Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Michelstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Philipp Gögele
Gemeente
:   Michelstadt
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6143-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Michelstadt in alten Ansichten Band 2'

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.5 9 Diese Fotografie entstand vor etwa achtzig Iahren. Die beiden Gebäude der rechten Bildhälfte, Bahnhofstraße 29 und 31 , wurden etwa um 1820 errichtet. Das rechte vorderste dreigeschossige Gebäude mit Holzfensterläden beherbergte zu Beginn dieses jahrhunderts die Erziehungsanstalt und Haushaltungsschule von C. Amersbach und A. Philippe. Im zweigeschossigen Nachbargebäude, Bahnhofstraße 3 1 befand sich zu dieser Zeit die Gräfliche Rentkammer der Grafen zu Erbach-Pûrstenau, Das vorderste zweigeschossige Wohnhaus ruit straßenseitiger Außentreppe der linken Bildhälfte, Bahnhofstraße 34, entstand

ebenfalls um 1 820. Die linke Haushälfte wurde 198.5 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Heute befindet sich im Erdgeschoß ein Schuhmarkt. In der anderen Gebäudehälfte, die nicht vom

Abriß betroffen war, befand sich bis Mitte des jahres 199.5 ein Reformhaus.

ErzlenungsanstaJtln HaUShaJtungS&chule von C. Amorsbach und A. Phlllppe

Michelstadt (Odenwald) - 8ahnhofstra6e

60 Die lithografischeAnsichtskarte vom Hotel 'Fürstenauer Hof' stammt aus 1898. Zu dieser Zeit war Gustav Müller Besitzer des Anwesens. Sein Sohn Friedrich August Müller, den älteren Einwohner Michelstadts sicher noch bekannt, führte von 1901 bis zu seinem Tod im Iahr 1947 das Hotel. Wie auf der Karte zu sehen ist, gehörte zu dem Hotelbetrieb auch eine Gartenwirtschaft mit einer dreiseitig geschlossenen und biergartenseitig offenen Halle. Das 1808 gebaute Gebäude führte zu erheblichen Störungen imAblauf des Straßenverkehrs am Potsdamer Platz. Es wurde daher 1974 abgerissen. Die Halle wurde nicht in den Abriß mit einbezogen. Sie

wurde inzwischen zu einer Gaststatte umgebaut.

61 Diese Ansichtskarte, die Anfang der zwanziger Iahre entstand. vermittelt einen Blick in die Bahnhofstraße in Richtung Stadtmitte. Im Hintergrund ist das ehemalige Hotel 'Piirstenauer Hof zu sehen. Das Gebäude existiert seit 1 974 nicht mehr. Auch die Bäurne am linken Straßenrand bzw. rechts am Bürgersteig sind nicht mehr vorhanden. Damals. als diese Fotografie aufgenommen wurde und sich die gesamten Fahrzeuge noch durch die Innenstadt bewegten, ahnte man nicht, daß etwa 30 Iahre später die schöne Allee zugunsten des Potsdamer Platzes verschwinden würde. Heute ist die Bundesstraße 45/47, die als Entlastungsstraße am

1. Juli 1955 offiziell dem Verkehr freigegeben wurde, nicht mehr wegzudenken. Langwierig waren die Verhandlungen bis die Kaufverträge abgeschlossen werden konnten. Über einhundert

Grundstücke wechselten damals ihren Besitzer, bevor dieser Verkehrsknotenpunkt und die neue Straße mit einer Länge von etwa 2 km entstanden.

62 In dem Anwesen des heutigen Stadthauses in der Frankfurter Straße 3 begann 1849 Dr. Christian Karl Scharfenberg, nachdem die ehemalige Villa 'Kalkhof" Ecke Schulstraße/Waldstraße die Patienten nicht mehr alle aufnehmen konnte, rnit Hilfe seiner Kur- und Kalrwasserbehandlungsmethoden, den kranken und erholnngssuchenden Menschen zu helfen. Sanitätsrat Dr. Scharfenberg, der viel für die Armen der Stadt tat, hatte nicht nur seinen Patienten, sondern auch den Einwohnern empfohlen, das frische Quellwasser des Gänsebrünnchens, das sich hinter dem Stadion befmdet, zu trinken. Dr. Scharfenberg wurde 1853 der erste Ehrenbürger

Michelstadts. Nach ihm wird auch eine Straße benannt, Das Anwesen, in dem sich die Wasserheilanstalt befand, hat eine wechselvolle Geschichte. Der Grundbesitz von etwa

2,7 5 ha wurde 1972 durch

die Stadt Michelstadt erworben. 1975 wurde die Stadtverwaltung vom Marktplatz in die Frankfurter Straße verlegt. Das Stadthaus ist noch heute von einer schön angelegten Parkanlage umgeben.

63 Die wachsende Zahl der Schulkinder und die damit verbundene Schulraumnot erforderte vor etwa hundert [ahren die Schaffung eines neuen Schulgebäudes. So entstand am Stadtrand, der heutigen Schulstraße, das neue Schulhaus, das am 20. Oktober 1901 feierlich seiner Bestimmung übergeben werden konrite. Die Ansichtskarte der Stadtschule wurde im Iahr 1903 versendet.Wie zu sehen ist, befand sich damals die Schule als einziges Gebäude auf dem Schulgelände. In der Zwischenzeit mußten, ebenso wie in den anderen Städten und Gemeinden. mehrere Erweiterungs- und Neubauten erstellt und neue Schulräume geschaffen werden.

