Mirow in alten Ansichten

Mirow in alten Ansichten

Auteur
:   Hans-Werner Hardow
Gemeente
:   Mirow
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5426-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mirow in alten Ansichten'

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59. Nachdem die Geldgeber gefunden waren, hatten sie zusammen mit dem Bürgermeister Berg aus Wesenberg eine Audienz beim Herrn Staatsminister von Dewitz, der sich nunmehr 'hoffnungsfreudig über das Projekt ausgesprochen har'. So in der 'Neubrandenburger Zeitung' vom 11. Januar 1889. Nunmehr stimmten auch die Ratssitzungen von Wesenberg und Mirow zu. Am 27. Februar 1889 fand im Will'schen Lokal ('Schwarzer Adler') in Mirow unter Vorsitz von Hugo Berg die Generalversammlung der Aktionäre statt. Anwesend waren auch als Regierungskommissar der Drost von Mirow, Herr von Oertzen, der Bauunternehmer Soenderop/Berlin, der Bankier MosenthallBreslau und der Rechtsanwalt Brunswig/Neustrelitz. Der Bau konnte beginnen, und schon am 17./18. Mai 1890 wurde die Strecke NeustrelitzWesenberg-Mirow eröffnet. Auch diese Postkarte: ein Bliek auf das Bahnhofsgebäude über die Bahngleise.

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60. Aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens wurde von der Reichsbahndirektion Greifswald eine Sonderfahrt für den 19. Mai 1990 vorbereitet und durchgeführt. Federführend war der Deutsche-Modelleisenbahnet-Verband (DMV). Die Gesellschaft 'NeustreIitz-Wesenberg-Mirower Eisenbahn' und die 'Blankensee- Woldegk-Strasburger Eisenbahn' schlossen sich am I. April 1894 zur 'Mecklenburgischen-Friedrich-Wilhelm-Eisenbahn' zusammen. Das Kürzel MFWE wurde im Volksmund auch gedeutet als: 'Man fährt wirklich elegant. '

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61. Dieser Bliek vom Bahnhof aus in die Bahnhofstraße zeigt noch die fast völlig unbebaute linke Straßenseite. Das zweite Haus auf der rechten Seite diente lange Jahre als Bahnhofshotel. Noch ein Nachtrag zur Eisenbahngeschichte: Im Jahre 1893 erhielt Mecklenburg-Strelitz eine weitere Eisenbahnlinie: eine Verbindung von Blankensee (eine Station an der am 10. Juli 1877 eröffneten preußischen Eisenbahn Berlin-Neustrelitz-Neubrandenburg) über Woldegk nach Strasburg. Es war zunächst eine eigene Gesellschaft, die auch auf Betreiben des Wesenberger Bürgermeisters Hugo Berg entstanden war. Großherzog Friedrich-Wilhelm von Mecklenburg-Strelitz regierte vom 6. September 1860 bis zu seinem Tod am 30. Mai 1904. Er war verheiratet mit Augusta, Prinzessin von Großbritannien, der Großmutter des letzten durch Suizid aus dem Leben geschiedenen Großherzogs AdolfFriedrich VI.

62. Über den ersten in Mirow niedergelassenen Arzt steht in der Dokumentation 'Die Mecklenburgischen Ärzte von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart', Gustav Willgeroth, Schwerin 1929: '17791836 Stoy . Joh. Adolf-Friedrich, geb. zu Carwitz (Stre!.) 1752 Jun. 28., Sohn des aus Jarmen stammenden Pastors Philipp Caspar (und der Maria Anna Sprenger, Tochter des Goldarbeiters Joh. Heinrich zu Berlin). Promo Halle 1777, Sept. 16. machte 1779 als preuß. Feldarzt den Feldzug nach Schlesien mit; seit seiner Rückkehr prakt. Arzt zu M., auch Amtsarzt und Distrikts-Physikus, gest. nach 57-jährigem Wirken in Mirow 1836 Mai 2. im 84. J. Diss. inaug. de vi vitali in quand. celeberr. medici de eadem materie praelectionern, Halle 1777.'

63. Über den dritten Arzt nach Dr. Stoy lesen wir in der genannten Dokumentation: 1863-1902 Gebet, Dorius, geb. zu Neustrelitz 1836 Mai 30. Sohn des Regierungskopiisten Friedrich (und der Christiane Müller). promo Götting 1861 März 16. appr. Aug. 31. prakt. Arzt in Neustrelitz 1861-63; zu M. seit 1863, auch Physikat-Chirurg und Amtsarmenarzt, gest. 1902 Dez. 3. im 67. J. -verh. Gustave Linde aus Mirow. Diss. inaug.: über Paraplegie.'

