Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Philipp Gögele
Gemeente
:   Michelstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6143-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Michelstadt in alten Ansichten Band 2'

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19 Mehrere Abraumhalden von Schlacken in der Michelstädter Gemarkung am 'Hermannsberg' und 'Wingertsberg' sind heute noch deutliche Zeugen, daß in diesem Gebiet Eisenerz gewonnen wurde. Die Arbeit unter der Erde wurde um 1830 durch eindringendes Wasser empfindlich gestört. Immer stärker fließende Wasser machte die Arbeit unrentabel und brachte außerdem die Bergleute in Lebensgefahr, so daß der Bergbau eingestellt werden mußte. Im Odenwaldmuseum sind noch einige Werkzeuge aus dieser Zeit erhalten. Vorhanden sind auch noch Bergmannslampen in ovaler und rundlicher Form. In ihnen wurde Rapsöl gebrannt. Der große Haken ZUll1 Anhängen an die Kleidung oder ins Gestein ist meist schön und kräftig geschmiedet. An einem dünnen Kettchen hängt

die Nadel zum Stochern des Dochtes. Auf einer kleinen Platte sind die gekreuzten Bergmannswerkzeuge Schlägel und Eisen dargestellt. Die Lampe, die der Bergmann früher während seiner Arbeit bei sich trug, findet schon lange keine Verwendung mehr. Heute sind Grubenlampen, die meistens aus einem Akkumulator gespeist und häufig am Grubenhelm getragen werden, gebräuchlich.

20 In dem Gebäude Braunstraße 11, in dem heute Spielwaren verkauft werden, befand sich bis zu Beginn des Zweiten Weltkrieges das Café des Konditors Leonhard Striffler (1876-1953). Das Gebäude ist bereits rund 250 Iahre alt. Es diente bis 1810 den gräflichen Beamten als Amtshaus. Das Fachwerk der Außenfassade wurde erst

1971 , als der letzte Besitzwechsel stattfand und die neue Eigentümerin Christa Arzt das Erdgeschoß zu einem Spielwarengeschäft umbaute, in diesem Zusammenhang wieder freigelegt.

2 1 Die Häuserzeile Braunstraße 6-12 mit dem Kirchturm im Hintergrund hat der Darmstädter Künstler Wilhelm Geding um das jahr 1920 mit dem Bleistift gezeichnet. Die Häuser sind heute nach etwa siebzig Iahren schwer wiederzuerkennen. Das vorderste Gebäude, Braunstraße 12 existiert seit 1966 nicht mehr. Es war bis

1 832 in städtischem Besitz und diente damals als Wachtund Schulhaus. Unter dem Anwesen fließt ein kleines Bächlein, genannt 'Kiliansflos', das unterhalb der 'Stockheimer Eiche' in der Kapellenwiese entspringt. Da deshalb die gleiche Stelle nicht mehr bebaut werden durfte, mußte das neue Bauvorha-

ben, das 1978 errichtet wurde, etwas zurückgesetzt werden. Heute befindet sich in diesem Neubau das Eis-Café 'Cappuccino' .

22 Die Ansichtskarte, die 1906 verschickt wurde, zeigt die Braunstraße mit Blick auf die Stadtkirche. Die Kutsche am StraBenrand, sicherlich vor neunzig [ahren ein alltägliches Bild in der BraunstraBe, gehörte dem Fuhrmann Johann Peter Adam Schönberger (1868-1936). Die alteren Einwolmer können sich sicherlich noch gut an ihn erinnern. Im [ahr 195 1 konnten die Eheleute Günther und Gertrud Paul das Nachbargrundstück Braunstraße 15, das zuvor auch landwirtschaftlich genutzt wurde, erwerben. Damit waren die Voraussetzungen gegeben, das neu erworbene Anwesen mit ihrem angrenzenden Wohnund Geschäftsgrundstück

Braunstraße 13 zu einer Einheit zusammenzulegen. Die Verschmelzung der beiden Anwesen und die Urnbaumaßnahme in 1979 ist architektonisch gut gelungen. Da das Balkenwerk im Obergeschoß erst nach dem Umbau sichtbar wurde, fügt sich das Modehaus harmonisch in die Umgebungsbebauung der Fachwerkbauten ein.

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23 Die Zeichnung, die für diese Karte herangezogen wurde, stammt von dem Ehrenbürger Prof Albert Hartmann. Anlaß seiner Zeichnung war die 'Goldene Jubelfeier' des MichelstädterTurnvereins und das 27. Gauturnfest des Odenwaldgaues in Michelstadt im jahre 191 1. Das festliche Ereignis. zu dem viele Turner und Turnerinnen nach Michelstadt gekommen waren und an dem ganz MichelstadtAnteil nahrn, dauerte drei Tage. Rechtzeitig zur SO-Jahrfeier und zum Gauturnfest wurde derTurnplatz am Schelmengraben in mühevoller Handarbeit fertiggestellt, so daß dieser zu Beginn des Festes feierlich seiner Bestimmung übergeben werden

konnte und alle Veranstaltungen auf dem neuen Platz startfanden.

