Mirow in alten Ansichten

Mirow in alten Ansichten

Auteur
:   Hans-Werner Hardow
Gemeente
:   Mirow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5426-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mirow in alten Ansichten'

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9. Am Ende der Mühlenstraße muß man nach links abbiegen, um durch dieses Torhaus die Schloßinsel zu erreichen. Es wurde 1588 fertiggestellt und ist mithin das älteste Gebäude der heutigen Stadt Mirow. Der letzte Komtur der durch eine Schenkung entstandenen Johanniter-Komturei Mirow war Herzog Kar! von Mecklenburg. Er übte sein Amt von 1564 bis 1610 aus. Auf seine Veranlassung wurde aus der bisherigen Halbinsel durch die Anlage eines Walles und eines Grabens eine Insel geschaffen. Diese 'Befestigung' sollte die Insel vor 'einern gemeinen Anlauf schützen. Zu noch besserem Schutz bat der Herzog Fürsten und Städte, ihm Geschütze zu schenken. Er erhielt aber fast nur Absagen. Nur der König von Dänemark schickte seinem 'ohm und Schwager', wie er ihn im Begleltbrief nennt, ein Stück Geschütz und dazu ein Faß Wein.

10. Nochmals das Torhaus. Sehr schön erkermbar ist die Brücke über den Wallgraben. Die beiden Tonnengewölbe sind aus Ziegelsteinen gemauert. Aus dem gleichen Material ist die durchbrochene Mauer. Oberhalb der Tonnengewölbe wurden größere Feldsteine verwendet. Im Hintergrund links das zum Amtsgericht gehörende Gefängnis mit den Zellen (Sichtblenden) im ersten Stock. Der als Bauherr beim vorigen Bild genannte letzte Korntur , Herzog Karl, war zeitweilig auch Herzog von Mecklenburg-Güstrow und später von Mecklenburg-Schwerin. Er war geboren am 28. September 1540 und starb am 22. Juli 1610.

11. Die Mirower lohanniter-Kirche von weitem gesehen. Was auf der Luftaufnahme erkermbar war, ist hier ganz deutlich: die Form des Kirchturmes. Der massive Ziegelputzbau wurde nach dem Brand von 1742 als Folge eines Blitzschlages in den Turm der Kirche wieder aufgebaut und 1747 fertiggestellt. Er hat einen quadratischen Schaft und eine achteckige Glockenstube mit welseher Haube, Laterne und dreimal geschwungenem Helm. Im August 1989 gründeten Mirower Bürger den 'Kirchturm Mirow e.V.' und stellten sich das Ziel, den Kirchturm und seine Spitze (Haube , Laterne und Helm) so wieder aufzubauen, wie er bis zum 1. Mai 1945 bestanden hat. An diesem Tag wurde die Kirche von den zurückziehenden deutschen Truppen beschossen und brannte völlig aus. Es sollte verhindert werden, daß die sowjetischen Truppen den Turm als Artilleriebeobachtungsstand nutzen korinren. Die Kirche wurde wieder aufgebaut und am 3. September ]950 wieder eingewciht, der Turm erhielt nur ein Notdach.

12. Nochmals die Mirower Johanniter-Kirche. aufgenommen aus der Durchfahrt des Torhauses. Die Kirchturmspitze ist gerade noch erkennbar, aber recht deutlich der nördliche Anbau an die Kirche: der massive Putzbau der Fürstengruft. Sie wurde errichtet in zwei Bauabschnitten 1704 und 1819. Hier sind beigesetzt alle Mitglieder der herzoglichen und später, seit 1815, großherzoglichen Familie mit einer Ausnahme: Der Großherzog Adolf Friedrich VI. von Mecklenburg-Strelitz setzte seinem Leben durch Suizid ein Ende und wurde auf der 'Liebesinsel' beigesetzt. Er war das letzte männliche Mitglied dieser Fürstenfamilie. Links am Bildrand erkennbar ein kleiner Teil des Gefängnisses.

