Über der Kellertür dieses Hauses ist in Sandstein die Iahreszahl 1780 eingehauen.

Die 'Staffel', wie man die steineme Außentreppe im Odenwald bezeichnet, wird auch heute noch genutzt; sie ist jedoch inzwischen nicht mehr so hoch wie damals.

MICHELSTADT IM ODENWALD.

Partie in der oberen Pfarrgasse

1 5 Dieses Foto entstand um die Iahrhundertwende. Damals wurde die langgestreckte Wiese zwischen der Stadtmauer und dem Oberen Dammpfad von den Hausfrauen zum Bleichen derWäsche genutzt. Die Scheune, die sich auf der rechten Bildhälfte befindet, gehört zu der Gastwirtschaft 'Zum Grünen Baum' . Sie wurde vor einigen [ahren gründlich renoviert und dient heute zur Bewirtung der Gäste. Nachdem die Stadt 1307 vollständig zerstórt war, erhielt sie um 1400 einen neuen Mauerring und insgesamt vierzehn Tûrrne. Der 'Spitze 'Iurrn' oder oft auch "Ieufelsturrn' genannt, ist einer der wenigen Stadt-

türme, der noch aus dieser Zeit existiert; er war früher bewohnt.

1 6 Die Aufnahme für diese Ansichtskarte entstand vor etwa neunzig Iahren, Am StraBemand befand sich damals, ähnlich wie heute, eine große Wasserrinne. Diese war notwendig, denn eine unterirdische Kanalisation gab es zu dieser Zeit noch nicht. Nicht nur im Museum haben sich viele kleine Kostbarkeiten aus alter Zeit erhalten. Auch die Straßen und Gassen unserer Stadt bieten noch manches Bemerkenswerte. Dazu gehört zum Beispiel das alte Wirtshausschild, das durch seinen mächtig über die Straße ragenden Ausleger auffällt, Ein sehr altes und trotz aller Deutungsversuche ungeklärtes Motiv sind diese drei Hasen, die so dargestellt sind, daß sie

zusammen nur drei Ohren haben und doch jeder seine zwei eigenen besitzt.

BlieK auf áas áIle Rathaus

1 7 Vor etwa neunzig [ahren wurden in dem Anwesen Braunstraße 3, in dem sich heute das Fachgeschäft fûr Unterhaltungs-Elektronik Stommel befindet, Mineralwasser und Limonade produziert. Abgefüllt wurden die Getränke von Georg Koch, der gleichzeitig auch Wirt des 'Preußischen Hofes' war. Wie auf dern Bild zu sehen ist, führte eine mehrstufige Sandsteintreppe zu seinern Haus. Da diese Treppe die ganze Breite des Bürgersteiges für sich in Anspruch nahm, war sie den Fußgängern, insbesondere den Frauen mit ihrem Kinderwagen, stets ein 'Dom im Auge'. Erst als das AnwesenAnfang der sechziger Iahre durch den neuen Ei-

gentümer im Innenbereich umgebaut und wesentlich vergrößert wurde und die Außenfassade ein völlig anderes Gesicht erhielt, verschwand die alteTreppe.

18 Der hohe, langgestteckte Fachwerkbau des SüdflügeIs, der mit seiner Außenfront auf der ursprünglichen Burg- und späteren Stadtmauer steht, bieter schon immer eine malerische Kulisse. Auch Prof. Albert Hartrnann hat diesen eindrucksvollen Baukörper 1915 in einer Federzeichnung festgehalten. Der mittlere Bau des Südf1ügels mit seinen Sandsteinquadem im Erdgeschoß ist, wie Fachleute annehmen, der älteste noch erhaltene Teil des Michelstädter Burgbereichs. Hinter dern dieken Mauerwerk befindet sich ein gotisches Burgtor, dessen Stumpf 1506 in das große, neue Gebäude einbezogen wurde. Der zum Burggarten gebaute Gebäudekomplex

diente früher der gräflichen Familie und den gräflichen Beamten als Wohnung.

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