64. Auf dem Weg zum Holm - im Hintergrund liegt die Försterei Holm - kam man noch vor fünfzig, sechzig Jahren zu dieser vom Blitz geschlagenen Buche. Sie wurde Charlottenbuche genannt, und man erzählte sich, daß unter ihr gerne die im Mirow am 19. Mai 1744 geborene Prinzessin Sophie Charlotte gesessen habe. Als Siebzehnjährige wurde sie die Gemahlin von Georg IJl., König von Großbritannien.

65. Die gleiche Buche, aber von der anderen Seite und noch vor dem Blitzschlag. Die englische Königin Sophie Charlotte hatte mit ihrem Mann, dem König Georg Ill.. sieben Söhne und sechs Töchter. Einer der Söhne , der Herzog Adolf von Cambridge. hatte eine Tochter. die Prinzessin Augusta Caroline. Sie wurde am 28. Juni 1843 verrnählt mit dem Erbgroßherzog Friedrich Wilhelm. Er wurde nach dem Tod seines Vaters, Großherzog Georg, am 6. September 1860 Großherzog von Mecklenburg-Strelitz. Sie war die Großmutter des durch Suizid verstorbenen letzten Großherzogs AdolfFriedrich VI.

66. Zwei- bis dreihundert Meter hinter der Försterei, in der man auch eine Butter- oder Schmalzstulle und ein Glas Milch bekommen konnte, stand diese 'Waldhallc'. Hier konnte man sich seinen rnitgebrachten Kaffee aufbrühen lassen und den selbstgebackenen Kuchen verzehren. Der Holm ist heute eine südlich von Mirow gelegene Halbinsel. In früheren Zeiten soll es eine Insel gewesen sein, die über die Hohe Brücke, auch Schweinsbrücke genannt. erreichbar war. Hcute kommt man auch über den Ortsteil Starsow zum Holm. Die Halbinsol wird gebildet im Osten vom Zotzensec und vom Mössen-See , im Süden von dem größeren Vilzsee und kleineren Adlersee. An der Westseite liegen der Zethner See, der Schwarzer See und der Fehrlingsee. Der Holm hat einen übcrwicgcnd aus Laubbäumen bestehenden. teilweise sehr alten Waldbestand.

67. Ein Bliek über den Zotzen-See auf die Halbinsel Holm. Die schöne Landschaft in der näheren Umgebung der Stadt Mirow ist das 'Pfund', mit dem die Stadtväter 'wuchern' müssen, wenn es in der Zukunft ihren Bürgern gut gehen soll. Eine wahre Begebenheit, auch der Festschrift entnommen: 'Blinder Feueralarrn, der den ganzen Ort in Bewegung setzte, wurde einmal durch ein drolliges Mißverständnis hervorgerufen. Frau Kaufmann Barteid erhielt einmal unverhofften Besuch von einer Verwandten aus Hasselförde. Diese traf mit dem Nachtomnibus ein und mußte , da sie unangemeldet kam, die schon in tiefem Schlaf liegenden Verwandten herausklopfen. Frau B., die aus dem Fenster nach dem Begehr des Klopfgeistes fragte , hörte sagen: "Bi juch is Für", und a tempo wurde der ganze Feueralarmapparat des Ortes in Bewegung gesetzt. Die Einlaßbegehrende hatte gerufen: "Besök ut Hasselführ."

68. In der Festausgabe zur Siebenhundert-Jahrfeier der Mirower Zeitung vom 17. Juli 1927 steht in einem redaktionellen Beitrag 'Mirow als Selbstverwaltungskörper' der Satz: 'Auf herrlich gelegener Anhöhe mit schönster Fernsicht und Aussicht auf See und Wald wird Major a.D. Graf von Klinkowstroem die erste Villa entstehen lassen.' Die obenstehende Ansicht muß kurz nach der Fertigstellung der Villa gemacht worden sein, denn schon Mitte der dreißiger Jahre entstand um die Villa herum eine ganze Siedlung von Häusern mit zwei bis vier Wohnungen für die Mitarbeiter der Erprobungsstelle der Luftwaffe in Rechlin, etwa 15 km westlich von Mirow direkt an der Müritz gelegen.

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