13. Nochmals ein Bliek auf den massiven Putzbau der Fürstengruft, diesmal von Nord-West her. An der Nordwand befindet sich ein Gedenkstein mit folgender Inschrift: 'Friedrich Wilhelm, Großherzog von MeekienburgStrelitz'; unten auf dem Sockel steht: 'In treuem Andenken nach 61jähriger Ehe gewidmet von Großherzogin Augusta Caroline, Prinzessin von Großbritanien, I.u.H.' Der am 17. Oktober 1819 geborene Großherzog warvom 28. Juni 1843 bis zu seinem Tod am 30. Mai 1904 mit Augusta Caroline, einer Prinzessin aus England, verheiratet. Sie war die Großmutter des 1918 durch Suizid verstorbenen Großherzogs Adolf Friedrich VI. Von diesem Ehepaar erzählte man sich früher in Neustrelitz: Als es während einer Parade auf dem Paradeplatz (Platz vor der Orangerie) anfing zu regnen, sagte Augusta Caroline zu ihrem großherzoglichen Ehemann: 'Willst du nicht dein Heer lieber unter die Linde treten lassen?' - Naja, sie war wohl größere Paraden gewohnt!

14. Nach den Ansichten auf die Kirche und ihren Turm nun noch eine Panorarnasicht vom Kirchturm. Die Gebäude im Mittelgrund sind die Häuser der Mühlenstraße. Das Haus ganz links mit dem Dachausbau ist heute das Gebäude Mühlenstraße 32. Damals: Manufaktur- und Modewaren, Konfektion und Aussteuerartikel Wilhelm Behrendt. Im Hintergrund der Müritz-Havel-Kanal.

15. Das Denkmal für den Großherzog Adolf Friedrich VI. von Mecklenburg-Strelitz stellt einen abgebrochenen Stamm dar, um den sich eine Schlange aufwärts windet. Dieses Symbol wird gerne im Zusammenhang mit dem Suizid verwendet. Die Inschrift lautet: ADOLF FRIEDRICH VI, GEB. 17. JUNI 1882, GEST. 23. FEBRUAR 1918. Der Freitod des Großherzogs steht also nicht im Zusammenhang mit der den Ersten Weltkrieg beendenden Revolution von 1918. Es gibt zwei Varianten als Begründung für seinen Suizid: Eine unglückliche Liebe zu Daisy Fürstin Pleß. Die andere ist der leichtfertige Umgang rnit dem Fürstensiegel. der es ermöglichte, auch während des Krieges Briefe über die Schweiz nach England an das verwandte Königshaus zu schicken. Es soll Briefe gegeben haben, in denen nicht nur familiäre Dinge gestanden haben. Ich halte dies für wahrscheinlicher, das andere ist zu romantisch, beinahe kitschig.

16. Zwischen der Johanniter-Kirche und der Liebesinsel stehen zwei Gebäude: das Schloß und das Kavaliersgebäude. Beim Brand der Kirche 1742 war auch das alte Schloß zerstört worden. Es war ein einstöckiger Fachwerkbau, der nicht an der gleichen Stelle gestanden hat, wie das auf der Postkarte aus dem Jahr 1902 abgebildete. Mit dem Bau dieses Schlosses war 1749 begonnen worden. 1751 wurde es fertiggestellt. Man hatte es deshalb mit dem Neubau nicht ganz so eilig, weil nach der Verheiratung des Prinzen Kar! das sogenannte 'untere Schloß' gebaut worden war. Die Mutter des Prinzen konnte also vorübergehend hier ihren Witwensitz nehmen.

17. Eine gelungene Aufnahme vom Schloß. Das 1751 fertiggestellte Schloßgebäude ist ein zweigeschossiger, massiver, barocker Putzbau. Das Schloß hatte bis 1945 eine Rokoko-Inneneinrichtung. Die Mittel- und Seitenrisaliten sind dreigeschossig. Das Erdgeschoß hat durchgehende Quaderfugen, die Obergeschosse sind mit Eckquadern eingefaßt. Die Eingangstür ist aus Eichenholz. Über ihr ist eine Rokoko-RankenwerkVerzierung. Im Inneren führen zwei dreiläufige Treppen zu den oberen Zimmern. Meisterhaft sind die Holzschnitzereien an den Wanden und Decken.

18. Dieses Bild aus der Festschrift zur Siebenhundertfünfzig-Jahrfeier 1927 zeigt einen Bliek in das Audienzzimmer. Beachtenswert ist das vergoldete, holzgeschnitzte Rahmenwerk auf der Wandbespannung. Die Rokoko-Möbel waren bis 1945 gut erhalten. Großen Schaden nahmen das Gebäude und seine Einrichtung dadurch , daß die ErprobungssteIle der Luftwaffe in Rechlin es in den letzten Kriegsmonaten als Lagerraum nutzte.

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