Çruss aus

Stadtschule

64 Das vor etwa zweihundert [ahren als Doppelhaus errichtete eingeschossige unterkellerte Fachwerkhaus befindet sich in der Waldstraße 3638. Die beiden Wohngebäude widerfuhren im Laufe der Zeit, ebenso wie die meisten Fachwerkhäuser gleicher Bauzeit, mehrfach bauliche Veränderungen wie beispielsweise der Erweiterungsanbau am Haus Nr. 38,Ausbau des Dachgeschosses ink1usiv Einbau einer Gaube, Zumauerung des separaten Kellereingangs sowie Verschindelung des kompletten Fachwerks. Das Anwesen hat daher heute ein ganz anderes Aussehen wie vor erwa neunzig Iahren, als diese Aufnahme entstand.

65 Die Fotografie der beiden Frauen und dem Kind vor dem Ladeneingang des Kolonialwarengeschäftes in der Waldstraße 42 entstand vor über neunzig Jahren. Das Geschäft führte damals Ludwig Fiedler, der 196 2 im Alter von 92 [ahren verstarb. Da das Gebäude im Laufe der [ahre angebaut und aufgestockt wurde und das Fachwerk nicht mehr sichtbar ist, hat sich sein Aussehen sehr verandert. Die beiden kleinen Schaufenster und die schönen alten Emailleschilder an der Hausfront gehören derVergangenheit an. Heute befindet sich im Erdgeschoß des zweigeschossigen Wohn- und Ge-

schäftshauses das Porzellanund Haushaltswarengeschäft Kurz.

66 Das Haus mit dem hohen steinernen Sockelgeschoß und dem einstöckigen Fachwerkaufbau befindet sich auf dem Eckgrundstück WaldstraBe/Hochstraße. Das Gebäude wurde 1765 erbaut und steht inzwischen unter Denkmalschutz. Als der Fotograf vor etwa neunzig [ahren die stolzen Hausbesitzer mit ihren Kindern vor der Frontseite des Hauses fotografierte, befand sich in der linken Haushälfte eine Spezereihandlung und in dem rechten Gebäudeteil eine Nagelschmiede. Die rechte Haushälfte verfügte damals bereits an der Giebelseite über einen eigenen Eingang. Das Wohnhaus wurde seit dieser Zeit im Innen- und AuBenbereich verändert und

den neuzeitlichen Wohnbedürfmssen angepaßt. Das Fachwerk ist leider verschwunden. Die ehemalige zweigeteilte hölzerne Stalltür wurde durch eine neue Tür ersetzt. Die Kellertür vor dem Treppenaufgang wurde zwischenzeitlich zugemauert.

67 Die lithografischeAnsichtskarte vom 'Schmerkers Garten' ist bereits über hundert Iahre alt. Wie zu sehen ist, gehörten zu dem Anwesen bereits damals, als Louis Ensinger Besitzer war, mehrere Baulichkeiten. In dem Saal, der 1901 an das bestehende Wirtschaftsgebäude angebaut wurde, befand sich von 1926 bis 1945 ein Kina. Auch eine 1865 errichtete Kegelbahn gehörte zu dem Anwesen. Während die Kegelbahn der Schaffung von Parkplätzen weichen mußte, existiert das sechseckige Gartenhaus noch heute. Der 1871 erstellte Pavillon steht inzwischen unter Denkmalschutz. Im Iahr 1958 ging der Grundbesitz auf den aus Steinbach stammenden

Gastronom Emil Schlörit über, der berelts seit 1946 das Lokal pachtere. Um für den Massenbesuch gut gerüstet zu sein, wurde die Ausfluggaststätte inzwischen mehrmals umgebaut und modernisiert.

GrUSSaus öchmerker's Garten ßesitz. louis EhsÏ1igel'. Michelstadr.Î.O.

68 Diese Ansichtskarte - sie ist etwa 85 jahre alt - vermittelt einen Eindruck von der Waldstraße in Richtung Stadtmitte. Das vorderste linke Gebäude (Waldstraße 59) ist die ehemalige Gastwirtschaft 'Zum Remschuh' , zu der eine Kelterei gehörte. Viele Michelstädter brachten dort im Herbst ihre Äpfel und Birnen hin, um anschließend die mitgebrachten Fässer und Flaschen mit dem selbst gekelterten Saft zu füllen. Die Wirtschaft und die Kelterei wurden 1985 aufgegeben. Das zweigeschossige Fachwerkgebäude (Waldstraße 53) existiert heute nicht mehr. Die Einfahrt zur Jalmstraße war ursprünglich sehr schmal. Um diese Engstelle zu beseiti-

gen, wurde Anfang der sechziger [ahre das Fachwerkhaus abgebrochen. Das Objekt mit der Werbetafel 'Zum Kaisersaal' auf der rechten Straßenseite diente zu dem Zeitpunkt als die Aufnahme entstand

nicht nur zu Walmzwecken, sondern auch als Gastwirtschaft. Das 1899 errichtete Gebäude wurde 1975 abgerissen. An gleicher Stelle entstand damals das Tanzlokal 'River Boat' .

- Walàstfàtle

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