21. GAU=TURNfEST des ODENWALDGAUES

24 DieseAnsichtskarte vernuttelt einen Bliek vom Lindenplatz in die BraunstraBe um das Iahr 1 9 1 5. Wie bei näherer Betrachtung der Karte bei der Häusergruppe der rechten Bildhälfte festzustellen ist, gehörte damals zu jedem Haus eine hohe Sandsteintreppe. Die Treppen sind inzwischen zum Teil nicht mehr vorhanden. Einige Häuser haben in den vergangenen [ahren ihr Aussehen sehr verändert, weil Schaufenster eingebaut wurden, die zuvor nicht vorhanden waren. Dies ist beispielweise deutlich an den beiden Gebäuden Braunstraße 20 und 22 sichtbar, in denen bis Anfang 1995 die Firma 'Möbel-Weyrich' ansässig gewesen war. Die Braun-

straße wurde nach dem Sufter des ersten Glockenspiels, Georg Friedrich Braun benannt, der am 28.August 1830 in Michelstadt geboren wurde. Sein Geburtshaus sowie die angrenzende elterliche Gerbe-

rei befand sich in der Braunstraße 20. Noch heute erkennt man an dem Troekenspeicher und den offenen Gefachen, daß hier früher eine Gerberei betrieben wurde.

25 Die kolorierteAnsichtskarte zeigt den Lindenplatz vor erwa achtzig [ahren.

Zu dieser Zeit stand der 'Lindenbrunnen' vor dem Glenz'schen Haus (BraunstraBe 26), in dem sich heute die 'Mode-Scheune' befmdet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen an den ehemaligen Standort des Kriegerdenkmals für die Gefallenen des Krieges 1870/71 verlegt. Das 1876 in neugotischem Stil geschaffene Gefallenendenkmal befindet sich nunmehr am Eingang des Friedhofes. Viele jahre bemühte sich die Stadt, die alre Linde, unter der das Zentgericht über Leben und Tod entschied, zu erhalten. Sie führte sogar deshalb einen Prozeß.

Ihr Bemühen um die Rettung des Baumes war leider urnsonst. Die Linde mußte 1809 gefàllt werden. An ihrer Stelle wurden vier neue Lindenbäume gepflanzt.

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26 Die besonders schöne und naturgetreue Pederzeichnung fertigte Prof. Albert Hartmann, der am 2. [anuar 1868 in Michelstadt geboren wurde, vor 95 [ahren an. Das Bild, das der Meister am unteren linken Bilclrand signierte, ist wahrscheinlich an der Stelle entstanden, an der später das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden letzten Weltkriege errichtet wurde. Auch heute noch genießt man von dort oben einen schönen Blick auf die Stadt und ihre reizvolle Umgebung; die Grundstücke über der Hochstraße wurden damals noch landwirtschaftlich genutzt.

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27 Diese offizielle Feldpostkarte wurde anläßlich des siebzigjährigen Jubiläums des 'Liederkranz Michelstadt' und dem aus diesem Anlaß vom 27.-29.Juni 1914 in Michelstadt stattgefundenen Sängerfest des Odenwald-Sängerbundes im Rahmen des II. bundeswetten Sängerfestes von dem Michelstädter Ehrenbürger Prof. Albert Hartmann geschaffen. Die Signatur des Künstlers befindet sich versteekt [eweils am linken (A) und am rechten Rand (H) innerhalb der Vignette. Als Motivhintergrund der rotgrün kolorierten Tuschezeichnung wählte Prof. Hartmann den Marktbrunnen. Im Iahr 1994, also genau achtzig Iahre nach dem Entstehen dieser

Karte, konnte der 'Liederkranz' als ältesterVerein Michelstadts sein 150jähriges Bestehen feiern.

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28 In dem vordersten linken Gebäude mit den beiden Schaufenstern zur rechten und linken Seite des Ladeneingangs in der Erbacher Straße 6 befand sich vor rund siebzig [ahren das Café und die Konditorei Rudolf'Irietehen. Das Gebäude wurde um 1810 gebaut. Nach 1945 war lange Zeit in diesem Anwesen die 'Stadt-Apotheke'. Heute befindet sich in den Räumen des Erdgeschosses eine ModeBoutique. Auf dem Nachbargrundstück Erbacher Straße 8 befindet sich seit 1960 das Bûro- und NàhmaschinenFachgeschäft Egly. Die hohe Treppe, die früher zu der Buch- und Schreibwaren-

handlung Kraft führte, ist seit dem letzten Umbau verschwunden.

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