Mölln in alten Ansichten Band 1

Mölln in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Alfred Flögel
Gemeente
:   Mölln
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3484-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Mölln in alten Ansichten Band 1'

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19. Die Hauptstraße vor 1900 von Eisen-Burrneister aus gesehen. Schaufenster sind kaum bekannt, Geschäftstrubel kennt man nicht. Dafür ist aber noch Zeit und Gelegenheit vorhanden eine Sitzbank neben die Haustür zu stellen wie bei der Einhorn-Apotheke und dem früheren zweiten Pastorat. Die Eingangsstufen sind verschwunden, man geht jetzt ebenerdig in das Lebensmittelgeschäft (Käsekiste). Die drei letzten Häuser noch in dem Baustil, wie er Jahrhunderte hindurch das Straßenbild in Mölln prägte, drei Geschosse und Krüppelwalmdach.

20. Die Hauptstraße im Jahre 1935. Ein herrlicher Sommertag, die Straße fast völlig leer. Ganz links am Bildrand die Tankstelle K1epsch, eine einfache Tanksäule. Unter der Markise rechts steht der alte Eismann Schäfer von Bruhnsplatz mit seinem rollenden Eisladen. Das war ein Handwagen, darinnen zwei Milchkannen enthielten das Eis, darüber kam ein ausgeschnittenes Brett, fertig. So zog er die Hauptstraße auf und ab, um sein prima Speise-Eis zu verkaufen und Alfred Flögel, vorn auf dem Fahrrad, scheint es zu schmecken. Die linke Straßenseite zeigt eine Häuserzeile, wie sie mit ihren Stuckornamenten fast heute noch erhalten ist.

21. Eine ganz seltene Aufnahme aus der Schäferstraße. Dicht bei dicht reihten sich, mit dem Giebel zur Straße, die Scheunen oder kleinen Häuser, auch Buden genannt. Die Straße selbst war gewölbt und mit Kopfsteinen gepflastert, beiderseits verlief eine flache Regenrinne zum Wallgraben hin, das war die Kanalisation. Zum Schutz der Hausecken und der Toreinfahrten waren Steine aufgestellt. Zu leicht konnte Schaden am Mauerwerk entstehen, wenn die eisenbereiften Wagenräder dagegenrumpelten. Vorn links ist der Kellereingang des Hauses Hauptstraße 106 noch sichtbar.

22. Wer kermt schon den Verlobungsweg? Als 1913 der Wasserturm fertig geworden war und in der Stadt die Straßen für die Kanalisation aufgerissen wurden, entstanden vom Schützenhof aus und um den Wasserturm herum eine Anzahl Spazierwege. Sie waren teilweise, wie dieser hier zur Waldlust hin, so schmal, daß man dicht beieinander gehen mußte. Die Wegränder waren von Laubhecken begrenzt. Viel hat sich in den vergangenen Jahrzehnten hier nicht verändert, nur bebaut ist dieser Weg beiderseits vollständig in der Zwischenzeit.

23. Der 13. September 1874 war ein Schreckenstag für Mölln. Bei einem Großfeuer in der Seestraße waren einundreißig Häuser niedergebrannt. Der Feuerschutz alter Art reichte nicht mehr aus, deshalb wurde noch unter dem Eindruck des fürchterlichen Brandes, bereits am 24. September, die 'Freiwillige Feuerwehr Mölln' gegründet. Dieses Bild entstand etwa zwanzig Jahre später, 1893 und zeigt die Gruppe 'Schlauch-Rott' in der noch bis 1902 gültigen Uniform: grüne Bluse, dunkle Hose, Lederhelm und Koppel. Auf dem Foto von links nach rechts: A1wart, Ebeling, Klemme, Burmester, Rauser, Gräper, Ohff und Aßmann.

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24. Dieses Spritzenhaus an der Kirchenmauer war 1874, nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, soweit erweitert worden. Vorher hatte die Stadt Mölln noch ein Wohnhaus erwerben und abbrechen müßen, um genligend Platz zu gewinnen. Die Erweiterung war notwendig geworden, weil im bisherigen die neue, umfangreichere Ausrüstung nicht mehr untergebracht werden konnte. Mit zunehmender Motorisierung der Feuerwehr reichte auch dieses Spritzenhaus nicht mehr aus. 1934 wurde es abgebrochen und die Feuerwehr zog in das neue Stadthaus auf dem Mühlenplatz urn.

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Seestrasse

25. Ein Stück Seestraße um 1900. Hier und da stehen noch Bäume vor den Häusern. Die Nachbarn treten gern vor die Tür, um sich miteinander zu unterhalten. Sie finden noch Zeit und Gelegenheit für ein nachbarliches Gespräch. In das Bild hinein fährt gerade der Brotwagen, um die Hausfrauen gleich an der Haustür mit Lebensmitteln zu versorgen. Das übliche Transportmittel was das Pferdefuhrwerk. Dazu gehörten Stallung und Remise, meistens nach hinten hinaus auf dem Hof. Deshalb gab es in vielen Häusern, wie ganz links die Drogerie Vollmer zeigt, große Einfahrtstore.

26. Ein Opfer des stark angestiegenen innerstädtischen Verkehrs wurde das alte Hotel 'Zum weißen Roß' an der Ecke Wassertor und Seestraße. Etwas zurück wurde ein modernes Hotel errichtet und dieses Fachwerkhaus, es bot keinen Platz für einen Bürgersteig zur Hauptstraße hin, abgerissen. Seiner Stütze dadurch beraubt, verlor auch das mittlere Fachwerkhaus seine Standfestigkeit. Um eigenstandig halt zu haben, hätte es von Grund auf neu aufgebaut werden müssen. Einige Jahre später wurde es aber ebenfalls abgebrochen. Der freigewordene Platz dient nun einigen Autos als Parkplatz.

27. Manufactur- & Leinen- Comptant-Geschäft Heinrich Krohn Nachfolger Bernhard Haase, ein ellenlanger Name für ein Geschäft. Heute heißt es kurz Wilhelm Hasenkamp, in der Hauptstraße 25. Ein Schaufenster ist schon eingebaut, wegen der großen Einsturzgefahr genehmigte die Möllner Baukommission solch breite Fenster aber nur, wenn kräftige Eisensäulen als Ständer eingebaut wurden. Auf diese Säulen hatte sich die Burmestersche Eisengießerei im Grambeker Weg (heute Kwak-Jederkauf) bestens eingestellt. In keinem größeren Fenster fehlten sie.


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28. Das Aussehen der Hauptstraße ist ganz besonders einern dauernden Wandel unterworfen. Die Bürgersteige wurden durch Bordsteine von der Fahrbahn getrennt, bald darauf sogar gepflastert - wenn auch, wie hier, nur mit holperigen Kopfsteinen. Ein wahres Schmuchstück war der Automat vor Richard Dreyers Hamburger Delikatessenhandlung in der Hauptstraße 65 - ein großer bunter Elefant. Kein Möllner Junge konnte an Dreyers Haus vorbeigehen ohne sich, über die Steinsäulen hinweg, im Bockspringen zu prüfen.

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